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Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

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Wasserfarben – oder – wie nehme ich meinem Kind den Spaß am Malen?

Womit dürfen Kinder malen?

Ich persönlich finde Wasserfarben für Kinder einfach furchtbar. Gut sie sind billig preiswert und der trockene Farbkasten ist ganz gut zu transportieren.

Liebe Kunstlehrer, bevor Ihr jetzt auf mich einprügelt – ich kenne die entsetzten Blicke und Kommentare der Eltern, wenn für istdochnur Kunst Geld ausgegeben werden soll. Von daher verstehe ich diesen Kompromiss irgendwo. Und die “besseren” Hersteller haben schon eine passable Qualität.

Aber trotzdem finde ich für Kinder Wasserfarben einfach nur furchtbar oder genauer – ungeeignet.

Es wird in der Regel ein (oder manchmal sogar zwei) Borstenpinsel dazu verwendet. Nach ca. fünf Minuten hat der dann die gleiche schmutzig-grau-grün-braune Färbung wie der zugehörige Wasserbecher. Die Dreckbrühe verteilt sich gleichmässig auf alle weiteren Farben und verwandelt leuchtendes Gelb in grünlichen Senf.

Zumeist decken die Farben auf dem Papier auch nicht, weil die Schüler wenig Lust haben (oder es nicht wissen), die Farbe solange mit wenig Wasser anzurühren, bis sich Bläschen darauf bilden. Denn dann und erst dann, decken die Farben einigermaßen.

Und die Pinsel? Störrische Borstenpinsel werden gebraucht, um das Rühren im Farbnapf halbwegs unbeschadet zu überstehen. Mit diesen lässt sich dann aber nur sehr schwer die Farbe auf dem Papier auch wirklich auf die vorgesehenen Stellen bringen, wegstehende Pinselhaare sorgen dafür, dass die Farbe in die schon bemalten Stellen eindringt und dort dann zum Vermischen führt, wenn die dortige Farbe noch nicht vollständig getrocknet war. War sie es, dann legt sich die neu aufgetragene Farbe wie eine Lasur über die vorhandene und helle Farben decken Dunkle keinesfalls ab.

Entgegen der landläufigen Vorstellung sind Wasserfarben auch nicht mehr wasserlöslich, wenn sie mal getrocknet sind – nein, auch nicht auf Textilien.

An den Zuständen in den Schulen werde ich hier sehr wahrscheinlich nichts ändern können – aber, liebe Eltern, die Ihr zu Hause Euren Kindern etwas Gutes tun wollt:

Stellt ihnen zum Malen halbwegs vernünftiges, kindgerechtes Material in Form von Flüssigfarben (Tempera oder Gouache) zur Verfügung!

Christo mit Kindern

Im Moment ist es wieder eher ruhig um ihn geworden – Christo und seine Frau Jeanne-Claude, die alle paar Jahre spektakuläre Verpackungskunst zelebrieren.

Im Jahr 2005, Christo hatte damals gerade den Central Park in New York mit seinen Gates bereichert, griff ich das Thema mit Grundschulkindern auf.

Wir haben uns zunächst ältere Werke von  Christo in Büchern angeschaut und besprochen, danach haben die Kinder untersucht, wie sich Alltagsgegenstände durchs Verhüllen verändern. Das zur Verfügung gestellte Material waren verschiedene dünne Papiere, Stoffe, Folien, Schnüre und Wolle, was gerade greifbar war. Alle Beteiligten waren fasziniert davon. Unsere Sehgewohnheiten wurden offensichtlich und auf eine Probe gestellt.

Noch in der Entstehung:

Geduldsarbeit...

Geduldsarbeit...

Und was verbirgt sich hier?

Christo2Und da?

Christo3Wer erkennt die verhüllten Gegenstände?

Kneten – ob nun mit Knete, Ton oder Plätzchenteig

Ein absolutes Top für Kinder ist alles, womit man kneten kann.

Ob nun bunte Kinderknete, selbstgemachte Kinderknete, ein schöner großer Tonklumpen oder auch – gerade in der Vorweihnachtszeit – Plätzchenteig, fast alle Kinder kneten leidenschaftlich gern.

