Gerade in langjährigen Beziehungen gibt es oft diese Knackpunkte “Wenn der/die doch nur nicht immer dasundjenes machen würde”. Tausendmal durchdiskutiert und doch verändert der Partner sein Verhalten nicht.
Ob es nun um die Mithilfe im Haushalt geht, um gemeinsame Unternehmungen oder um die berühmten nicht zugedrehten Zahnpastatuben – Dauerzoff ist vorprogrammiert. Und nun?
Quengeln, nörgeln, keifen, heulen – auch wenn das häufige Reaktionen in solchen Fällen sind – sie schaffen nur schlechte Stimmung und tragen nicht zu einer wirklichen Veränderung bei.
Nehmen wir als Beispiel die gemeinsamen Unternehmungen – Du würdest gern mit Deinem Partner regelmäßig auf Konzerte, ins Theater oder Kino gehen. Er ist unter der Woche zu müde und samstags läuft die Sportschau.
Wenn ich Dir nun rate, allein zu gehen, dann wirst Du mir vielleicht erstmal ganz heftig widersprechen – es geht Dir ja gar nicht um das Konzert oder den Film, sondern um die gemeinsame Unternehmung. Aber die Gemeinsamkeit, die hast Du ja auch, wenn ihr die Abende auf der Couch verbringt, oder? Und das ist ja nun auch nicht das, was Dir vorschwebt.
Wenn Du jetzt allein losziehst, dann kannst Du Dein Bedürfnis nach Unternehmungen außer Haus befriedigen, ohne Deinem Partner die Verantwortung dafür zuzuschieben. Das wird sich auf Deine Befindlichkeit auswirken, auch wenn es noch nicht Dein eigentliches Bedürfnis befriedigt.
Doch es wird auch auf Deine Partnerschaft verändern.
Zum einen fällt ein Streitpunkt weg, die Lage entspannt sich ganz allgemein. Zum anderen kann es sein, dass dadurch bei Deinem Partner Interesse an Deinen Unternehmungen geweckt wird und er nach einiger Zeit dann doch eigene Vorschläge äußert. Sei es nun, weil Du Interessantes zu erzählen hast oder weil er befürchtet, Du könntest auf ganz andere Gedanken kommen. Wie auch immer es abläuft, wenn Du Dein Verhalten veränderst, wird sich zwangsläufig auch in der Beziehung etwas verändern.
Was genau das sein wird, lässt sich so natürlich nicht vorhersagen. Es kann auch vorkommen, dass Du anfängst, Deine eigenen Unternehmungen zu genießen und sie irgendwann gar nicht mehr teilen möchtest.
Und ja – im allerdümmsten Fall könnte es passieren, dass ihr Euch dadurch endgültig voneinander entfernt.
Wenn Eure Beziehung aber jemals auf einem soliden Fundament gestanden hat, schätze ich diese Gefahr als sehr gering ein.
Du hast keine Idee, was Du einseitig verändern könntest, um Dein Problem in der Partnerschaft anzugehen?
Begleitete Bilder können helfen, den Ansatzpunkt zu finden – vielleicht schon bald auch Dir?
Schon vor etwa 2500 Jahren erkannte dies Heraklit von Ephesus (etwa 540 – 480 v. Chr.). Auch eine langjährige Beziehung ist keine Konstante.
Es gibt ganz offensichtliche Zeiten der Veränderung, die die Partnerschaft immer auch auf eine Probe stellen.
Fangen wir an beim Zusammenziehen. Da zeigt sich der Partner dann zwangsläufig auch von anderen Seiten, morgens unausgeschlafen, verstrubbelt und vielleicht ziemlich morgenmuffelig. Oder als ausgesprochener Frühaufsteher, der aus dem Bett hüpft und fröhlich singend die Dusche bevölkert. Was bei unverbindlichen Übernachtungen noch problemlos mit verklärtem Blick akzeptiert wird, kann sich im Zusammenleben als echte Zerreißprobe erweisen. Ein anderes Thema in dieser Zeit kann auch der Umgang mit Geld sein – gemeinsame Kasse oder Getrennte? Wie werden die Aufgaben im Haushalt verteilt? Trifft da Chaot auf Ordnungsliebe, birgt das reichlich Zündstoff.
