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Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

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Osterferien – Extratermine für Kinder und Jugendliche

Wir wollen die Osterferien nutzen und uns mehr Zeit für die Kreativität nehmen.

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Introvertierte Kinder

Auch wenn sie kaum auffallen – es gibt sie doch: die introvertierten Kinder.

verträumter junge

Stille Wasser ...

Wo andere rumtoben und schreien, wild spielen und eher gebändigt werden müssen, da sitzen sie vielleicht ganz versunken mit einem Buch oder Spielzeug still in ihrer Ecke. Sie sind zurückhaltend und ruhig, dabei aber nicht unbedingt verschüchtert. Oftmals gehen sie im Trubel unter, finden wenig Beachtung. Es ist ihr Naturell, dass sie schon sehr früh sehr viel mit sich selbst ausmachen.

Für Eltern, Lehrer und Erzieher sind diese Kinder eigentlich recht angenehm zu handhaben, auch wenn es oftmals schwer ist, zu differenzieren, ob sie nun geistig anwesend sind oder vielleicht in eine Traumwelt versunken.

Gerade bei Kindern mit diesem Grundcharakter ist es oft sehr schwer zu erkennen, wenn sie etwas bedrückt und unter Umständen fast unmöglich herauszufinden, was das nun ist.

Diese Kinder brauchen ganz besonders viel Achtsamkeit und Aufmerksamkeit – vor allem dann, wenn man als Elternteil oder andere Bezugsperson auch nur den Hauch einer Ahnung hat, dass sie Probleme mit sich herumtragen. Da gilt es ganz genau zuzuhören, auf kleinste Andeutungen zu achten und sich viel Zeit für Gespräche und Beschäftigung zu nehmen.

Ich habe solche Kinder im Malatelier und ich habe sie gern da.

Ihre Bilder sind für sie eine Möglichkeit, um Sorgen und Nöten Ausdruck geben zu können, ohne dafür Worte finden und gebrauchen zu müssen. Diese Bilder können ein Hilfeschrei sein, der oft unspektakulär daherkommt. Genaues Hinschauen ist notwendig, nicht nur auf das fertige Bild, sondern vielmehr noch auf den Malprozess.

Es kann dann sein, dass das Malen allein schon hilft, ein Problem zu klären. Es kann aber auch sein, dass sich beim Malen zeigt, dass zusätzliche Hilfe notwendig ist. Aber so gut wie immer hilft das Malen dabei, dies zu erkennen und zu ermöglichen.

Dein Kind gehört zu diesen stillen Zeitgenossen und irgendetwas erscheint Dir merkwürdig? Magst Du es vielleicht mal zum Malen vorbeibringen?

 

Bildquelle: wikicommons

Ein halbes Jahr im Malraum…

… und ich darf Euch das erste und das letzte Bild in diesem Zeitraum zeigen. Der inzwischen zwölfjährige Maler hat sein Einverständnis dazu gegeben. Hier ist sein erstes Bild:

Das erste Bild

Das erste Bild

Natürlich war auch für ihn das Malen zunächst sehr ungewohnt. Die Bilder hängen direkt an der Malwand, so hoch, dass der Malende sich seinem Bild ganz öffnen muss. Das geht anfangs ganz schön in die Arme und Schultern, aber daran gewöhnt man sich und baut so, ganz nebenbei, auch noch Muskulatur auf.

Die Farben sind auch ganz anders als die herkömmlichen Wasserfarben, mit denen Kinder in der Schule malen. Sie sind dickflüssiger und streichen sich anfangs etwas zäh über das Papier. Aber nach ein bis zwei Maleinheiten klappt das alles ohne Probleme.

Und so sieht es beim neunzehnten Bild dann aus:

ein halbes Jahr später

ein halbes Jahr später

Die Darstellung ist wesentlich differenzierter geworden. Auch kleinen Details wird Aufmerksamkeit gewidmet. Die Feinmotorik hat sich deutlich weiterentwickelt.

Nicht nur zur Weihnachtszeit – Geschenkgutschein

Natürlich biete ich auch Geschenkgutscheine für Maleinheiten an. Die können entweder zu den regulären Terminen eingelöst werden (nach Voranmeldung) oder auch zu vereinbarten Sonderterminen. Ein sehr persönliches Geschenk für eine liebe Freundin, die Ehefrau oder Lebensgefährtin, Kinder und Jugendliche oder die liebe Mutter oder Oma.

