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Irgendjemand fand in den letzten Tagen über die Google Suche “traurige rose malen” hierher und bietet mir willkommenen Anlass, darüber zu schreiben, wie Gefühle in Bildern ausgedrückt werden können.
Eine traurige Rose – da kann sich jeder etwas darunter vorstellen, sie lässt die Blütenblätter hängen, ist welk und dahinter steckt die Geschichte einer unglücklichen Liebe.
Die traurige Rose - das ist ein Symbol, allgemeinverständlich, genauso wie das gebrochene Herz.
Bettina Egger sagt sinngemäß, dass solche Bilder pure Illustrationen sind, die nichts im Innersten bewegen und berühren. Im begleiteten Malen ist daher eine Rose eine Rose und eine welke Rose eine welke Rose. Entscheidend für das Bild ist die Geschichte, die darin steckt.
Wenn ein Bild wirksam sein soll, dann muss es eine enge Verbindung zum Malenden haben, seine ganz eigene Geschichte erzählen. Zumindest im begleiteten Malen nach Bettina Egger. Es gibt kunsttherapeutische Richtungen, die auch mit symbolischer Darstellung arbeiten und damit auch sicher ihre Erfolge erzielen.
Das begleitete Malen hat jedoch das Ziel, dass der Malende mit seinem Bild in einer starken Verbindung steht und nicht nur seinen Seelenzustand illustriert. Deshalb kann im begleiteten Malen niemals die Rose traurig sein – höchstens derjenige, der sie gemalt hat.
Wann darf ich Dir dabei helfen, Deine eigene Traurigkeit in Bilder umzusetzen und zu überwinden?
Such Dir gleich jetzt einen Termin aus und melde dich an!
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Ich kann es ändern
Es klingt zwar selbstverständlich, aber wenn wir die Veränderungsbremsen betrachten, zeigt sich schnell, dass es das nicht ist. Ich und nur ich kann mein Verhalten ändern. Damit erzwinge ich eine Änderung auch bei meinen Mitmenschen. Ihr Verhalten kann ich nur und ausschließlich auf diesem Weg beeinflussen.
Hör also auf, Deine Energie darauf zu verschwenden, wie sich der Rest der Welt verhalten müsste, damit es Dir besser geht und konzentriere Dich auf das, was Du dafür tun kannst.
Aber was kann ich denn tun, wenn die Lehrer langweiligen Unterricht machen?
Du kannst Dich selbst mit dem Thema beschäftigen und interessante Aspekte daran suchen. Dann wird auch der Unterricht interessanter.
Aber was kann ich denn tun, wenn die Kollegen sich fies verhalten?
Du kannst ihnen Grenzen setzen – ich gebe zu, das ist nicht einfach, wenn man es nie gelernt hat.
Aber was kann ich tun, in einer Situation, die einfach nicht lösbar ist?
Du kannst Deine Sicht darauf verändern, auch das ist nicht leicht.
Und wenn ich es selbst nicht kann?
Dann kannst Du Dir Hilfe dabei holen. Hilfe, die Dir dabei hilft, es selbst zu tun. Manchmal genügt eine Anregung von außen und hilft dabei, eine neue Sichtweise zu gewinnen. In anderen Fällen kann eine längerfristige Unterstützung durch einen Coach, einen Psychologen oder natürlich durch therapeutisches Malen hilfreich sein.
Und wie finde ich Hilfe für mein Problem?
Hier ist eine umfangreiche Auflistung von Hilfsangeboten im Bereich Familie und Soziales. Die genauen Stellen findest Du, wenn Du dann nach dem Angebot und Deinem Wohnort suchst.
Spezielle Angebote für Schwangere gibt es beispielsweise bei der Bundesstiftung für Mutter und Kind.
Wenn Du Unterstützung bei der Pflege oder Versorgung dementer Angehöriger brauchst, sind neben den örtlichen Beratungs- und Koordinierungsstellen oder den Pflegediensten auch die Alzheimer Gesellschaft ein möglicher Anlaufpunkt.
Mobbingopfer finden hier jede Menge Informationen, überwiegend zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz, speziell zum Thema Mobbing in der Schule gibt es auch diesen Anlaufpunkt .
Bei Depressionen gibt es eine Liste an Anlaufstellen und hier wird zuoberst die Telefonseelsorge mit den bundesweiten Rufnummern aufgeführt, die aber auch für alle anderen Probleme ein guter erster Ansprechpartner ist:
Tel: 0800 – 111 0 111 (24 Std/Tag, gebührenfrei, evangelisch)
Tel: 0800 – 111 0 222 (24 Std/Tag, gebührenfrei, katholisch)
Tel: 0800 – 111 0 333 (für Kinder und Jugendliche, gebührenfrei, Mo-Fr 14:00 – 19:00)
Tel: 0800 – 111 0 550 (für Eltern, gebührenfrei, Mo/Mi: 9:00 – 11:00 Uhr, Di/Do: 17:00 – 19:00)
Zur Onlinesucht gibt es mittlerweile auch eine ganze Reihe an Hilfsangeboten.
Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es eine Suchmöglichkeit nach Drogenberatungsstellen und eine Seite, die sich speziell an Jugendliche richtet.
Messies (desorganisierte Menschen) finden hier eine Anlaufstelle.
Möglichkeiten, wenn Du allein nicht weiterkommst, gibt es also jede Menge, in Anspruch nehmen musst Du sie selbst.
Und das bedeutet in der Regel auch, zumindest dort anzurufen oder hinzumailen.
Wenn Du für Dein Problem keinen Anlaufpunkt findest, dann mail mich an, ich helfe bei der Suche.
Doch es gibt auch eine ganze Reihe von Veränderungen, die wir allein schaffen können, mehr dazu gibt es in den nächsten Tagen.
So formulierte das vor etwa 15 Jahren meine Großmutter. Sie war damals mit fast neunzig Jahren schon eine sehr alte und durchaus auch weise Frau. Sie nahm einen Trend vorweg, der sich in den folgenden Jahren immer stärker auswuchs. “Alt” allein schon dieser Begriff wurde in den letzten Jahren mehr und mehr durch politisch korrektere Redewendungen ersetzt. Aus den Altenheimen wurden Seniorenresidenzen, aus den wirklich alten Menschen wurden “Hochbetagte“, die zunehmend mit Demenz zu kämpfen haben.
Daneben hielt die Generation der “Best-Agers” Einzug. Menschen, die recht früh den beruflichen Vorruhestand antreten und noch viele Jahre auf (hoffentlich) körperlich und geistig hohem Niveau zu leben haben. Gerade für diese Gruppe bringt der Vorruhestand oft auch eine eher schwer zu verarbeitende Veränderung mit sich. Nicht alle gehen mit Begeisterung aus dem Arbeitsleben, manche fühlen sich aufs Abstellgleis abgeschoben und hätten eigentlich gern noch ein paar Jahre weitergearbeitet. Für sie ist es an der Zeit, ihr Leben neu zu definieren und mit neuen Inhalten zu füllen. Auch hier kann das begleitete Malen eine wertvolle Hilfe sein, den neuen Lebensabschnitt mit Sinn zu erfüllen.
Gar nicht so selten treffen auch diese beiden Gruppen aufeinander, die hochbetagten Eltern werden zunehmend pflegebedürftiger und stellen eine neue Anforderung dar. Diese Situation kann zu einer großen Belastung werden, auch dann, wenn die Pflege nicht im Haushalt erfolgt. Begleitetes Malen kann helfen, die dabei aufkommenden, oft erschreckend intensiven, Gefühle zu verarbeiten.
Gelegentlich finden sich hier Bilder, die aus dem begleiteten Malen stammen. Dabei handelt es sich in der Regel um Bilder, die ich gemalt und für die Veröffentlichung ausgewählt habe. Klientenbilder stelle ich nicht ein, es sei denn, ich erhalte eine ausdrückliche Freigabe dafür.
Natürlich wäre es im ein oder anderen Fall interessant mehr zu schreiben und auch die zugehörigen Bilder zu zeigen. Da aber das, was im Atelier passiert, auch im Atelier bleiben muss, bitte ich um Verständnis für mein Vorgehen.
Einzelne Fallschilderungen werden von mir soweit reduziert und anonymisiert, dass kein Rückschluß auf die betroffenen Personen möglich ist.
Das alles gilt auch und ganz besonders für die Bilder, die Kinder bei mir malen. Denn gerade Kinder sehe ich als ganz besonders schützenswerte Wesen an. Im Normalfall wählen die Kinder nach einer gewissen Anzahl von Maleinheiten die Bilder aus, die sie mit nach Hause nehmen und ihren Eltern zeigen möchten.
Sollte mir jedoch beim Malen etwas wirklich Gravierendes auffallen, seien es nun Hinweise auf Entwicklungsverzögerungen, starke Ängste oder andere Themen, so suche ich das Gespräch mit den Eltern. Einer Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen oder anderen Therapeuten (beispielsweise Ergotherapeuten, Logopäden…) stehe ich aufgeschlossen gegenüber, das Malen stellt keinen Ersatz für andere Therapien dar, sondern eine sinnvolle Ergänzung.
Häufig kommen Kinder zum Malen, die aus den unterschiedlichsten Gründen bereits therapeutisch behandelt wurden. Vorinformationen dazu sind für mich wertvolle Hinweise, die mir helfen können, noch besser auf die einzelnen Kinder einzugehen. Ganz egal ob ADS/ADHS, Sprachprobleme, Entwicklungsverzögerungen, Mobbing, Trauererlebnisse – all das sind wichtige Faktoren im Gesamtbild.
Frau Traurigkeit und Herr Sehnsucht, gerade im November besuchen uns diese Gefühle häufig. Und was wäre wenn, wir sie als gute Freunde empfangen und bewirten.
Kerzenlicht, leise Musik, eine schöne Tasse Tee und dann ein gemütliches Schwätzchen halten mit den beiden.