Die nächste Belastungsprobe kann Schwangerschaft und Kleinkindzeit darstellen. War die Schwangerschaft vielleicht gar nicht oder nur einseitig erwünscht? Wer geht wann wielange in Elternzeit? Wie wird die Aufgabenverteilung aussehen? Mutiert die flippige Discogängerin zur behütenden Glucke? Wird dem leichtfüßigen Sonnyboy die Verantwortung zu viel? Flüchtet der frischgebackene Vater vor Augenringen, Säuglingsgeschrei und Bäuerchengesprächen in Überstunden oder gar in andere Arme? Wie sieht die Aufgabenverteilung tatsächlich aus? Und wie ist es mit dem Geld? Wer arbeitet wann wie viel? Wie regeln wir die Kinderbetreung?
Konfliktpotential ohne Ende tut sich auf. Eine sehr schwierige Zeit kann das werden. Eine Zeit, in der es noch wichtiger als sonst ist, im Gespräch zu bleiben und immer wieder neu zu schauen, was sich bewährt hat, was sich verändert, was sich verändern muss.
Irgendwann ist das dann alles soweit eingespielt, das Kind/ die Kinder werden größer, gehen zur Schule und neues Potential eröffnet sich. Wie hoch stecke ich die Anforderungen an den Nachwuchs? Wer hilft bei Schulschwierigkeiten und wie?
Mit Riesenschritten naht die Pubertät und bringt neuen Zündstoff mit. Und doch auch Entlastungen – die Kinder werden größer und selbständiger, langsam aber sicher bleibt mehr Zeit für das Paar. Was tun mit dieser Zeit? Können wir noch was miteinander anfangen?
Die Kinder werden flügge und verlassen das Haus – und nun? Gerade wenn ein Elternteil stark in Erziehung und Betreuung eingebunden war, wächst hier vielleicht der Wunsch nach einer neuen Perspektive und wirft die eingespielte Aufgabenverteilung möglicherweise wieder über den Haufen.
Wechseljahre, die für die Frauen eine einschneidende Veränderung darstellen und Midlife-Crisis tragen weiter dazu bei, dass kein Stillstand aufkommt. Und wenn das alles durchschippert ist, zeichnet sich schon der Eintritt ins Rentenalter am Horizont ab.
Das, was ich hier im Zeitraffer schildere, verteilt sich über Jahrzehnte. Die Veränderungen erfolgen selten abrupt. Gerade das birgt die Gefahr, dass eingeschliffene Verhaltensweisen beibehalten werden, obwohl sie nicht mehr von der Situation gerechtfertigt sind. So kann Unzufriedenheit entstehen, ganz subtil und lange unbemerkt, bis daraus dann die große Krise entsteht.
Im Gespräch bleiben und sich selbst und die Partnerschaft immer wieder neu definieren hilft dabei diese Zeiten vertrauensvoll und vertiefend zu erleben.
Ganz stark vereinfacht laufen die Zwiegespräche folgendermaßen ab:
Es wird ein fester, möglichst wöchentlicher Termin von etwa eineinhalb Stunden dafür vereinbart. Dieser Termin wird in den Kalender eingetragen und genauso wichtig genommen wie jeder andere Termin.
Jeder schildert dem anderen, wie er sich im Innersten gerade fühlt, was ihn am stärksten bewegt. Dabei bleibt er bei sich, beim eigenen Fühlen und Wahrnehmen. Jedem steht die gleiche Zeit für Zuhören und Erzählen zur Verfügung, am einfachsten geht das im Viertelstundenwechsel. Wichtig ist, dass der Zuhörende wirklich nur zuhört und weder wertet (auch nicht nonverbal), noch dazwischenspricht.
Das Ziel ist, dem anderen die momentane, eigene Befindlichkeit darzustellen, sich zu öffnen und intensive, wesentliche Gespräche zu führen.
Moeller hat dazu die fünf Bedingungen einer guten Beziehung geprägt.
Als erste Bedingung formuliert er den Satz “Ich bin nicht du und weiß dich nicht”. Auch wenn wir oft annehmen, uns gegenseitig gut zu kennen, wissen wir doch nicht, was nun im anderen wirklich vorgeht.
“Wir sind zwei Gesichter einer Beziehung und sehen es nicht” meint, dass wir im Wechselspiel stehen und nicht zwei völlig eigenständige Wesen sind.
“Dass wir miteinander reden, macht uns zu Menschen”- erst in intensiven Gesprächen tauschen wir uns auf einer tieferen Ebene aus.
