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	<title>malen-befreit.de &#187; sucht</title>
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	<description>Gut begleitet malen</description>
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		<title>Er trinkt nur wenn&#8230;. er trinkt nur weil&#8230;.</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 18:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Hilft nicht weiter!</p>
<p>Wie hoch muss der Leidensdruck der Angeh&#246;rigen von S&#252;chtigen sein, bis die Entschuldigungen aufh&#246;ren?</p>
<p>Der Glaube an die Ver&#228;nderungsm&#246;glichkeiten von Menschen ist wichtig <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2011/11/30/er-trinkt-nur-wenn-er-trinkt-nur-weil/">Er trinkt nur wenn&#8230;. er trinkt nur weil&#8230;.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2979" class="wp-caption alignleft" style="width: 100px"><a href="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2011/11/90px-Whiskey_drinker.jpg"><!-- --><img class="size-full wp-image-2979" title="90px-Whiskey_drinker" src="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2011/11/90px-Whiskey_drinker.jpg" alt="alkohol,probleme,abh&#228;ngigkeit,alkoholmissbrauch" width="90" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Hilft nicht weiter!</p></div>
<p>Wie hoch muss der Leidensdruck der Angeh&#246;rigen von S&#252;chtigen sein, bis die Entschuldigungen aufh&#246;ren?</p>
<p>Der Glaube an die Ver&#228;nderungsm&#246;glichkeiten von Menschen ist wichtig und grunds&#228;tzlich eigentlich positiv. Wenn ich nicht daran glauben w&#252;rde, k&#246;nnte ich meinen Beruf an den Nagel h&#228;ngen.</p>
<p>Gleichzeitig sehe ich aber auch, dass Ver&#228;nderungen nur aus eigenem Antrieb und eigenem Leidensdruck stattfinden k&#246;nnen. Einen anderen Menschen zu ver&#228;ndern ist unm&#246;glich, wenn dieser das nicht selbst wirklich will. Ihn in seinem Unwillen aber zu unterst&#252;tzen ist kontraproduktiv. Entschuldigungen, wie sie die &#220;berschrift andeutet, lassen sich immer finden. Mal ist es der Stress im Beruf, mal der Private. Der Trinker wird von Freunden dazu verf&#252;hrt oder durch die Umst&#228;nde dazu gezwungen. Er w&#252;rde ja gern aufh&#246;ren, wenn nur erst&#8230;.</p>
<p>Es gibt <strong>keinen</strong> vern&#252;nftigen Grund Alkohol zu trinken, Pillen oder sonstige Drogen zu nehmen. Kein Problem der Welt wird dadurch gel&#246;st, im Gegenteil: Beziehungen zerbrechen daran, der F&#252;hrerschein ist (hoffentlich schnell genug) weg.</p>
<p>Und doch wird von Nahestehenden nach Verst&#228;ndnis gesucht, vermeintliche Gr&#252;nde gefunden. Verantwortungsgef&#252;hl kann dabei eine Rolle spielen und vielleicht der (unbewusste) Gedanke, Schuld am Konsum zu sein. Die Leidensf&#228;higkeit wird oft genug bis &#252;ber alle Grenzen hinaus strapaziert. Damit wird aber auch Leidensdruck vom S&#252;chtigen genommen. Wenn sein Verhalten gedeckt, wom&#246;glich sogar noch unterst&#252;tzt wird, sinkt sein Leidensdruck, der ihn vielleicht noch zur Ver&#228;nderung motivieren k&#246;nnte.</p>
<p>Gr&#252;nde f&#252;r diese Co-Abh&#228;ngigkeit gibt es unendlich viele, wahrscheinlich sogar noch mehr als f&#252;r die Abh&#228;ngigkeit.</p>
<p><strong>Ein allererster Schritt aus der Co-Abh&#228;ngigkeit heraus k&#246;nnte sein, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass  Alkohol-/Drogenmissbrauch kein Problem der Welt l&#246;st und deshalb auch nicht zu rechtfertigen ist. Durch kein &#8220;wenn&#8221; und &#8220;weil&#8221; &#8211; Basta <img src='http://malen-befreit.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Klar klingt das banal und ist nicht die L&#246;sung. Aber ein allererster Schritt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildquelle: <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e6/Whiskey_drinker.jpg/90px-Whiskey_drinker.jpg">WikiCommons</a></p>
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		<title>Binge Eating &#8211; Essattacken, die nicht mehr zu stoppen sind</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 12:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Rei&#223;&#8217; Dich zusammen!&#8221; funktioniert hier nicht. Binge Eating ist eine ernstzunehmende Essst&#246;rung, &#252;ber die ich einen informativen Film in der ARD Mediathek gefunden habe:
Binge Eating <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2011/08/28/binge-eating-essattacken-die-nicht-mehr-zu-stoppen-sind/">Binge Eating &#8211; Essattacken, die nicht mehr zu stoppen sind</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Rei&#223;&#8217; Dich zusammen!&#8221; funktioniert hier nicht. Binge Eating ist eine ernstzunehmende Essst&#246;rung, &#252;ber die ich einen informativen Film in der ARD Mediathek gefunden habe:<br />
<a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7863162">Binge Eating in der ARD Mediathek</a><br />
Wie im Film auch deutlich wird, findet hier ein Kontrollverlust statt -  der/die Betroffene kann nicht einfach verstandgesteuert aufh&#246;ren. Der Leidensdruck durch Ekel vor sich selbst und Schamgef&#252;hle ist oft ganz enorm und kann weitere psychische St&#246;rungen wie depressive Verstimmungen, Angst- oder Pers&#246;nlichkeitsst&#246;rungen mit sich bringen.</p>
<p>Begleitetes Malen kann begleitend zur Psychotherapie hilfreich sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Freispruch f&#252;r Mama!</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 16:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freispruch f&#252;r Mama!