Und damit tun sie sich instinktiv sehr viel Gutes. Nicht nur die Kreativität wird hier angeregt, sondern auch die Motorik wird gefördert. Dabei dürfen durchaus auch die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz kommen, je vielfältiger die Anregungen, desto besser.

Die bunte Kinderknete verlockt zum phantasievollen Gestalten. Je nach sonstigen Interessen der kinder entstehen hier Torten, Obst, Tiere oder Figuren. Je kleiner und feiner gestaltet wird, desto mehr wird die Feinmotorik gefördert. Es gibt spezielle Knetwerkzeuge, aber auch ein Plastikbesteck kann hier gute Dienste leisten. Wir hatten die Vereinbarung, dass die allerschönsten Werke getrocknet werden dürfen, der Rest wird wieder weiter verknetet.

Ton bietet sich geradezu an zum abreagieren. Die Arbeitsfläche kann man mit einem alten Wachstuch oder einer Plastikfolie auslegen, gerät Ton an die Kleidung, lässt er sich nach dem Trocknen einfach ausbürsten. Das Material muss zunächst kräftig weichgeknetet werden, das ist durchaus auch mit Kraftaufwand und der Grobmotorik verbunden. Gerade für ADHS Kinder und Kinder mit Wahrnehmungsstörungen ist Ton ein optimales Material. Ist der Ton dann weichgeknetet, wird ein immer differenzierteres Arbeiten möglich. Auch hier können die allerschönsten oder wichtigsten Werke an der Luft getrocknet werden. Die Auswahl sollte dabei auf jeden Fall dem Kind überlassen bleiben. Ton kann in einem Eimer mit gut schliessendem Deckel lange aufbewahrt werden, ist er etwas angetrocknet, so kann er mit Leitungswasser wieder geschmeidig gemacht werden.

Und auch Plätzchenteig bietet viele gestalterische Möglichkeiten. Neben dem klassischen Kneten, Ausrollen, Ausstechen kann auch hier frei geformt werden, kleine Brote für den Kaufladen oder Brezeln zum Beispiel.

Dafür habe ich ein Rezept, das auch bei längerem Kneten nicht klebt:

250 g Butter oder Margarine

200 g Zucker

1 Vanillezucker

1 Eigelb

1 Prise Salz

1/2 Tasse Milch (ca. 70-80ml)

500 g Mehl

Die Plätzchen bei 170° etwa 10 bis 12 Minuten backen.

Probier’s mal aus und berichte von Deinen Erfahrungen damit! Oder hast Du einen anderen tollen Vorschlag?

Kunst gucken – es geht auch ohne Museum

War kein Museum zu besuchen, haben wir uns oft auch Kunstbände angeschaut. Die waren oft viel interessanter als Bilderbücher.
So war zum Beispiel eine Abbildung von Jan Brueghel d. J. “Der Einzug der Tiere in die Arche Noah” Inspiration für gleich mehrere Bilder meiner Kinder.
Zunächst haben wir gemeinsam die Arche Noah Geschichte zusammengetragen, die beiden wussten schon recht viel darüber.
Interessant kann es auch sein, etwas über die Zeit, zu der das Bild gemalt wurde, und den Maler zu erzählen. Viele Kurzbiografien berühmter Maler sind hier zu finden.
Und hier ist das Original Arche-Noah-Bild von Brueghel zu sehen.

Meine Tochter hat es im Alter von 8 Jahren so dargestellt:

Die Tiere gehen zur Arche

Die Tiere gehen zur Arche

Kleine Randanmerkung: Dieses Kind war in der Malentwicklung ihrem Alter schon immer sehr weit voraus, bitte keine Sorgen machen, wenn andere 8jährige noch nicht so malen.

Der damals sechsjährige Sohn hat sich ganz stark von der Vorlage gelöst. Eigentlich sehr logisch und schlüssig, hat er erklärt, ‘da muss die Arche drauf’, sonst wissen doch die Tiere gar nicht, wo sie hin sollen. (schmunzel)

Wenn die Arche nicht auf dem Bild ist, wissen die Tiere nicht, wo sie hin müssen.