“In Bildern statt in Begriffen sprechen” – durch gut verständliche, bildhafte Beispiele ermöglichen wir unserem Gegenüber einen Einblick in unser Inneres.
“Ich bin für meine Gefühle selbst verantwortlich” zeigt, dass unsere Gefühle nicht zwangsläufig über uns kommen, sondern von uns unbewusst gesteuert werden.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte ist auf der Homepage des inzwischen verstorbenen Michael Lukas Moeller zu finden.
Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich das Buch gleich jetzt bei Amazon bestellen:
Sie kommen so unausweichlich wie der nächste Schneematsch – die Beziehungskrisen.
Aber irgendwie sind sie in unserem Bild davon, wie eine Partnerschaft auszusehen hat, nicht vorgesehen. Umso größer ist dann die Ratlosigkeit und die Verlockung sich zu trennen.
Nun will ich ganz sicher nicht ein ‘Durchhalten um jeden Preis’ predigen – es gibt ganz bestimmt Situationen, in denen Trennung für alle Beteiligten der beste Weg ist. Und doch glaube ich, dass es in vielen Fällen auch anders ginge, wenn die Krise als Chance gesehen und genutzt wird.
In solchen Zeiten, in denen ohnehin alles in Frage gestellt ist, bietet es sich doch geradezu an, auch wirklich alles zu hinterfragen. Wenn die Karten auf den Tisch gelegt werden und das zur Sprache kommt, was stört, nicht passt oder fehlt, dann können sich Erkenntnisse ergeben, die verblüffen. Oft liegen die Bedürfnisse gar nicht so weit auseinander und wurden doch von beiden Partnern über Jahre hinweg unterdrückt. Auch wenn Krisen oft sehr plötzlich in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar werden, so bahnen sie sich doch über einen langen Zeitraum ihren Weg.
Eine heftige Krise bietet die Chance, sich seiner eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen wieder bewusst zu werden und die des Partners zu erfahren. Gerade das, was im Alltag so oft unter den Tisch fällt, kann jetzt zum Thema werden. Wenn nichts mehr zu verlieren ist, verlieren Konventionen ihren Wert. Es wird möglich, ganz neue Werte zu etablieren, solche, die für das Paar passen, ganz unabhängig davon, was gesellschaftlich akzeptiert ist.
Nicht immer gelingt es einem Paar allein, so miteinander zu sprechen, dass die Chancen auch genutzt werden können. Heftige Emotionen brechen auf und schnell wird dabei eine Ebene erreicht, die verletzt. Gerade für Paare, die bisher nicht miteinander im Gespräch waren, kann es sehr schwer bis unmöglich sein, in einer solchen Situation allein miteinander klar zu kommen. Dann ist ganz sicher ein geschulter, neutraler Vermittler im Rahmen einer Paarberatung sinnvoll.
Eine andere Hilfe in Krisenzeiten möchte ich morgen vorstellen, als ein wertvolles Hilfsmittel in aktuellen Krisen, eine Bereicherung in jeder Beziehung und eine Vorbeugemaßnahme für die nächsten kritischen Zeiten, die ganz sicher kommen werden.
Auch hier gilt wieder: Der nachfolgende Artikel ist vollkommen subjektiv, nicht wissenschaftlich abgesichert und beruht lediglich auf meinen persönlichen Ansichten und Erfahrungen.
Glotze aus und eine gemeinsame Mahlzeit am Tag
Seit etwa 14 Jahren schauen mein Mann und ich kaum noch fern. Mittlerweile hat das TV-Programm in unserem Tagesablauf überhaupt keinen Platz mehr. Und uns fehlt dabei gar nichts, wir wüssten nicht, was wir uns überhaupt anschauen sollten.
Nachrichten sind über Radio, Internet und Tageszeitung ausreichend abgedeckt, Filme die wirklich interessant sind, sehen wir uns etwa fünf Stück pro Jahr auf DVD an.
Wir ernten damit noch immer ungläubige Blicke – “was macht ihr denn abends?”.
Eigentlich ganz einfach – unsere gemeinsame Hauptmahlzeit mit der ganzen Familie ist das Abendessen. Das findet relativ spät (zwischen 19 und 29 Uhr) statt, weil eins der Kinder immer irgendein Sporttraining, Tanzstunde oder sonstige Aktivitäten hat. Schon während des Kochens geht bei uns das große Erzählen los – was hat sich den Tag über ereignet, wen hab ich getroffen, was ist noch zu erledigen usw.