Eigentlich ist es für alle Menschen geeignet, die ihre Kreativität wiederentdecken und ausleben möchten.

Es ist möglich, an Wochenenden ganz individuelle Workshops für zusammengehörende Personengruppen abzuhalten. Diese gestalte ich ganz nach den Begebenheiten und teilnehmenden Personen. Über das begleitete Malen im Atelier hinaus, sind dann auch weiterführende Übungen möglich, wie zum Beispiel Phantasiereisen oder Wahrnehmungsübungen.

Auch das gemeinsame Gestalten eines Bildes ist hier machbar – für Paare, Familien, kleine Projektgruppen oder auch gute Freundinnen.

Du möchtest mehr darüber wissen? Schick mir einfach eine Mail, ich rufe auch gern zurück.

Mobiles Malatelier – der Malraum kommt zu Dir

Mobiles Malen

Mobiles Malen

Manchmal ist es wünschenswert oder erforderlich, das Malen außerhalb des eigentlichen Malraums anzubieten.

Ob nun in Einrichtungen für Senioren oder in  Schulen, am Krankenbett oder im Jugendraum. Auch wenn dann ein paar kleine Einschränkungen auftreten, ist das Malen grundsätzlich auch mobil möglich. Wichtig ist, dass sich die Malenden in aufrechter Haltung zu ihrem Bild befinden können.

Mobil wird das mit Staffeleien ermöglicht, denn nicht überall lassen sich Malwände einrichten, auf denen das Papier direkt befestigt werden kann.

Je nach Anzahl der Malenden wird ein ausreichend großer Raum benötigt, pro Malendem etwa 1m²

Platz für die Farben

Platz für die Farben

Grundfläche. Dazu ein Tisch oder Regal für die Farben.

Die Staffeleien sollten kreisförmig, u-förmig oder in zwei gegenüberliegenden Reihen aufgestellt werden können, um mir einen freien Blick auf alle Bilder zu ermöglichen.

Der Boden wird abgedeckt und so vor Farbklecksen geschützt.

Alternativ kann auch mit Ölkreiden gemalt werden, die klecksen gar nicht.

Die Bilder stammen von einem “Mal Dich frei” Workshop im hiesigen Jugendraum, bei dem 8 Kinder zum Malen da waren. Und trotz der improvisierten Umgebung, stellte sich die gleiche konzentrierte Atmosphäre wie im echten Malraum ein.  Die Kinder malten 2 Stunden lang hochkonzentriert und begeistert und waren richtig enttäuscht, als die Zeit um war. Die Jugendpflegerin war begeistert über die Ruhe, die in dieser Zeit herrschte.

Sehr schön kann ich mir das auch für einen besonderen Kindergeburtstag vorstellen. Vielleicht ja schon bald bei Euch?

Was fehlt dem Bild?

Was fehlt dem Bild nur?

Was fehlt dem Bild nur?

An diesem Dienstag kam der Zwölfjährige schon richtig unleidlich ins Atelier. Er war so richtig mies drauf, nichts wollte ihm gefallen. Ich wusste, dass er in einer sehr schwierigen Situation steckte und versuchte, ihm das Malen doch schmackhaft zu machen.

Zuerst konnte er sich kaum entscheiden, wie das Papier gehängt werden soll, halbherzig lies er sich schließlich auf das Querformat ein. Lustlos fing er an eine beliebige Farbe aufs Papier zu bringen, zunächst bogenförmig. Mit dem nächsten Pinsel malte er darüber, brachte eine Farbe nach der anderen übereinander auf. Der anfängliche Bogen erweiterte sich zur liegenden Acht.

Die Farben vermischten sich zu einem grünlich-bräunlichen Grau. Immer schneller übermalte er immer wieder die gleichen Stellen.

Irgendwann beschloss er, es sei jetzt fertig.

Aber zufrieden war er mit seinem Bild nicht, überhaupt nicht.