<p class="wp-caption-text">Freispruch f&#252;r Mama!</p>
<p>Ganz egal, was bei Kindern und Jugendlichen schiefl&#228;uft, immer gibt es kritische und vor allem selbstkritische Blicke auf die Eltern, <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2011/08/03/freispruch-fur-mama/">Freispruch f&#252;r Mama!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Freispruch f&#252;r Mama!</h2>
<div id="attachment_2861" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2011/08/120px-JudgesTools.jpg"><!-- --><img class="size-full wp-image-2861" title="120px-JudgesTools" src="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2011/08/120px-JudgesTools.jpg" alt="Das Urteil ist gef&#228;llt" width="120" height="90" /></a><p class="wp-caption-text">Freispruch f&#252;r Mama!</p></div>
<p>Ganz egal, was bei Kindern und Jugendlichen schiefl&#228;uft, immer gibt es kritische und vor allem selbstkritische Blicke auf die Eltern, speziell die M&#252;tter.</p>
<p><em>Trennungskind? Na kein Wunder, wenn der kifft!</em><br />
<em> Berufst&#228;tige Mutter? Ganz klar, dass der Junior &#252;ber Tische und B&#228;nke geht!</em><br />
<em> Die Kleine ist total versch&#252;chtert und kriegt den Mund nicht auf? Ja, wenn die auch so begluckt wird&#8230;</em></p>
<p>Die Liste lie&#223;e sich beliebig fortsetzen, denn f&#252;r jedes abweichende Verhalten eines Kindes, l&#228;sst sich mit Sicherheit auch der passende Erziehungsfehler finden.<br />
Was hier in der &#252;berspitzten Darstellung vielleicht noch zum Schmunzeln verf&#252;hrt, wird schnell ganz bitter, wenn es nicht mehr um &#8216;Lappalien&#8217; geht:</p>
<p>Wenn das Kind in die Drogenabh&#228;ngigkeit abrutscht und – wie gerade k&#252;rzlich Amy Winehouse – wom&#246;glich gar daran stirbt, oder es im Drogenrausch gro&#223;en Schaden anrichtet, dann setzt bei Eltern vermutlich die Gedankenspirale &#8220;was haben wir nur falsch gemacht?&#8221; ein.<br />
Im Umfeld werden dann gern die entsprechenden Erziehungsfehler erkannt – von <em>&#8220;zu streng!&#8221; &#8211; &#8220;zu nachgiebig!&#8221; &#8211; &#8220;zu wenig / zu viel Aufmerksamkeit!&#8221;</em> bis hin zum <em>&#8220;eine Tracht Pr&#252;gel zur rechten Zeit hat noch niemandem geschadet!&#8221;</em> reichen die Reaktionen.</p>
<p>Doch in den meisten F&#228;llen wird damit den Eltern Unrecht getan, bzw. tun sie sich selbst Unrecht.<br />
Sicherlich gibt es Ausnahmef&#228;lle, in denen eine nicht vorhandene oder viel zu rigide Erziehung ganz ma&#223;geblich dazu beitragen, dass Kinder beispielsweise zu Drogen greifen.<br />
Aber selbst dann &#8211; und nat&#252;rlich auch im Regelfall einer &#8216;normalen&#8217; Erziehung &#8211; spielen viele Faktoren zusammen, die alle dazugeh&#246;ren, dass sich eine solche St&#246;rung entwickelt.</p>
<p>Als ein Beispiel m&#246;chte ich hier die Alkoholkrankheit anf&#252;hren, &#252;ber die Prof. Dr. med. Volker Faust schreibt:</p>
<blockquote>
<h4>Welches sind die wichtigsten Ursachen einer Alkoholkrankheit?</h4>
<p>Als Ursachen der Alkoholkrankheit werden verschiedene Bedingungen diskutiert: Vererbung oder zumindest Disposition (Neigung), Stoffwechselbesonderheiten, psychologische Theorien (Pers&#246;nlichkeits-, Lern- und psychodynamische Theorien), ferner famili&#228;re, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte, Sozialschicht und Beruf usw.<br />
Wahrscheinlich gibt es aber keine Einzelursachen, sondern nur ungl&#252;ckselige Belastungs-Kombinationen mit individuellem Schwerpunkt (und damit letztlich so viele Ursachen wie Betroffene, sagt man). Weitere Einzelheiten siehe Fachliteratur.</p></blockquote>
<p><span style="color: #999999;">Quelle: <a href="http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/alkohol.html">http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/alkohol.html</a></span><br />
&#196;hnliches gilt f&#252;r andere Suchterkrankungen, Pers&#246;nlichkeitsst&#246;rungen und Verhaltensauff&#228;lligkeiten.</p>
<p>Langer Rede kurzer Sinn – Eltern und Angeh&#246;rige von Suchtkranken sind in einer schweren Position.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Vorw&#252;rfe sind darin keineswegs hilfreich! </strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Selbstzerfleischung noch viel weniger!</strong></p>
<p style="text-align: left;">Echte Hilfe gibt es auch f&#252;r Angeh&#246;rige bei <a href="http://www.a-connect.de/beratungsstellen.php">Suchtberatungseinrichtungen</a>, <a href="http://www.suchtkrankenhilfe-schwaigern.de/info/selbsthilfeverbaende/index.php">Selbsthilfegruppen</a> und <a href="http://malen-befreit.de/ueber-mich/">Therapeuten</a>!</p>
<p style="text-align: left;">Bitte scheuen Sie sich als Betroffene nicht, die in Anspruch zu nehmen, so wie Sie es bei jeder anderen Erkrankung auch machen w&#252;rden.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #999999;">Bildquelle: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:JudgesTools.JPG">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:JudgesTools.JPG</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Treppe in die Dunkelheit &#8211; jetzt auch als E-Book erh&#228;ltlich</title>
		<link>http://malen-befreit.de/2011/08/03/treppe-in-die-dunkelheit-jetzt-auch-als-e-book-erhaltlich/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 15:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#160;
</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte&#8221; jetzt bei Amazon bestellen</p>
<p>&#160;</p>