Beim Essen setzt sich das fort, auch die Kinder berichten über ihren Tag. Entsprechend lang dauert die Mahl- und Erzählzeit. Eigentlich läuft das so den ganzen Abend weiter – irgendwann wird der Tisch abgeräumt, die Kinder machen sich bettfertig, kommen nochmal in die Küche, weil ihnen noch etwas wichtiges eingefallen ist, was sie noch erzählen wollten.
Und wenn die Teenies dann in ihren Zimmern sind, sind wir als Paar schon so im Erzählen drin, dass wir erst dann ein Ende finden, wenn die Augen anfangen zuzufallen.
Erleichtert wird das natürlich dadurch, dass wir eine relative große und behagliche Wohnküche haben.
Was wir so viel zu erzählen haben?
Wenn sich nicht aus den Erlebnissen des Tages ein Thema ergibt, dann ganz sicher aus den Hobbies und Interessen oder Ideen und Wünschen. Das muss man vielleicht erst (wieder) lernen, wenn vorher das große Schweigen geherrscht hat, aber irgendwann ist es so notwendigund selbstverständlich wie Wasser – im Gespräch bleiben.
Rituale für die Partnerschaft
Das Wort Rituale klingt vielleicht nach Routine und Langeweile oder gar nach irgendwelchen stocksteifen, religiösen Veranstaltungen. Das soll hier nicht gemeint sein. Nehmen wir lieber die Definition, die das Familienhandbuch für Paarrituale anbietet:
“Rituale entstehen im Verlauf des Zusammenlebens aufgrund bestimmter, aber auch zufälliger Ereignisse oder sich im Alltag entwickelnder Handlungsmuster. Diese empfindet das Paar als so angenehm, dass sie regelmäßig oder unregelmäßig wiederholt werden.
Es handelt sich bei Ritualen um vom Paar gemeinsam entwickelte symbolische Handlungen. Symbolisch, weil sie als “Sinnbilder” aufgefasst werden können, die entscheidende hintergründige Bedeutungen besitzen. Sie können daher dem anderen über die sichtbare Handlung hinaus etwas zu verstehen geben. Dabei sind auch jene Rituale eingeschlossen, die sowohl täglich wiederholt als auch einmalig ausgeführt werden. Folglich können auch einmalige, spontane Inszenierungen und kleinere Feiern eines Ereignisses (z.B. die berufliche Beförderung eines Partners oder ein positiver Schwangerschaftstest) für die Partner Rituale darstellen. Entscheidend ist letztendlich, was das Paar mit den gemeinsamen Handlungen für sich hervorhebt sowie der Ablauf der Ausführung. “
Ob es nun das ausgiebige Sonntagsfrühstück, ein gemeinsamer Spaziergang, die Tasse Kaffee nach dem Essen ist, bleibt jedem selbst überlassen.
In der Regel entwickeln sich solche Rituale von selbst, aber warum nicht gezielt welche suchen und einführen?
An einem Strang ziehen
Ich sehe den Punkt, an dem eine Beziehung kippen kann, da, wenn nicht mehr an einem Strang gezogen wird. Sei es nun nur, dass es eigentlich keine gemeinsamen Interessen oder Ziele (mehr) gibt oder sogar offen (oder verdeckt) gegeneinander gearbeitet wird.
Die Kinderaufzucht allein ist als gemeinsames Ziel nur in begrenztem Umfang und für eine begrenzte Zeit tauglich.
Nicht nichts ohne Dich
Ein weiterer, ganz wichtiger Faktor ist für mich, dass jeder auch seine eigenen Interessen und Erlebnisse hat. Sei es nun eine Fortbildung, ein Sport, ein Hobby, solche Aktivitäten tragen ganz entscheidend dazu bei, dass der Horizont nicht hinter der Haustür endet.
Gerade wenn ein Partner einen großen Teil der Zeit im Haus verbringt – sei es nun wegen Kinderbetreuung, Altenpflege oder Homeoffice – ist es zwingend notwendig, auch mal raus zu kommen, andere Menschen zu treffen und neue Eindrücke zu gewinnen.
Die richtige Balance zwischen Gemeinsamkeit und Distanz zu finden ist nicht leicht, aber notwendig.