Meine Anregung, es sich mit etwas Distanz anzuschauen nahm er an. Auf die Frage, ob ihm etwas dazu einfalle, ob er was darin erkennen könne, was er weiter ausarbeiten könnte, um vielleicht doch noch zufrieden mit dem Bild zu werden, entlockte ihm nur ein Kopfschütteln.

Er betrachtete sein Bild eine ganze Weile aus der Entfernung, bevor er sich zu mir drehte und erklärte: „Sabine, ich weiß jetzt, was dem Bild fehlt!“

Daraufhin ging er zu seinem Bild und gab ihm einen Kuss. „Jetzt hab ich es gern!“

“Das hat Spaß gemacht!”

…erklärte mir der Junge, der am Dienstag zum ersten Mal zum Malen da war, mit leuchtenden Augen und strahlendem Gesicht.

Der zwölfjährige war als Extremfrühchen geboren und hat noch immer mit Entwicklungsverzögerungen als Spätfolge zu tun. Dazu kommen soziale Probleme. Er ist ein eher stiller, braver Junge, der in einer lebhaften Klasse untergeht und oft durch die Unruhe der anderen mitgestraft wird. Anschluß findet er nur schwer, wird auch häufiger ausgelacht oder gehänselt. Intellektuell und kognitiv ist er seinem Alter voraus, körperlich gehört er zu den Kleinsten der Klasse.

Vor kurzem starb auch noch der Opa, der ihm eine sehr wichtige Bezugsperson war.

Er musste sich ziemlich überwinden, das Malen auszuprobieren, denn durch den schulischen Kunstunterricht gab es schon frustrierende Erlebnisse, er bemüht sich und kann nicht so, wie es erwartet wird. Nur weil der beste Freund schon seit längerer Zeit bei mir malt, wollte er es dann doch auch ausprobieren.

Schon gleich zu Beginn, nachdem ich ihm die Atelierregeln erklärt hatte, eröffnete er mir “Das find ich total gut, dass nix über die Bilder der anderen gesagt werden darf – in der Schule lachen sie mich aus”.

Nach einer halben Stunde (die Kirchturmuhr schlug), stellte er fest, dass die Zeit soooo schnell rumgeht und bedauerte es, dass die Maleinheit ‘nur’ eine Stunde geht.

Beim Malen zeigten sich schon Unterschiede in den Bildern der beiden fast gleichaltrigen Jungs. Wenn ich aber an das erste Bild des anderen Jungen zurückdenke, liegt das auch in der Übung begründet.  Zwischen den beiden war das aber überhaupt kein Thema, jeder konnte sich am Bild des anderen genauso freuen, wie am eigenen. Beide haben in der Stunde ein Bild fertigbekommen, zum Schluß erzählten sie die Geschichte zu ihrem Bild. Sie waren sehr zufrieden mit ihren Bildern und es ging ihnen richtig gut damit.

Mir zeigten sich erste Ansatzpunkte im Bild, die ich im Auge behalten werde.

Und nächste Woche kommt er wieder…

Wahrnehmungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen…

…sind nur zwei Indikationen, bei denen für Kinder das freie Malen förderlich sein kann.

Auch bei Sprachproblemen, Schlafstörungen, Ängsten, ADS/ADHS, Dyskalkulie, Legasthenie, körperlichen Handicaps und vielen anderen ist das Malen eine wertvolle Unterstützung zu den dann angewandten Therapien.

Warum? Auf der einen Seite fördert es die Integration der Hirnhälften. Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, im geschützen Malraum, Gefühle zu äußern. Frustrationen, die als Folge der ursprünglichen Störungen auftreten, können so verarbeitet werden. Durch die kritikfreie Atmosphäre gibt es Erfolgserlebnisse, die das Selbstbewusstsein stärken. Noch mehr Argumente dafür sind hier zu finden.

Das Malen ersetzt aber keineswegs eine Ergotherapie oder Logopädie und natürlich schon gleich gar nicht den Arztbesuch. Es kann aber diese Therapien verstärken und unterstützen. Generell schadet es bei keinem Kind.

Und wenn das Kind nicht gern malt? Gerade dann lohnt sich ein Schnupperbesuch im Atelier, denn durch die spezielle Atmosphäre und die anregenden Materialien finden die meisten Kinder doch Spaß daran.