Wenn die Arche nicht auf dem Bild ist, wissen die Tiere nicht, wo sie hin müssen.

Man beachte die “Leiter” am Mast der Arche, das stellt eine andere Form der unorientierten Tastfigur dar.

Vom Bruder inspiriert, malte die Tochter dann noch ein zweites Arche Bild. (lächel) sogar die Schildkröten von ihrem ersten Bild, haben ihr Plätzchen gefunden. Und unübersehbar das Spinnenpärchen, das auf der Arche seine Netze gesponnen hat.

Die Arche mit dicken Regenwolken

Die Arche mit dicken Regenwolken

Ganz typisch für Kinderbilder sind hier die Bullaugen, die als Achse angeordnet sind.

Mit Kindern Kunst gucken

Ab dem späten Kindergartenalter sind wir mit unseren Kindern immer mal wieder in Museen gegangen, haben uns dort gemeinsam Bilder angeschaut und darüber gesprochen. Verschiedenes habe ich ihnen dazu altersgerecht erklärt.
Manchmal hatte das auch zur Folge, dass wir nicht nur Aufmerksamkeit bei den Museumsbediensteten, sondern auch bei den Besuchern ernteten.So hatten wir beispielsweise bei der sehr gut besuchten “Der blaue Reiter” Ausstellung im Ludwigshafener Hack-Museum zwei reizende ältere Damen als interessierte Zuhörerinnen.
Anschließend habe ich mich dann zu Hause mit den Kindern hingesetzt und sie malen lassen. Es ist absolut faszinierend, wie Kinder diese Themen dann selbst umsetzen, oftmals mit einem untrüglichen Blick für das Wesentliche der gesehenen Werke und erfrischenden eigenen Interpretationen.
In der Mannheimer Kunsthalle war es sogar möglich, dass die Kinder mit ihren Zeichenblöcken im Flur auf Stühlen sitzend vor Ort malen konnten – natürlich mit Blei- und Buntstiften und nicht mit Flüssigfarben.
Ganz wichtig dabei ist, nicht zu erwarten, dass Kinder das Gesehene mehr oder weniger kopieren, sondern ihre eigenen Interpretationen und Darstellungen zu fördern.
Wenn also beispielsweise ein Kind, angesichts der bunten Tiere von Franz Marc widerspricht und Tiere in ihren natürlichen Farben malt, ist das vollkommen in Ordnung. Und wenn ein Kind die Ausstellung gesehen hat und anschließend lieber Autos malt, ist auch das OK.

Top oder Flop?

Das Angebot rund um das Malen und Basteln für Kinder ist enorm groß und vielfältig. Ich versuche jetzt eine subjektive Einschätzung, basierend auf meiner eigenen Erfahrung als Mutter und meinem beruflichen Hintergrund, was wirklich empfehlenswert ist und was man sich getrost schenken kann.

Die Flops:

Malbuch – interessiert meiner Erfahrung nach vor allem die Kleinen, die darin lustig rummalen, ohne sich an den vorgezeichneten Linien zu stören. Reines Ausmalen wird von Kindern als stupide empfunden, ich kann es ihnen gar nicht verübeln. Eine Ausnahme gibt es – Mandalas.

Malen nach Zahlen – nach meiner Erfahrung bleiben die Bilder zumeist angefangen liegen, weil reines Ausmalen, noch dazu mit vorgegebenen Farben, als langweilig empfunden wird.

Zeichnen lernen Schritt für Schritt – so und ähnlich heißen die Bücher, die versprechen, dass man mit ihrer Hilfe ganz schnell zeichnen lernt. Aus geometrischen Grundformen werden Figuren aufgebaut. Brave und geduldige Kinder zeichnen vielleicht noch ein paar der abgebildeten Figuren nach, aber zeichnen lernen sie dabei nicht. Das Erkennen der geometrischen Grundformen in Körpern erfordert eine hohe Abstraktionsfähigkeit, über die Kinder – bis weit über das Grundschulalter hinaus – noch nicht verfügen.

