Herzlich Willkommen auf meiner Homepage!
Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

Social Bookmarks und Verzeichnisse

Blogverzeichnis
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Treppe in die Dunkelheit – jetzt auch als E-Book erhältlich

 

 

 

“Treppe in die Dunkelheit: Eine Suchtgeschichte” jetzt bei Amazon bestellen

 

Alles, was es dazu zu sagen gäbe, habe ich im Prinzip schon hier geschrieben. Deshalb an dieser Stelle nur den Hinweis, dass es jetzt auch als E-Book bei Amazon erhältlich ist.

Mein Kind malt immer mit so traurigen Farben

Farbspuren,spuren hinterlassen

farbige Farb-Spuren

Viele Eltern aber auch Erzieherinnen machen sich Sorgen, wenn (speziell kleine) Kinder bevorzugt zu schwarz und braun greifen. In unserem Kulturkreis wird diesen Farben traditionelle eine eher negative Bedeutung zugemessen. Schwarz gilt als die Farbe der Trauer und auch dunkelbraun wird mit Ähnlichem assoziiert.

Gerade kleine Kinder haben diese Deutung der Farben noch nicht verinnerlicht und viele greifen sehr gern zu den ganz dunklen Farben. Warum?

Schwarz auf weißem Papier gibt den größtmöglichen Kontrast. Mit keiner anderen Farbe sieht man so gut, was man gemalt hat, die Spuren sind in schwarz am deutlichsten.

Was für ein tolles Gefühl – ich hinterlasse deutlich sichtbare Spuren!!!

Wenn wir es schaffen, uns von unserem ‘Erwachsenenweltbild’ zu lösen und Farbe schwarz wertfrei zu betrachten, dann können wir das erkennen und annehmen. :-) In anderen Kulturen, wie beispielsweise in Indien, gilt weiß als Farbe der Trauer.

Kinderbilder müssen nicht knallbunt sein – zumeist werden sie es ab einem gewissen Alter (so etwa späte Kindergartenzeit und Grundschulzeit).

Oft kehrt das Schwarz dann in der Pubertät wieder zurück, in Form von grafischen Elementen und sehr reduzierten, plakativen Darstellungen.

Doch auch hier gilt: kein Grund zur Besorgnis.

In der ‘nicht Fisch nicht Fleisch’ Phase ist das zunächst ganz normal und altersentsprechend und wenn keine sonstigen Auffälligkeiten vorliegen kein Alarmsignal sondern eher das Ausdruck des Lebensgefühls “Wie soll ich mich für Farben entscheiden, wenn ich doch selbst so gar nicht weiß wer und was ich bin?”. Gern spiegelt sich das auch in der Kleidung wieder und drückt hier oft auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppierung aus.

Gönnen wir den kleinen und größeren Kindern ihre Schwarz-Weiß-Malerei!

Total geheim!

geheimnis, geheim, schloss,schlüsselloch

Total geheim!

Total geheim!

Workshop für Kids von 5-12 Jahren

Psst Geheimsache!!!

Für total geheime Geheimsachen braucht es auch das standesgemäße Geheimversteck.

In diesem Workshop bauen wir ein ganz geheimes Geheimnisaufbewahrungsgeheimnis.

Mit Geheimtinte schreiben wir geheime Botschaften, die nur Eingeweihte entschlüsseln können, vor allem, wenn sie auch noch in einer ganz geheimen Geheimschrift geschrieben werden.

Und ein bisschen unterhalten wir uns ganz insgeheim auch darüber, welche Geheimnisse es eigentlich gibt, welche gut sind, und wie Ihr Euch verhalten könnt, wenn Euch bei einem Geheimnis nicht so wohl ist.

Verschwiegenheit ist Ehrensache!!!

Für meinen Job tu ich alles – Mobbing am Arbeitsplatz

mobbing am arbeitsplatz,bossing,kollegenmobbing,beruf

Auch am Arbeitsplatz wird gemobbt

Ganz beliebt und im Rahmen der Wirtschaftskrise stark im Aufwärtstrend – Mobbing im Job!

Was sind die Motive für Mobbing am Arbeitsplatz?

Das Phänomen ist nicht neu, doch es tritt in neuer Qualität auf. Strategisches Mobbing  erspart langwierige und teure Kündigungsverfahren, gerade bei schwer kündbaren Arbeitnehmern wie Schwangeren, Schwerbehinderten und Betriebsräten.

Oftmals nehmen dabei die Kollegen die Angelegenheit “in die Hand”, doch auch die Vorgesetzten verstehen es zunehmend, mit “Bossing“  zu taktieren. Wird Stellenabbau angekündigt, so wird immer häufiger gleich “intern” geklärt, wer zu gehen hat.

Doch nicht jedes Mal ist ein fälliger Stellenabbau die Motivation für Mobbing am Arbeitsplatz. Andere Gründe können sein, dass der Gemobbte zu kompetent ist und damit eine Gefährdung für die Kollegen darstellt. Gerade eingespielte Teams, um nicht zu sagen alte Seilschaften, reagieren auf frischen Wind oft sehr unwillig. “Der passt nicht zu uns” ist dann der Tenor. Weiterlesen Für meinen Job tu ich alles – Mobbing am Arbeitsplatz

Die Katastrophen-Lilli – “was da alles passieren könnte!”

Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 10

In einem gesunden Maß ist dieses Verhaltensmuster überlebensnotwendig und sicher trägt so ziemlich jeder von uns etwas davon in sich. Sogar die tapferen Gallier rund um Asterix, die vor nichts und niemandem Angst hatten, hatten die Befürchtung, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Das gesunde Maß bewahrt uns davor, Hals über Kopf in gefährliche Situationen zu geraten.

Doch wieder macht die Dosis das Gift, wenn dieses Verhaltensmuster Überhand nimmt und die Kontrolle bekommt, dann wittern wir überall mögliche Katastrophen und trauen uns am Schluss gar nichts mehr zu.

Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?

Beim begleiteten Malen wird dieses Verhaltensmuster nach mehreren Bildern erkennbar. Wenn jede Farb-Spur in etwas Hochdramatisches gedeutet wird, wenn es nicht möglich ist, Banales aufs Papier zu bringen, dann könnte eine Katastrophen-Lilli im Malenden stecken und sein Verhalten bestimmen. Gerade das begleitete Malen mit seiner realistischen Darstellung bietet sich an, um die Katastrophenfantasien in einen Bezug zur Realität zu bringen, Malende wieder auf den Boden zu holen und neues Zutrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten gewinnen zu lassen.

Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?

Spätestens dann, wenn die Katastrophenfantasien anfangen, das Verhalten zu verändern und das alltägliche Leben einzuschränken, sollte diese Lilli auf ein gesundes Maß reduziert werden.

Ein Spaziergang? Um Himmels willen, es könnte ja anfangen zu gewittern – auch wenn am strahlend blauen Himmel kein Wölkchen zu sehen ist.

Das Kind ist jetzt schon zwei Minuten zu spät? Rettungswagen, Kinderschänder oder gar der Bestatter treten vor Deinem geistigen Auge auf? Oder holst Du Dein 12jähriges Kind noch immer von der Freundin eine Straße weiter ab?

Nimm’ Deinen Mut zusammen, verbann’ die Katastrophen-Lilli in die hinterste Ecke und lass’ Dich mit Bildern erden.

Die Termine findest Du hier – melde Dich einfach an.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit einer solchen Katastrophen-Lilli gemacht? Wann war sie hilfreich, wann hat sie Dich eingeschränkt?

“Oder vielleicht doch anders?”

Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 6

Es ist ganz sicher eine gesunde Einstellung, sich den Weg in andere Optionen offenzuhalten. Ein unverstellter Blick kann helfen, neue Möglichkeiten zu entdecken und anzuwenden.

Manchmal artet das aber dahingehend aus, dass einem Problem kontinuierlich ausgewichen wird. Statt dieses – immer drängendere – Problem anzugehen, werden andere Aktivitäten angefangen, neue Probleme entdeckt, die zuerst bearbeitet werden.

Ob das nun ein Bügelwäscheberg ist oder ein Beziehungsproblem, eine unklare Teillösung in einem großen Projekt oder ein unangenehmes Telefonat, gemeinsames Merkmal ist, dass sich das Problem keinesfalls von allein erledigen wird. Und doch weichen wir aus, manövrieren drumherum und machen keine Anstalten, es wirklich zu lösen.

Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?

Auf dem Papier wird das gleiche Verhalten an den Tag gelegt, wie im wahren Leben.

Das Gesicht meiner Person ist mir unklar – ich male erstmal die Haare. Jetzt müsste ich am Gesicht weitermachen, aber zuerst male ich die Kleidung. Ich weiß noch immer nicht, wie das Gesicht aussehen soll, also widme ich mich der Umgebung. Die ist jetzt fertig, eigentlich ist nur noch das Gesicht zu malen. Aber nein, die Haarfarbe gefällt mir nicht, die ändere ich zuerst noch. Und die Kleidung ist auch noch nicht so, wie ich sie gern hätte, da muss noch dies und das gemacht werden…

Die Zeit verrinnt und das wesentliche – in diesem Fall das Gesicht – bleibt unfertig. Als Malleiterin ist es in solchen Fällen meine Aufgabe, auf das Ausweichen aufmerksam zu machen und gegebenenfalls die Fertigstellung einzufordern.

Zumeist sind es unangenehme Themen, vor denen wir ausweichen. Auf dem Papier kannst Du erkennen, dass es gar nicht so schlimm ist, einfach dranzugehen. Dieses Verhalten überträgt sich auf Dauer auch wieder ins wahre Leben.

Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?

Spätestens wenn Schaden durch das Ausweichen entsteht, ist es allerhöchste Eisenbahn, das Verhalten zu ändern. In extremen Fällen stecken tiefsitzende Ängste dahinter, es wird versucht, die Situation um jeden Preis zu meiden und Ausweichstrategien zu entwickeln.

Das Verhaltensmuster kann sich dahingehend steigern, dass beispielsweise Wege so ausgerichtet werden, dass kein bellender Hund oder keine Brücke auf der Strecke liegt.