<p>Alles, was es dazu zu sagen g&#228;be, habe ich im Prinzip schon hier geschrieben. <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2011/08/03/treppe-in-die-dunkelheit-jetzt-auch-als-e-book-erhaltlich/">Treppe in die Dunkelheit &#8211; jetzt auch als E-Book erh&#228;ltlich</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005CMVN6Q/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=daskreativeha-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B005CMVN6Q"><!-- --><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL110_&#038;ASIN=B005CMVN6Q&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=daskreativeha-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><!-- --><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B005CMVN6Q" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005CMVN6Q/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=daskreativeha-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005CMVN6Q">&#8220;Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte&#8221; jetzt bei Amazon bestellen</a><!-- --><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=daskreativeha-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B005CMVN6Q" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles, was es dazu zu sagen g&#228;be, habe ich im Prinzip schon <a title="Alkohol mit zw&#246;lf – und was kommt dann?" href="http://malen-befreit.de/2010/01/09/alkohol-mit-zwoelf-und-was-kommt-dann/">hier </a>geschrieben. Deshalb an dieser Stelle nur den Hinweis, dass es jetzt auch als E-Book bei Amazon erh&#228;ltlich ist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Treppe in die Dunkelheit &#8211; Nachlese der Lesung</title>
		<link>http://malen-befreit.de/2010/05/20/treppe-in-die-dunkelheit-nachlese-der-lesung-2/</link>
		<comments>http://malen-befreit.de/2010/05/20/treppe-in-die-dunkelheit-nachlese-der-lesung-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 11:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Schon mehrfach war das Buch &#8220;Treppe in die Dunkelheit&#8221; des Speyerer Autors Steffen Fl&#252;gler hier in meinem Blog Thema. Am Montag hatte ich die Gelegenheit <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/05/20/treppe-in-die-dunkelheit-nachlese-der-lesung-2/">Treppe in die Dunkelheit &#8211; Nachlese der Lesung</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2010/04/steffenfl&#252;gler1.jpg"><!-- --><img class="alignleft size-full wp-image-1853" title="steffenfl&#252;gler" src="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2010/04/steffenfl&#252;gler1.jpg" alt="" width="94" height="160" /></a>Schon mehrfach war das <a href="http://malen-befreit.de/2010/01/09/alkohol-mit-zwoelf-und-was-kommt-dann/">Buch &#8220;Treppe in die Dunkelheit&#8221; </a>des Speyerer Autors <a href="http://www.steffen-fluegler.de/index.php?page=home">Steffen Fl&#252;gler</a> hier in meinem Blog Thema. Am Montag hatte ich die Gelegenheit bei der Autorenlesung im Jugendtreff Gro&#223;niedesheim dabei zu sein.</p>
<p>Im Anschluss an die gut besuchte Lesung ergaben sich in der  Fragerunde ein paar ganz interessante Aspekte zur Abh&#228;ngigkeit.</p>
<p>Die schwierig, wenn nicht unm&#246;glich zu beantwortende Frage<em> &#8220;wer h&#228;tte  es verhindern k&#246;nnen?&#8221;</em> zeigt, dass es eigentlich schon zu sp&#228;t ist,  wenn Jugendliche im Konsum drinstecken.  Dann greift der  Mechanismus von Selbstbetrug und Verharmlosung (<em>&#8220;Bei mir ist das ganz  anders&#8221;</em>), die Jugendlichen sind kaum noch erreichbar. <strong>Pr&#228;vention muss  ganz fr&#252;h ansetzen und schon Kindern Erfolgserlebnisse und gute Gef&#252;hle  durch eigenes Tun vermitteln.</strong></p>
<p><em>&#8220;Woher kam das Geld, um die Sucht zu finanzieren?&#8221; &#8211; &#8220;Es findet sich immer ein Weg&#8221; </em>war Fl&#252;glers Antwort. Entweder wird im sozialen Umfeld Geld geliehen, das Netzwerk der Co-Abh&#228;ngigen ausgenutzt oder, wenn diese Quellen versiegen, &#252;ber &#8216;Gesch&#228;ftchen&#8217; daf&#252;r gesorgt, dass der notwendige Nachschub irgendwie finanziert werden kann. Auch Diebstahl geh&#246;rte zu den Beschaffungswegen und der im Vortrag erw&#228;hnte Gef&#228;ngnisaufenthalt wurde auf Nachfrage n&#228;her geschildert und so der Irrglauben, dass Gef&#228;ngnis bedeutet, keine Drogen erhalten zu k&#246;nnen, ausger&#228;umt. Im Gegenteil, einige Mitinsassen haben dort erst mit Heroinkonsum begonnen.</p>
<p>Fl&#252;gler sieht die Tendenz, dass immer j&#252;ngere Jugendliche immer hochprozentigeren Alkohol zu sich nehmen mit gro&#223;er Besorgnis und prophezeit ein starkes Ansteigen der Problematik. <em>&#8220;Damals war ich als 12-j&#228;hriger noch eine absolute Ausnahme, heute sind ganze Gruppen von Kindern in den Parks zu beobachten.&#8221;</em> Auch das &#8220;Vorgl&#252;hen&#8221; vor Partys oder Festen ist ein relativ neues Ph&#228;nomen, von anwesenden Jugendlichen als relativ normal und harmlos betrachtet, die Erwachsenen l&#228;sst es eher ratlos zur&#252;ck. Ein Patentrezept dagegen gibt es nicht.</p>
<p>Die Antwort auf die Publikumsfrage <em>&#8220;Hat man dann noch Werte?&#8221;</em> zeigt, dass in der Sucht der gr&#246;&#223;te Teil der ethischen Werte auf der Strecke bleibt, L&#252;gen, Betr&#252;gen und Ausnutzen allt&#228;glich werden.</p>
<p>Als Nachwirkungen und Folgen werden neben k&#246;rperlichen Problemen mit Magen und Leber auch die psychischen Auswirkungen deutlich. Das Trauma des kalten Entzugs wirkt sich noch immer mit Alptr&#228;umen aus, ist aber auch so stark im Bewusstsein, dass es einen m&#246;glichen R&#252;ckfall verhindert.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/383708115X?ie=UTF8&amp;tag=daskreativeha-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=383708115X">Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte</a><!-- --><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=daskreativeha-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=383708115X" border="0" alt="" width="1" height="1" /> bei Amazon bestellen</p>