Top:

freies Malen – ohne Themenvorgabe einfach nur das Malen, was gerade wichtig ist.

Mandalas – das mögen einige Kinder sehr gern, die meditative Komponente beruhigt und fördert die Konzentration. Viele Mandalas können im Web zum privaten Gebrauch kostenlos runtergeladen werden, zum Beispiel hier. Ich würde dabei darauf achten, dass wirklich die charakteristische Mandalaanordnung eingehalten wird und nicht einfach willkürliche Motive in einem Kreis angeordnet sind.

Punkt zu Punkt – meine Kinder mochten es sehr, allerdings war nur das Verbinden der Punkte interessant, anschliessendes Anmalen nicht. Besonders interessant waren die Bilder, die nicht gleich offenbarten, was sich hinter den Punkten versteckt. So ganz nebenbei haben sie dabei auch noch Zählen gelernt.

Zaubertafel – die war eine ganze Weile interessant, das Malen und wieder Auslöschen hat fasziniert und gerade für unterwegs war es wirklich praktisch und beliebt.

Stempel – heißgeliebt, je mehr, je lieber. Optimal sind die selbstfärbenden Stempel, die kein Stempelkissen brauchen. Und auch sehr begehrt waren bei uns die Stempelstifte. Beides gibt es mit allen erdenklichen Motiven.

“Kreative-Events” – zu besonderen Gelegenheiten haben wir ein gemeinsames Kreativ-Event gestartet, bei dem dann auch mit besonderen Materialien gearbeitet wurde. Beispiele dafür gibt es in den nächsten Tagen.

Und hier wieder eine kleine Auswahl der empfehlenswerten Materialien:

Und noch bunter – kleine Materialkunde

Das ist gut genug für Kinder – wie oft hört man das im Zusammenhang mit Mal- und Bastelmaterialien.
Bettina Egger schreibt in Faszination Malen: Praktisches, Erzieherisches, Anregendes
dazu:
„Das Gegenteil ist richtig. Besonders Kinder werden durch schlechtes, mangelhaftes Material schnell entmutigt, so sehr, dass sie das Malen ganz aufgeben. Während ein künstlerisch begabter Erwachsener mit einem Borstenpinsel, drei Pulverfarben und Zeitungsmakulaturpapier notfalls noch ein befriedigendes Resultat erzielen kann, muss das Kind aufgeben. Will es mit diesem Borstenpinsel eine Linie malen, so wird es das Nichtgelingen nicht dem ungeeigneten Borstenpinsel, sondern seiner eigenen Unfähigkeit zuschreiben. Es wird entmutigt und gibt auf.“

Soweit die fachliche Sicht. Als Mutter zweier sehr kreativer und produktiver Kinder kenne ich natürlich auch die andere Sicht – den Blick in den Geldbeutel.

Wir haben es immer so gehandhabt, dass es besondere „Malereignisse“ gab, unter meiner Aufsicht, bei denen wurde dann mit außergewöhnlichem und hochwertigem Material gearbeitet.

Daneben gab es aber immer auch das Alltagsmaterial, über das die Kinder eigenständig verfügen konnten. Das war eine Kiste mit verschiedenen Papieren, da durften die Reste von gemeinsamen Bastelarbeiten zum Weiterverwerten rein, aber auch Prospekte, Kataloge, Briefpapier von nicht mehr exisitierenden Firmen. Daneben hatten sie vernünftige Bastelscheren zur Verfügung und die heißgeliebten Figurenstanzer. Ein Becher mit ordentlichen Filzstiften sowie eine Schachtel brauchbarer Buntstifte waren Standard. Immer verfügbar war Gummibärchenkleber, der nicht nur völlig ungiftig und billig ist, sondern auch noch über den Vorteil verfügt, dass er von Boden oder Möbeln abwaschbar ist.

Woran brauchbare Buntstifte zu erkennen sind? Sie haben relativ weiche Minen, die schon bei leichtem Druck einen gut farbigen Strich hinterlassen. Gerade für kleine Kinder bieten sich dabei die dicken Buntstifte an (entweder die gängigen Marken oder die von „Feinkost Albrecht“). Stifte, die beim Zeichnen kratzen oder nicht deutlich färben sind unbrauchbar, für Kinder und Erwachsene! Stifte, die ständig abbrechen sind ein Ärgernis, kein Material!