Liebe Dich selbst
Eigentlich sollte das ja mittlerweile in den Köpfen angekommen sein – wer sich nicht selbst liebt, kann auch keinen anderen Menschen lieben.
Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch für andere sorgen.
Und doch ist es in der Praxis für die meisten Menschen unglaublich schwer, sich selbst Liebe und Wertschätzung entgegen zu bringen. Auch im Malatelier zeigt sich das immer wieder – und kann dort zum Thema gemacht und bearbeitet werden.
Der nachfolgende Artikel ist vollkommen subjektiv, nicht wissenschaftlich abgesichert und beruht lediglich auf meinen persönlichen Ansichten und Erfahrungen.
Was lässt Beziehungen scheitern? Woran liegt es, dass sich so viele Paare trennen und wie ließe sich das vielleicht verhindern? Was sind die Ursachen dafür?
Harmonie um jeden Preis (Streiten ist wichtig)
Vollkommene Harmonie, wortlose Übereinstimmung und niemals auch nur einen Hauch von Streit oder Missklängen – ist das nicht die ideale Beziehung?
Jeder kennt die Gedanken des anderen und natürlich laufen die niemals den eigenen entgegen.
Ganz ehrlich – für mich ist das mittlerweile eine echte Horrorvorstellung. “Reibung schafft Wärme” sagt der Volksmund so schön und treffend.
Streiten ist wichtig und sollte geübt und gepflegt werden. Damit meine ich jetzt nicht den destruktiven Streit, der in Brüllerei, Geschirr zerdeppern, Türen schlagen und möglicherweise körperliche Übergriffe eskaliert. Sondern den konstruktiven Streit, der den anderen nicht als Person angreift und dennoch unterschiedliche Meinungen zulässt. Nach zähem Ringen wird ein Kompromiss gefunden – oder auch nicht.
Das große Schweigen
Die Statistiken darüber, wie lange Paare miteinander sprechen, schwanken so zwischen 8 und 15 Minuten.
Hm – ich kann das ja kaum glauben und neige schon fast dazu, Churchill zu bemühen, der keiner Statistik glauben wollte, die er nicht selbst gefälscht habe.
Andererseits – gibt es sie ja, die Paare oder Familien, die ihre Mahlzeiten vor dem Fernseher einnehmen oder jeder dann, wenn er gerade will, die sich nur zwischen Tür und Angel begegnen und sich in gemeinsam verbrachter Zeit anschweigen.
Oder die andere Variante – einer schweigt, der andere hält Monologe. Und nicht zuletzt wird viel aneinander vorbeigeredet oder die Notwendigkeiten des Alltags durchgesprochen. Damit kommt man vielleicht über die statistischen Minuten hinweg, aber im echten Gespräch miteinander ist man trotzdem nicht.
Flaute im Bett
Hier behaupte ich, dass sie über kurz oder lang in jeder Beziehung mal einzieht – aus den unterschiedlichsten Gründen. Und auch wenn Frauenzeitschriften dieses Thema immer wieder aufgreifen und Tricks zeigen wollen, wie wieder frischer Wind in die Betten einzieht, glaube ich persönlich, dass auch solche Zeiten ganz einfach dazugehören.
Haus gebaut, Kind gekriegt, Scheidung eingereicht
Der Mix aus Stress, Schlafmangel und totaler Veränderung der Lebensumstände, das mit dieser Konstellation einhergeht, ist in meinen Augen eine der größten Gefahren für eine Partnerschaft.
Das Risiko, sich hier aus den Augen zu verlieren, ist extrem hoch.
Je nach Stärke der Harmoniebedürftigkeit, kann diese Situation mit mehr oder weniger langer Verzögerungszeit zum großen Knall führen. Ähnliche Situationen, in denen sich die Lebensumstände stark verändern, treten auch später noch auf, wenn die Kinder flügge werden oder der Renteneintritt zu ungewohnter Zweisamkeit führt.
Unzufriedenheit eines Einzelnen
“Mein Leben könnte so schön sein, wenn nicht mein Mann (meine Frau) immer vergessen würde den Müll runter zu bringen/wenn ich nicht immer allen hinterherräumen müsste/ wenn er(sie) doch nur auch mal was unternehmen würde…..usw”. Ein Partner ist unzufrieden – mit sich, seinem Leben, einer Situation. Anstatt zu überlegen (und umzusetzen) was wirklich erfüllend und sinnbringend wäre, wird die Verantwortung, um nicht zu sagen die Schuld beim Partner oder der Familie gesucht.