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		<title>Alkohol aus medizynischer Sicht</title>
		<link>http://malen-befreit.de/2010/04/14/alkohol-aus-medizynischer-sicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 13:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Da das Thema Alkohol immer noch, bzw. gerade wieder verst&#228;rkt &#252;ber alle Suchmaschinen einprasselt, m&#246;chte ich Euch darauf aufmerksam machen, was der Medizynikus dazu zu <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/04/14/alkohol-aus-medizynischer-sicht/">Alkohol aus medizynischer Sicht</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da das Thema Alkohol immer noch, bzw. gerade wieder verst&#228;rkt &#252;ber alle Suchmaschinen einprasselt, m&#246;chte ich Euch darauf aufmerksam machen, was der <a href="http://medizynicus.wordpress.com/2010/04/14/alkohol-was-ist-das-nie-gehort/">Medizynikus </a>dazu zu sagen hat. <img src='http://malen-befreit.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und auch wenn ich mir beim Lesen das Schmunzeln nicht verkneifen konnte, bleibt doch ein bitterer Nachgeschmack &#8211; ist es nicht auch eine Facette unseres gesellschaftlichen Umgangs mit dem Thema Sucht (und vielen anderen Themen auch), dass gern verklausuliert wird, wo klare Worte angebracht w&#228;ren?</p>
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		<title>Deutschland auf Platz 5!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 07:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Gerade geht es wieder durch die Medien, Deutschland ist international auf Platz 5 &#8211; was den Alkoholkonsum angeht.</p>
<p>Das wirklich erschreckende dabei ist f&#252;r mich gar <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/04/08/deutschland-auf-platz-5/">Deutschland auf Platz 5!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade geht es wieder durch die Medien, Deutschland ist international auf Platz 5 &#8211; was den Alkoholkonsum angeht.</p>
<p>Das wirklich erschreckende dabei ist f&#252;r mich gar nicht die Gesamtmenge (fast 10 Liter reiner Alkohol pro Person), sondern die Zunahme der Extremf&#228;lle, der &#8220;Komas&#228;ufer&#8221; bei Kindern und Jugendlichen und neuerdings auch Senioren, die neben Alkohol auch verst&#228;rkt medikamentenabh&#228;ngig werden.</p>
<p>Der K&#246;lner Stadtanzeiger hat gestern Abend einen <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1270399125486.shtml">ziemlich ausf&#252;hrlichen Artikel</a> zum aktuellen Suchtjahrbuch der <a href="http://www.dhs.de/">DHS </a>(Deutsche Hauptstelle f&#252;r Suchtfragen) online gestellt.</p>
<p>Sehr lesenswert ist auch ein Artikel aus dem Oktober 2009, der sich mit dem Problem der Alkoholabh&#228;ngigkeit bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt &#8211; leider wohl eines der Themen, das uns in den n&#228;chsten Jahren weiterbesch&#228;ftigen wird &#8211; <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1256138426973.shtml">Trinken bis der Arzt</a> kommt.</p>
<p>Der gleichnamige Dokumentationsfilm &#8211; zum immer wieder anschauen:<br />
<embed id=VideoPlayback src=http://video.google.de/googleplayer.swf?docid=-7204756965606530696&#038;hl=de&#038;fs=true style=width:400px;height:326px allowFullScreen=true allowScriptAccess=always type=application/x-shockwave-flash> </embed></p>
<p>Um tiefer in die Materie einzusteigen, empfehle ich auch hier wieder <a href="http://www.steffen-fluegler.de/index.php?page=book">&#8220;Treppe in die Dunkelheit&#8221;</a> von Steffen Fl&#252;gler &#8211; nach meiner Meinung <strong>das</strong> Buch zu diesem Thema, das jeder, der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, gelesen haben sollte. Um sich nicht irgendwann vorwerfen zu m&#252;ssen:</p>
<blockquote><p>„Wir haben es nicht gesehen, einfach nicht gesehen. Nicht sehen wollen.“</p></blockquote>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=daskreativeha-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=383708115X" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Alkoholpr&#228;vention – wie sag ich &#8216;s meinem Kinde?</title>
		<link>http://malen-befreit.de/2010/02/26/alkoholpraevention-wie-sag-ich-s-meinem-kinde/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 05:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Alkohol ist ja nun eine ziemlich allgegenw&#228;rtige Volksdroge – entsprechend fr&#252;h erleben auch schon Kinder, dass Alkohol getrunken wird.</p>
<p>Ob ein Verbot der K&#246;nigsweg ist, bezweifle <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/02/26/alkoholpraevention-wie-sag-ich-s-meinem-kinde/">Alkoholpr&#228;vention – wie sag ich &#8216;s meinem Kinde?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alkohol </strong>ist ja nun eine ziemlich <strong>allgegenw&#228;rtige Volksdroge </strong>– entsprechend fr&#252;h erleben auch schon Kinder, dass Alkohol getrunken wird.</p>
<p>Ob ein <strong>Verbot </strong>der K&#246;nigsweg ist, bezweifle ich sehr, auch wenn <a href="http://miteinandersprechen.blogspot.com/2010/02/alkohol-fur-teens.html">eine holl&#228;ndische Studie</a> dies nahelegen will.</p>
<p>Nat&#252;rlich soll und darf das kein <strong>Freibrief </strong>sein, f&#252;r regelm&#228;&#223;ige <em>Eltern-Kind-Bes&#228;ufnisse</em>.</p>
<p>Womit aber ganz sicher schon ein Faktor festliegt – wie geht das <strong>Elternhaus </strong>mit <strong>Alkohol </strong>um? Es ist * r&#228;usper * eher wenig glaubw&#252;rdig, wenn Papa oder Mama – mal ganz drastisch ausgedr&#252;ckt – voll wie die Haubitzen, dem Nachwuchs predigen &#8220;lass&#8217; die Finger weg vom Allohol&#8221;. Das kann im besten Fall ein so abschreckendes Beispiel sein, dass die Jugend sich schw&#246;rt &#8220;so werd&#8217; ich nie&#8221; und tats&#228;chlich die Finger weg l&#228;sst. Einzelf&#228;lle in dieser Art gibt es, die Regel wird es aber eher nicht sein.</p>