Bei den Filzstiften zahlt sich Qualität aus – nicht nur, dass die guten Exemplare (wir hatten Kinderfilzstifte von Edding) sich aus Kleidern auswaschen lassen, sie trocknen auch nicht so schnell aus. Besagte Markenstifte haben bei uns etliche Jahre gehalten und waren somit im Endeffekt günstiger als die billigen Großpackungen.

Bei Wachsmalkreiden habe ich große Qualitätsunterschiede festgestellt, wir hatten davon ein riesiges Sammelsurium aus ungeklärten Quellen (Altbestände aus der Verwandschaft, Beigaben aus diversen Kinderzeitschriften, usw.). Ein Teil davon roch schon derart eklig, dass ich irgendwann den ganzen Berg entsorgt habe. Stattdessen würde ich zu guten Ölkreiden raten, die kosten auch nicht die Welt.

Ab etwa 5 Jahren gehört noch unverzichtbar (nach Meinung der Kinder) Glitzerkleber dazu.

Anscheinend war diese Mischung gar nicht so falsch, denn noch heute malen und basteln meine Kinder ausgesprochen gern – mit jetzt 12 und fast 14 Jahren.

Hier ist eine Beispielzusammenstellung empfehlenswerter Materialien:

Jetzt wird’s bunt – Malen mit Kindern

Nach so viel Novembergrau schreit meine Seele geradezu nach Farben und was kann es Schöneres geben, als Kinder, die ihre Kreativität entdecken und ausleben dürfen.

Fangen wir mal ganz vorn an – ab wann kann man denn Kinder überhaupt malen lassen?

Mit meinen eigenen Kindern habe ich gemalt, ab dem Tag, an dem sie einen Stift halten und über Papier, bzw Stoff bewegen konnten. Optimal für diese Anfänge sind solche dicken Buntstifte oder auch die Stockmar Wachsmalblöcke. Unvergesslich ist mir der Augenblick, in dem sie entdecken, dass sie auf diese Art Spuren hinterlassen können.

Und schon sehr früh, durften sie auch auf anderen Materialien als Papier tätig werden. Ein unvergessenens Bild ist für mich, die Tochter mit zweieinviertel Jahren am kleinen Kindertisch stehend, der Sohn, gerade 9 Monate alt auf meinem Schoß und beide malen ganz begeistert Seidenkrawatten und -kissenbezüge als Weihnachtsgeschenke für die Verwandtschaft. Wir hatten dafür große Stifte, ähnlich wie Eddings, die mit Seidenfarbe gefüllt sind. Normale Striche hinterlassen eine Farbspur, den Stift auf die Seide gedrückt und die Farbe fließt. Und jedes altersgemäße Kritzelknäuel wird durch das Material zu einem beeindruckenden Kunstwerk.

seide1

Diese speziellen Stifte sind wohl mittlerweile nicht mehr im Handel erhältlich, ich konnte sie zumindest online nirgends finden. Aber mit einem dicken Pinsel mit Spitze können etwas größere Kinder durchaus auch schon umgehen.

Gerade mit Seidenfarbe lassen sich auch leicht ganz tolle Effekte erzielen, grobkörniges Salz in die feuchte Farbe seideeffektgestreut und trocknen lassen, gibt wunderschöne Strukturen:seideeffekt1

Es lohnt sich auf jeden Fall, Kinder auch mal mit besonderen Materialien arbeiten zu lassen, auch wenn sie noch sehr klein sind. Das muss am Anfang auf jeden Fall unter Aufsicht und mit Unterstützung geschehen und bietet so die ideale Gelegenheit, um auch kleinen Kindern schon zu zeigen, dass es Materialien gibt, die mit besonderer Achtsamkeit behandelt werden müssen. Genau diese besonderen Materialien erlauben aber auch ganz besondere Ergebnisse. Und die Kinder erfahren so Wertschätzung für ihre kreativen Arbeiten.