Schmetterlinge im Bauch und Schweben auf rosaroten Wolken, so sieht es zu Beginn einer neuen Beziehung meist aus.
Ich kann mich – auch wenn es bei mir schon fast 23 Jahre her ist – noch gut daran erinnern.
Und doch hält irgendwann ganz schleichend der Alltag Einzug – Aufregung und Herzflattern lässt nach, stattdessen macht sich ein wohliges Gefühl der wachsenden Vertrautheit breit – im Idealfall. Es kristallisiert sich heraus: Das wird was Ernstes!
Die aktuellen Scheidungsraten liegen auf anhaltend hohem Niveau, knapp über 50% und beweisen, dass es nicht selbstverständlich ist, über Jahrzehnte eine lebendige und erfüllende Partnerschaft zu leben.
Ich persönlich glaube nicht unbedingt daran, dass das früher besser war – die Bereitschaft sich zu arrangieren und zu verharren war lediglich größer.
Noch weniger glaube ich allerdings daran, dass es Schicksal ist, ob sich nun der richtige Partner, der für immer, findet.
Beziehungspflege – so lautet für mich das Zauberwort, mit dem es gelingen kann, eine Beziehung über lange Jahre lebendig zu halten.
Beziehungspflege
Beziehungspflege – jetzt neu mit einer Extraportion Harmonie!
Ach, wie interessant, „Love Care“ jetzt in der 500 ml Flasche für nur 7,99€ mit dem Plus an Aufmerksamkeit.
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Oder vielleicht nehme ich doch besser „Zweisamkeit“ mit 20% mehr Romantik? …
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Hier ist ja auch noch „Emotion“ im Sonderangebot, die 300 ml Flasche für 4,98€, das soll ganz gut sein, meint Petra, mit viel Sensibilität.
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„Hot Nights“ mit der Extradosis Erotik? Ach nein, danach ist mir eigentlich grad gar nicht…
Da bleib ich doch lieber bei meinem bewährten „Routine“ für nur einen Euro, auch wenn das aus 70% Langeweile besteht.
Im Drogeriemarkt steht diese Beziehungspflege allerdings nicht in den Regalen, sie erfordert vielmehr von den Partnern die Bereitschaft, sich aktiv um ihre Partnerschaft zu bemühen und einzusetzen.
Am 14. Februar werden sie wieder klingeln, die Kassen der Blumenläden.
Die Legende des Bischofs Valentin Terni, der im dritten Jahrhundert nach Christus Verliebte getraut hat, darunter auch welche, die damals eigentlich gar nicht hätten heiraten dürfen – und diesen Blumen aus seinem Garten schenkte, ist mittlerweile sehr stark kommerzialisiert.
Dahinter steht der Gedanke einen Tag den Liebenden zu widmen und das sehe ich durchaus positiv. Den Liebenden und Verliebten möchte ich in dieser Woche einige Artikel widmen, ganz speziell auch dem Gesichtspunkt, wie die Liebe lebendig gehalten werden kann und auch die unvermeidlichen Krisen übersteht und daran wächst.
Natürlich biete ich auch Geschenkgutscheine für Maleinheiten an. Die können entweder zu den regulären Terminen eingelöst werden (nach Voranmeldung) oder auch zu vereinbarten Sonderterminen. Ein sehr persönliches Geschenk für eine liebe Freundin, die Ehefrau oder Lebensgefährtin, Kinder und Jugendliche oder die liebe Mutter oder Oma.
Eigentlich ist es für alle Menschen geeignet, die ihre Kreativität wiederentdecken und ausleben möchten.
Es ist möglich, an Wochenenden ganz individuelle Workshops für zusammengehörende Personengruppen abzuhalten. Diese gestalte ich ganz nach den Begebenheiten und teilnehmenden Personen. Über das begleitete Malen im Atelier hinaus, sind dann auch weiterführende Übungen möglich, wie zum Beispiel Phantasiereisen oder Wahrnehmungsübungen.
Auch das gemeinsame Gestalten eines Bildes ist hier machbar – für Paare, Familien, kleine Projektgruppen oder auch gute Freundinnen.
Du möchtest mehr darüber wissen? Schick mir einfach eine Mail, ich rufe auch gern zurück.
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