<p>Hier sollten <strong>Eltern </strong>mit sich selbst ehrlich sein und &#252;berlegen, wie sie selbst <strong>mit Alkohol umgehen </strong>– <strong>wann </strong>wird getrunken, <strong>wie viel </strong>und <strong>warum</strong>? Tauge ich als <strong>Vorbild </strong>f&#252;r einen <strong>verantwortungsbewussten Umgang </strong>oder sollte ich selbst mein <strong>eigenes Verhalten </strong>vielleicht <strong>&#252;berdenken </strong>und <strong>&#228;ndern</strong>?</p>
<p>Wie stelle ich selbst mir denn eigentlich einen verantwortungsvollen Umgang damit vor? In den Details ist schon diese Frage schwer zu beantworten.</p>
<p>Das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/juschg/__9.html">Jugendschutzgesetz </a>regelt den Verkauf und Konsum in der &#214;ffentlichkeit, l&#228;sst aber die letzte Verantwortung bei den Erziehungsberechtigten.</p>
<blockquote><p>(1) In Gastst&#228;tten, Verkaufsstellen oder sonst in der &#214;ffentlichkeit d&#252;rfen</p>
<dl>
<dt>1.</dt>
<dd> Branntwein, branntweinhaltige Getr&#228;nke oder Lebensmittel, die 	Branntwein in nicht nur geringf&#252;giger Menge enthalten, an Kinder 	und Jugendliche,</dd>
<dt> 2.</dt>
<dd> andere alkoholische Getr&#228;nke an Kinder und Jugendliche unter 16 	Jahren</dd>
</dl>
<p>weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.</p>
<p>(2) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht, wenn Jugendliche von einer personensorgeberechtigten Person begleitet werden.</p></blockquote>
<p>Wenn Kinder und Jugendliche nun im Rahmen einer Feier trinkende Erwachsene sehen, dann sehen sie, dass die lustig werden und feiern. So entsteht nat&#252;rlich schnell der Gedanke, dass Alkohol fr&#246;hlich macht und einen &#8220;gut drauf bringt&#8221;. Sie erleben vielleicht auch noch, dass die Eltern abends &#8220;zum Entspannen&#8221; Wein oder Bier trinken.</p>
<p>(Danke <a href="http://malen-befreit.de/2010/01/14/interview/">Steffen </a>f&#252;r die Vermittlung dieser Sichtweise)</p>
<p>Wenn ich jetzt den Verbotsgedanken wieder aufgreife, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass bei Kindern dann schnell der Verdacht aufkommt, die Erwachsenen wollten ihnen was &#8220;Sch&#246;nes&#8221; vorenthalten.</p>
<p><strong>Biologisch-medizinische Begr&#252;ndungen </strong>k&#246;nnen helfen, zu erkl&#228;ren, warum f&#252;r Kinder und Jugendliche andere Ma&#223;st&#228;be angesetzt werden m&#252;ssen als f&#252;r Erwachsene:</p>
<blockquote><p><strong>Ein paar Schlucke zuviel k&#246;nnen t&#246;dlich sein</strong></p>
<p>Neben den sozialen und psychischen Folgen und Problemen sind die k&#246;rperlichen Auswirkungen des sch&#228;dlichen Konsums erheblich. Denn der junge K&#246;rper verkraftet den Alkohol wesentlich schlechter, als der eines Erwachsenen. „Die Stoffwechselleistung reicht einfach nicht aus, um den Alkohol so schnell abzubauen, wie das bei einem Erwachsenen geschieht“, erkl&#228;rt Dr. Kr&#252;ger. Die Langzeitfolgen regelm&#228;&#223;igen Alkoholkonsum in Kinder- und Jugendjahren k&#246;nnen daher fatal sein. Gehirn, Leber, und Lunge k&#246;nnen nachhaltige Sch&#228;den davon tragen. Werden die Jugendlichen im Vollrausch medizinisch betreut, kann das Schlimmste verhindert werden. Es reichen jedoch schon ein paar Schlucke zuviel aus, um den Alptraum wahr werden zu lassen: Alkohol verst&#228;rkt die Ausk&#252;hlung des K&#246;rpers oder kann zu Erbrechen f&#252;hren. Verhindert der Rausch, dass dies wahrgenommen wird, kann das t&#246;dlich enden.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.uniklinik-freiburg.de/onlinemagazin/live/behandlungsmethoden/alkohol.html?raw=true&amp;layout=weiss&amp;szsrc=">Uniklinik Freiburg </a></p>
<p>Doch diese Bedingungen &#228;ndern sich ja nicht schlagartig mit dem 16. oder 18. Geburtstag.</p>
<p>Von daher sollte bereits fr&#252;hzeitig dar&#252;ber aufgekl&#228;rt werden, dass Alkohol ein <strong>Genussmittel </strong>ist und auch ein <strong>Suchtpotential </strong>in sich tr&#228;gt.</p>
<p>Kindgerecht l&#228;sst sich das schon J&#252;ngeren durch einen einfachen Vergleich nahe bringen:</p>
<p>Wenn Du <strong>ein </strong>St&#252;ck Schokolade isst, dann ist das lecker und ein Genuss. Wenn Du <strong>drei Tafeln </strong>Schokolade auf einmal isst, dann gibt das Bauchweh. Und wenn Du jeden Tag eine ganze Tafel Schokolade isst, dann schadest Du damit Deinem K&#246;rper, wirst dick und kannst zuckerkrank werden.</p>
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		<item>
		<title>Zufriedene Abstinenz &#8211; Interview mit Rolf H&#246;ge Teil 2</title>
		<link>http://malen-befreit.de/2010/02/25/zufriedene-abstinenz-interview-mit-rolf-hoege-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 05:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der zweite Teil des Interviews mit Rolf H&#246;ge:</p>
<p>Der Weg in die  zufriedene Abstinenz – bedeutet das letztendlich, f&#252;r alle Situationen, in denen  zuvor <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/02/25/zufriedene-abstinenz-interview-mit-rolf-hoege-teil-2/">Zufriedene Abstinenz &#8211; Interview mit Rolf H&#246;ge Teil 2</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der zweite Teil des <a href="http://malen-befreit.de/2010/02/24/interview-mit-rolf-hoege-autor-von-quo-vadis-alki/">Interviews mit Rolf H&#246;ge</a>:</em></p>
<p><strong>Der Weg in die  zufriedene Abstinenz – bedeutet das letztendlich, f&#252;r alle Situationen, in denen  zuvor der Alkohol eine Rolle gespielt hat, neue Wege zu finden?</strong></p>