Wir lassen die Alltagsgeschäftigkeit für eine Weile vor der Tür stehen und widmen ein wenig unserer Zeit unserem Besuchern. Lauschen, was sie uns zu erzählen haben. Ach Frau Traurigkeit denkt noch immer an den lieben Großvater zurück und muss jetzt weinen, weil er ihr so sehr fehlt. Herr Sehnsucht erzählt von seinem Liebeskummer und davon, wie weh es getan hat und was noch immer schmerzt. Frau Traurigkeit muss an die alte Tante denken, wie schlimm war das doch, als sie die letzten Jahre so abgebaut hat. Und Herr Sehnsucht erinnert an die geliebte Katze, die so plötzlich verschwunden war.
Sie erzählen und erzählen, die Beiden. So viel fällt ihnen und uns dazu wieder ein, Schmerz und Trauer. Und doch tut es gut, dem Erlebten und Vermissten Raum zu geben. Die Tränen laufen zu lassen und das Herz zu befreien.
Und dann – nach einiger Zeit – ist alles erzählt. Es fällt ihnen nichts mehr ein. Frau Traurigkeit und Herr Sehnsucht bedanken sich freundlich für den Tee und die gemeinsame Zeit, sagen “Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal” und verlassen ganz leise das Haus.
Vor der Tür treffen sie die Alltagsgeschäftigkeit und bitten diese, doch noch ein wenig zu warten….
Auch Kinder müssen trauern dürfen. Ob nun ein geliebter Mensch oder “nur” ein geliebtes Tier gestorben ist, Kinder empfinden dabei ein sehr starkes Gefühl der Trauer. Egal wie sie dieses Gefühl äußern, ihre Trauer braucht Raum. Ob sie dabei nun in Tränen ausbrechen, schreien, verzweifeln oder in sich reinfressen, genau wie Erwachsene müssen sie die Trauer ausleben dürfen.
Gerade bei Kindern ist die Trauer noch viel extremer als bei Erwachsenen und sollte sich auch so äußern dürfen. Ein gut gemeintes Ablenken schadet hier, auch wenn vielleicht der Eindruck entsteht, nun sei alles wieder gut. Oft ist es das erste Mal, dass Kinder mit diesem Gefühl konfrontiert werden, die Welt gerät für sie aus den Angeln, nichts ist mehr so wie es war. Werden solche Gefühle unterdrückt, so nagen sie unter der Oberfläche weiter, können sich im Extremfall auch in körperlichen Symptomen äußern. Bettnässen bei bereits trockenen Kindern kann zum Beispiel ein solches Symptom sein.
Manche Kinder zeigen ihre Trauer nach außen nicht oder nur wenig. Gerade wenn Eltern selbst auch trauern, wollen die Kinder ihre Eltern nicht zusätzlich belasten und versuchen, alles mit sich selbst aus zu machen. Diesen Kindern sollte auf jeden Fall eine Möglichkeit gegeben werden, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, bei Vertrauenspersonen außerhalb des Elternhauses.
Ein Beispiel aus der Fachliteratur fällt mir dazu ein, im “Ereignis Kunsttherapie” schildert Marie-Thérèse de Tscharner einen Fall aus ihrem Atelier. Ein siebenjähriger Junge, der sich in den letzten zwei Jahren zu einem traurigen und unlustigen Kind verändert hat, verarbeitet im Atelier die Trauer und die Schuldgefühle zum Tod seines Hundes. Der Hund wurde von einem Auto überfahren, der Junge machte sich Vorwürfe, weil er die Leine nicht halten konnte. Beim Malen kann er seiner Trauer Ausdruck geben und mit dem letzten Bild einer Reihe, dem verstorbenen Hund einen Platz im Hundehimmel und seinem Herzen malen.
Das Gefühl der Trauer hat wahrscheinlich jeder von uns schon in irgendeiner Form erlebt. Und nicht wenige dürften auch Aussagen wie ‘nun muss aber mal gut sein’ oder ‘das Leben geht weiter’ gehört haben. Doch jeder verarbeitet Trauer anders. Gerade in unserem Kulturkreis wird Trauer gern unterdrückt, schon nach kurzer Zeit als ‘ungehörig’ empfunden. Noch vor einigen Jahrzehnten war auch hier das Trauerjahr ganz selbstverständlich, mittlerweile soll möglichst schnell wieder alles gut sein.
Aber Gefühle lassen sich nicht einfach abschalten. Auch wenn sie unterdrückt werden, gären sie dicht unter der Oberfläche weiter, lassen uns ein Stück Lebenslust verlieren oder äußern sich in körperlichen Symptomen.
Der Malraum, mit seiner Geborgenheit, bietet auch der Trauer Raum. Ob nun bewusste Trauerarbeit geleistet wird, oder im ganz normalen begleiteten Malen die unverarbeitete Trauer an die Oberfläche kommt, Bilder helfen dabei, dieses Gefühl anzunehmen und die Situation zu verarbeiten.
Ein paar meiner eigenen Erfahrungen damit habe ich hier und hier beschrieben.
Auch diese Bilder sind wieder so unterschiedlich wie die Malenden selbst. Doch eines ist allen gemeinsam – wenn sie aufs Papier dürfen, sind sie heilsam und hilfreich.
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