<p>Es bedeutet zun&#228;chst einmal, eine Entscheidung zu treffen,  n&#228;mlich die Entscheidung abstinent leben zu wollen. Damit &#228;ndert man die  Blickrichtung von ‚ich will nicht mehr trinken’ hin zu ‚ich will zufrieden  abstinent leben’</p>
<p>Wenn ich also diese Entscheidung getroffen habe, dann steht mir  das ‚L&#246;sungsmittel’ Alkohol in all den Problemsituationen nicht mehr zur  Verf&#252;gung. Sich nach   Stresssituationen abends gem&#252;tlich mit einem Glas Rotwein zu entspannen,  taugt f&#252;r einen Alkoholiker nicht als Entspannungsmethode. Sich mal eben etwas  Mut anzutrinken, bevor man beispielsweise eine Frau zum Tanzen auffordert, ist  ebenfalls nicht angesagt. Das Gef&#252;hl, sich ausgegrenzt zu f&#252;hlen, weil man auf  Partys keinen Alkohol trinkt, kann man   nicht einfach mal so wieder wegsaufen. Wenn die Entscheidung zur  Abstinenz wirklich getroffen wurde, steht die Kr&#252;cke Alkohol nicht mehr zur  Verf&#252;gung. Und dann ist es tats&#228;chlich so als w&#252;rde man das Laufen neu  lernen.</p>
<p>Aus diesem Grund halte ich auch Selbsthilfegruppen f&#252;r wichtig.  Denn dort sitzen trockene Alkoholiker, die bereits laufen k&#246;nnen. Sie sind der  lebende Beweis daf&#252;r, dass ein Leben ohne Alkohol m&#246;glich und erstrebenswert  ist.</p>
<p>Nun sage ich in meinem Ratgeber „Quo vadis, Alki?“ nicht, was  man nun in der einen oder anderen   Problemsituationen tun soll anstatt zu trinken. Denn es geht ja um Wege  in eine „zufriedene“ Abstinenz, nicht um Trinkalternativen.</p>
<p>Zufriedene Abstinenz ist kein fertiges Produkt, kein Ideal, das  am Ende eines langen, schwierigen Weges steht. Man kann sie nicht suchen, um sie  letztend­lich zu finden. Man muss sie entdecken, f&#252;r sich ganz pers&#246;nlich.  Das hei&#223;t, man wird nicht irgend­wann an einem Zielpunkt ankommen, den man  dann „zufriedene Abstinenz“  nennt und den man nur zu halten braucht.</p>
<p>Zufriedene Abstinenz gleicht einer Entdeckungsreise, einer  langen  Fahrt und der Sinn dieser  Fahrt ist die Reise selbst. Dabei kann man auch schon einmal in einen Stau  geraten. Es gilt aber, sich auf dieser Fahrt selbst immer besser  kennen und verstehen zu lernen und dabei  mehr und mehr zu entdecken, was f&#252;r einen ganz pers&#246;nlich Zufriedenheit  bedeutet.</p>
<p>Je mehr wir   entdecken, was in unserem   Leben Zufriedenheit, Wohlgef&#252;hl, Lebensfreude und positive  Lebenseinstellung beinhaltet, um so mehr k&#246;nnen wir bewusst und durch  eigenverantwortliches Handeln daf&#252;r sorgen, diese Zust&#228;nde herbeizu­f&#252;hren  und zu steuern. Mit diesem Entdeckungspro­zess erschaffen wir unser  eigenes  Wohlf&#252;hlland und gewinnen  an Lebensqualit&#228;t. Das gilt nicht nur f&#252;r Alkoholiker.</p>
<p>Wir selbst steuern unsere Reise aufgrund ganz pers&#246;nlicher  Erfahrungen. Und so mag das, was mich zufrieden macht, nicht unbedingt jemand  anders auch zufrieden stellen. Zwei trocken Alkoholiker k&#246;nnen also f&#252;r sich  jeder einen anderen Weg in die zufriedene Abstinenz finden. Aber beiden ist die  Entscheidung gemeinsam, zufrieden ohne Alkohol leben zu wollen.</p>
<p>Um dies leben zu k&#246;nnen, muss sich wiederum jeder f&#252;r sich in  den unterschiedlichsten Lebenssituationen immer wieder fragen, ob das, was er  gerade lebt, im Einklang mit seiner Entscheidung steht. Und er muss f&#252;r sich  nat&#252;rlich heraus finden, was f&#252;r ihn ganz individuell Zufriedenheit bedeutet,  damit er &#252;berpr&#252;fen kann ‚f&#252;hlt sich so Gl&#252;ck an?’</p>
<p>Darin gibt mein Ratgeber etwas Hilfestellung.</p>
<p><strong>Welche Rolle hat Kreativit&#228;t  dabei f&#252;r Dich gespielt?</strong></p>
<p>Nun, w&#228;hrend meiner nassen Zeit, musste ich immer wieder Wege  finden, um mich am Stoff zu halten. Neue L&#252;gen, neue Ausreden und vieles mehr.  Wissenschaftlich gesehen war ich also ‚kreativ’, denn ich hatte mir mit  fortschreitender Alkoholerkrankung die „ F&#228;higkeit erworben, neue  Problemstellungen durch die Anwendung dieser  F&#228;higkeiten zu l&#246;sen:“  Allerdings war das  sehr kontraproduktiv und hat mit der  Kreativit&#228;t wie ich sie als trockener Alkoholiker und K&#252;nstler verstehe, nicht  viel gemeinsam.</p>
<p>Nat&#252;rlich erwirbt man mit zunehmender Abstinenz auch neue  F&#228;higkeiten mit den unterschiedlichsten   Problemstelllungen umzugehen, ohne auf Alkohol zur&#252;ckgreifen zu m&#252;ssen.  Das ist aber ein Entwicklungsprozess, ein Produkt der Abstinenz.</p>
<p>In meinem Wohnzimmer h&#228;ngen Bilder an der Wand, die ich selbst  gemalt habe. Die h&#228;ngen nicht einfach da, weil ich nun eine M&#246;glichkeit gefunden  habe, meine W&#228;nde selbst zu schm&#252;cken. Jedes Bild, jedes abstrakt gemalt,  spiegelt auch einen ganz bestimmten Aspekt meiner Pers&#246;nlichkeit zu einem ganz  bestimmten  Zeitpunkt wieder. Mit  jedem Bild habe ich etwas aus mir „herausgedr&#252;ckt“, was in mir war und mich  damit eben „ausgedr&#252;ckt“.  Auf den  ersten Blick vielleicht  eine kleine  Wortspielerei. N&#228;her betrachtet ist es aber genau das, was ich w&#228;hrend meiner  nassen Zeit nicht konnte: das, was in mir war, auch auszudr&#252;cken.</p>
<p>Mein Kopf war oft voll mit „mentalem Ballast“, mit einem  Gedankengewitter, mit Selbstvorw&#252;rfen, Selbstverurteilungen, mit Tausenden von  „wenn“ und „aber“, die Gedanken drehten sich wie in einem Hamsterrad. Gute  Vors&#228;tze hatte ich Tausende. Nichts davon konnte  ich umsetzen, denn alle Vors&#228;tze waren  Teil dieses Hamsterrades, Gedanken, die sich abwechselten. Ruhe bekam ich nur,  wenn ich das alles wegsoff, mir das Gehirn zu ballerte.</p>
<p>Und jetzt komme ich zu dem kreativen Prozess! – Alles, was einen  Menschen dazu bef&#228;higt, vom Denken ins Handeln zu kommen, bezeichne ich als  einen kreativen Prozess, der lebendig macht. Man ist nicht mehr passiv seinen  Gedankenstr&#246;men ausgeliefert, sondern h&#228;lt   das Hamsterrad an. Das Anhalten f&#252;hrt ins Jetzt, in den gegenw&#228;rtigen  Augenblick und damit in die Handlungsf&#228;higkeit. Welche neuen Handlungsweisen man  nun anwendet, anstatt in gewohnte Muster zur&#252;ck zu fallen, ist eine Frage des  kreativen Prozesses, den man bevorzugt. Das kann das Schreiben,  das Malen, das Singen oder jede andere  Aktion sein. Die Betonung liegt auf „Aktion“, nicht auf „denken“.</p>
<p>In  „Quo vadis, Alki?“ beschreibe ich die Methode “Gedanken heraus schreiben“,  eine sehr  wirksame Methode, sich mentalen Ballasts zu entledigen, durch das  Nie­der­schreiben von Gedanken in wenigen Minuten.</p>
<p>Man  nimmt  dazu einen Stift, ein Blatt  Papier,  konzentriert sich auf  seinen  Gedankenstrom und  schreibt  <em>schnell</em> und ohne zu &#252;berlegen auf, was  man im gegenw&#228;rtigen Augenblick gerade denkt, welche ver­schiedenartige  Gedanken durch den Kopf rasen. Das darf gerne vollkommen zusammenhanglos sein.  Man  braucht  keine gut formulierten S&#228;tze, es gen&#252;gen  Stichworte. Wichtig ist, schnell zu schreiben, damit man nicht im Denken  verharrt. Damit „entleert“ man seinen Kopf, indem man seinen inneren  Gedankenstrom allein durch die Motorik des Schreibens, durch die Bewegung ins  Au&#223;en bringt. Das entstresst und bringt oft auch ganz gute Textkreationen  hervor.</p>
<p><em>Vielen Dank f&#252;r die aufschlussreichen und interessanten Antworten.</em></p>
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		<title>Interview mit Rolf H&#246;ge, Autor von &#8220;Quo vadis, Alki?&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 05:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[sucht]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[schwierige situationen]]></category>
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		<category><![CDATA[veränderungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Rolf H&#246;ge, Mannheimer Autor,  besch&#228;ftigt sich in seiner Autorenlesung &#8220;Meine  Schreibe&#8230;&#8221; unter anderem auch mit den  Themen Sucht und Pers&#246;nlichkeitsentwicklung. H&#246;ge  lebt seit <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/02/24/interview-mit-rolf-hoege-autor-von-quo-vadis-alki/">Interview mit Rolf H&#246;ge, Autor von &#8220;Quo vadis, Alki?&#8221;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.rolf-hoege.de/">Rolf H&#246;ge</a>, Mannheimer Autor,  besch&#228;ftigt sich in seiner Autorenlesung &#8220;<a href="http://www.rolf-hoege.de/autorenlesung/">Meine  Schreibe&#8230;</a>&#8221; unter anderem auch mit den  Themen Sucht und Pers&#246;nlichkeitsentwicklung. H&#246;ge  lebt seit vielen Jahren zufrieden  abstinent und nutzte gerade am Anfang dieser Abstinenz das Schreiben und  gelegentlich auch das Malen, um sich mit seiner eigenen Suchtvergangenheit  auseinander zu setzen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mit seinem Ratgeber <a href="http://www.xinxii.com/quo-vadis-alki-p-320194.html">„Quo vadis, Alki?“, den man als e-book  bei xinxii.com</a> downloaden kann, wendet sich Rolf H&#246;ge in erster Linie an  trockene Alkoholiker. Der Autor und betriebliche Suchtkrankenberater bietet  aufgrund eigener Erfahrungen und selbst erlebter Betroffenheit ein St&#252;ck  Hilfestellung an f&#252;r einen Weg hinein in eine dauerhafte, zufriedene Abstinenz. </em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was war Deine Motivation zum  Schreiben?</strong></p>
<p>Das Schreiben begleitet mich  schon mein ganzes Leben. Auf meiner Schulbank lag das Lateinbuch und auf meinen  Knien eine Ausgabe von Karl May. Selbstverst&#228;ndlich  wollte ich auch einmal ein gro&#223;er  Schriftsteller wie Karl May werden und begann mit ungef&#228;hr vierzehn Jahren  kleinere Geschichten zu schreiben, die aber meist weder einen richtigen Anfang  noch einen Schluss hatten. Schon damals merkte ich, dass Schreiben wohl sehr  viel Arbeit ist.</p>
<p>Dann kam der Alkohol in mein  Leben und irgendwann zeriss ich in einem Vollrausch meine Manuskripte.  Danach  war zun&#228;chst einmal Ruhe mit  dem Schreiben. Als ich mich von meiner Sucht befreit hatte, fasste ich wieder  neuen Lebensmut und damit begann auch wieder das Schreiben.</p>
<p>Nach meiner Alkoholtherapie lie&#223;  man mich einige Jahre keine Schicht   mehr arbeiten, dadurch hatte ich weniger Verdienst als vor der Therapie,  aber dieselben Ausgaben. Ich begann ein paar Kurzgeschichten zu schreiben und  schickte sie an die Tageszeitung. Sie wurden angenommen und bedeuteten f&#252;r mich  eine kleine, zus&#228;tzliche Einnahmequelle. Durch die abgedruckten Kurzgeschichten  wuchs auch der Glaube in meine F&#228;higkeiten. Ich schrieb kurze Prosa-St&#252;cke und  Gedichte, die dann in dem Band „Jenseits von Oggersheim“, einer Anthologie der  Werkstatt Mannheim im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, ver&#246;ffentlicht  wurden. Als Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt nahm ich auch an  einigen Lesungen teil, und meine Schreibe kam im Allgemeinen gut beim Publikum  an.</p>
<p>Ich nutzte das Schreiben aber  auch, um meine Suchtvergangenheit aufzuarbeiten. Es entstand „Ein stinknormaler  Tag“, die Schilderung eines ganz normalen Tagesablaufes im Leben eines  Alkoholikers, die ich noch heute &#246;ffentlich lese. Einen Teil meines Weges in die  Sucht verarbeitete ich in meiner surrealistischen Novelle „Enzephalon l&#228;sst  gr&#252;&#223;en“, in der ein Alkoholiker an seinem drei&#223;igsten Geburtstag pl&#246;tzlich  Besuch aus seinem Gehirn bekommt.</p>
<p>Mit den Jahren der Abstinenz  wandelte sich allerdings meine Schreibe von der Suchtbew&#228;ltigung &#252;ber  sozialkritische Texte bis hin zu humorvollen Texten mit einem Schuss Ironie.  Einen Querschnitt daraus bildet meine Lesung „Meine Schreibe&#8230;“</p>
<p>Im Rahmen meiner NLP- und  Coaching-Ausbildung kam mir dann, wie sicherlich vielen, die &#228;hnliche  Ausbildungen durchlaufen haben, die Idee einen Ratgeber zu schreiben, er  sollte  Wege in eine zufriedene  Abstinenz aufzeigen. So entstand „Quo vadis, Alki – Wohin gehst du, Alki?“</p>
<p>W&#228;hrend sich motivierende und aufkl&#228;rende Schriften zum Thema  Alkoholis­mus an Menschen richten, die noch in ihrer Sucht gefangen sind,  wende ich mich mit diesem kleinen Ratgeber an Alkoholiker, die mit dem Trinken  aufgeh&#246;rt und beschlossen haben, ohne Alkohol leben zu wollen. Dabei gebe ich  keine Wege vor. Den Schwerpunkt lege ich vielmehr darauf, M&#246;glichkeiten  aufzuzeigen, wie man das Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben  kann, um ohne Alkohol zu einer positiven Lebenseinstellung zu kommen. Es geht  also um die Einstellung, die jemand f&#252;r seinen Weg in die Abstinenz mitbringt,  ob er Abstinenz als Verzicht oder Bereicherung erlebt.</p>
<p>Dieser kleine Ratgeber „Quo vadis, Alki?“ lag einige Jahre in  meiner Schreibtischschublade, bis ich mich vor kurzem entschlossen habe, ihn als  e-book anzubieten.</p>
<p><strong>Wie w&#252;rdest Du pers&#246;nlich  Sucht definieren?</strong></p>
<p>Rein wissenschaftlich betrachtet,  existiert der Begriff „Sucht“ eigentlich nicht mehr. Man spricht heute von  Abh&#228;ngigkeit. Jeder k&#246;rperlichen Abh&#228;ngigkeit geht f&#252;r mich eine psychische  Abh&#228;ngigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten voraus. Die Unf&#228;higkeit von  dieser Substanz oder von einem bestimmten Verhalten zu lassen, diese nicht mehr  vorhandene Freiheit, andere Verhaltensweisen w&#228;hlen zu k&#246;nnen, ist ein  wesentliches Element der Abh&#228;ngigkeit. Hinzu kommt, die Aufnahme der Substanz,  wie beispielsweise Alkohol, nicht mehr steuern zu k&#246;nnen. Man spricht dann von  einem Kontrollverlust.</p>
<p>Ich selbst trank nicht t&#228;glich,  daf&#252;r aber exzessiv. Die Abst&#228;nde zwischen den alkoholbedingten Abst&#252;rzen wurden  k&#252;rzer. Wesentlich aber war mit fortschreitendem Konsum, dass ich immer dann,  wenn ich anfing zu trinken, keine M&#246;glichkeit mehr hatte, mein Trinkverhalten zu  steuern. Ich soff bis zum Umfallen und mir wurde erst sp&#228;t klar, dass ich ein  Alkoholproblem hatte. Gerade weil ich ja abstinente Phasen hatte, und weil der  &#220;bergang vom Konsum zur Abh&#228;ngigkeit schleichend ohne sichtbare Grenze vor sich  geht, gelangte ich nur schwer zu einer Krankheitseinsicht. Auch gesellschaftlich  werden diese Saufeskapaden oft als „Ausrutscher“ toleriert.</p>
<p>Man sagt, wenn sich alle  Alkoholiker in Deutschland  die Hand  geben w&#252;rden, k&#246;nnten sie eine Menschenschlange von 3500 km bilden. Das  entspricht ungef&#228;hr viermal der Strecke vom Bodensee bis zur Ostsee. Angesicht  dieser Tatsache ist es schon erschreckend, wie wenig die Gesellschaft  tats&#228;chlich &#252;ber diese Krankheit wei&#223; und wie hartn&#228;ckig sich das Bild vom  willensschwachen Alkoholiker h&#228;lt.</p>
<p>Man  &#252;berlege sich nur, wie viel Durchhalteverm&#246;gen ein Alkoholiker aufbringt, um  seine Abh&#228;ngigkeit aufrecht zu halten. Wie viel Energie und Kraft er aufbringt,  um sich immer wieder entgegen aller schlechten Er­fahrungen mit Alko­hol  zu versorgen. Wie lange er die herablassenden Blicke anderer aush&#228;lt. Wie kann  das willensschwach sein? Nein, Durchhalteverm&#246;gen, Energie und Kraft ist genau  das Potential auf dem jeder aufbauen kann, der f&#252;r sich entschieden hat, ohne  Alkohol leben zu wollen.</p>
<p>Ich  unterst&#252;tze Bestrebungen, die zu mehr Problembewusstsein in der Gesellschaft  f&#252;hren. Texte wie „Ein stinknormaler Tag“, in dem ich einen von vielen  Tagesabl&#228;ufen  eines Alkoholikers  schildere, haben deshalb auch in meiner Autorenlesung „Meine Schreibe&#8230;“ noch  heute ihren festen Platz.</p>
<p><strong>Du verwendest den  Ausdruck &#8220;das L&#246;sungsmittel Alkohol&#8221; – hast Du es damals so empfunden, dass  Alkohol Probleme l&#246;st?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Am Anfang meines Abh&#228;ngigkeitsweges habe ich Alkohol getrunken  und machte damit zun&#228;chst eine scheinbar positive Erfahrung. Es stellte sich ein  entspannter, gel&#246;ster Wohlf&#252;hlzustand ein und ich konnte auf andere Menschen  zugehen, lernte das andere Geschlecht besser kennen, weil ich viel gel&#246;ster nach  au&#223;en hin auftre­ten konnte. Es funktionierte anf&#228;nglich alles sehr gut und  bald suchte ich diesen vor­teilhaften Zustand immer &#246;fter und erh&#246;hte die  Dosis, um dorthin zu gelangen, st&#228;ndig. Alkohol wurde von mir also bewusst  eingesetzt.</p>
<p>Mit Alkohol konnte ich Konflikten aus dem Weg gehen, anstatt sie  zu l&#246;sen. Durch den Alkohol kam ich mit anderen Menschen in Kontakt, f&#252;hlte mich  dazugeh&#246;rig. Mit Alkohol konnte ich lachen, lustig sein. Andere M&#246;glichkeiten,  solche Gef&#252;hle ohne Alkohol zu erleben, kannte ich kaum. Insofern ist Alkohol  ein L&#246;sungsmittel, auch wenn mir erst sp&#228;t deutlich wurde, welche Probleme ich  damit zu l&#246;sen suchte.</p>
<p><em>Mehr &#252;ber Rolfs Weg in die zufriedene Abstinenz, Lebensfreude und Wohlgef&#252;hl gibt es <a href="http://malen-befreit.de/2010/02/25/zufriedene-abstinenz-interview-mit-rolf-hoege-teil-2/">hier </a>zu lesen.</em></p>
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