Immer dann, wenn Du bemerkst, dass Dich die Ausweichstrategien unangemessen beschäftigen, solltest Du Dir überlegen, ob Du nicht dagegen angehen willst.

Du kannst Dir hier einen Termin aussuchen und Dich dann per Mail oder Telefon (06238/1027) anmelden, weich nicht aus!

“Das geht auch noch besser!”

Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 5

Ja klar, so ziemlich alles geht noch besser. 150%ig oder sogar 160%ig.

Wer genau genug schaut, findet überall Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten – nichts und niemand ist perfekt. Doch wer immer und überall so genau schaut und arbeitet, der verliert nicht nur den Blick fürs Große und Ganze, sondern setzt sich auch selbst unter immensen Druck. Einen Druck, der im extremsten Fall so weit führen kann, dass eine totale Lähmung eintritt.

Arbeiten werden gar nicht mehr in Angriff genommen, weil sie dem inneren Perfektionisten ohnehin nicht gut genug abgeliefert werden können.

Auch in den weniger krassen Fällen richtet Perfektionismus Schaden an. Er hinterlässt bei allem das miese Gefühl des ‘nicht Genügens‘. Denn wenn nichts gut genug ist, dann kann ich als Ausführender ja auch nicht gut genug sein. Perfektionismus kann in manchen Fällen von Außen auftreten, wenn Eltern oder Vorgesetzte diese Erwartungshaltung haben. In viel mehr Fällen wird aber der Perfektionismus zum hausgemachten Problem, die eigene Erwartungshaltung ist ungesund hochgesteckt.

Hier lässt sich die Paretoregel anwenden – in 20% unserer Zeit, erledigen wir 80% unseres Arbeitspensums. Warum also sollten wir uns die restlichen 80% der Zeit quälen, um weitere 20% Arbeit zu schaffen?

Oder – ganz flapsig formuliert – manchmal ist es gut, auch mal fünfe grade sein zu lassen!

Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?

Perfektionisten outen sich am Bild sehr schnell und offensichtlich. Sie können es nicht aushalten, wenn Linien nicht gerade sind, Farben nicht perfekt passen, ein Gesicht nicht gelingen will. Wenn die Abbildung nicht realitätsgetreu genug ausfällt, wird wieder und wieder verbessert, nach einer Vorlage verlangt und gehadert mit dem, was auf dem Bild ist.

Wenn sie überhaupt ans Bild gehen und nicht schon von vornherein mit den Worten “Ich kann überhaupt nicht malen”, sich gar nicht erst auf einen Versuch einlassen.

Hilfreich kann es da sein, wenn einzelne Bilder unter Zeitdruck gemalt werden müssen und Zugeständnisse an die eigenen Erwartungen gemacht werden können – aufgrund des Zeitrahmens. Hier wird auch immer mal wieder meine Frage auftauchen “Kannst Du es so lassen?“. Oder auch die Aufforderung “Mach es, so gut es geht!“.

Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?

Perfektionismus sollte auf jeden Fall abgebaut werden, wenn er zur Belastung wird. Zu hohe Ansprüche an sich selbst führen zu einem ungesunden Dauerdruck und hausgemachtem Stress. Kommen noch andere Faktoren dazu – und das ist in der Regel der Fall – ist der Weg in den Burnout vorgezeichnet.

Du willst der Perfektionismusfalle entkommen?

Dann such Dir einen Termin aus und melde Dich an – auch und gerade dann, wenn Du meinst, überhaupt nicht malen zu können.

Die Bilder muss niemand sehen, sie sind nur für Dich!

“Du hast ‘nen Sprachfehler”

Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 3

“Du hast ‘nen Sprachfehler, Du kannst nicht Nein sagen”

Es ist schon einige Jahre her, dass eine Bekannte dies erzählte. Ein Kollege sprach sie so an und signalisierte ihr damit, dass sie ihre Arbeitshaltung überdenken muss.

Niemand lehnt gern ein begründetes Anliegen ab. Doch gerade in Beruf oder Familie werden oft so viele Anliegen an Dich herangetragen, dass es eigentlich zu viel wird.

Auch Dein Tag hat nur 24 Stunden….und nicht alle diese Anliegen sind wirklich berechtigt oder notwendig.

Wenn Du es nicht schaffst, einen Teil der Anfragen abzulehnen, dann führt das zu einer hoffnungslosen Überlastung und auf Dauer in den Burnout.

Es erfordert Mut und oft auch diplomatisches Geschick ‘Nein’ zu sagen. Aber Du wirst staunen, wenn Du es erstmal versuchst – es zieht keine fristlose Kündigung nach sich, wenn Du freundlich aber bestimmt erklärst, dass diese Aufgabe nicht in Deinen Zuständigkeitsbereich fällt oder nicht in Deinen Zeitplan passt. Und auch die langen Gesichter in der Familie bleiben nicht auf Dauer lang, wenn Du erklärst, dass Du nicht für diese ‘Mamataxifahrt’ oder jenen ‘Omabotengang’ zur Verfügung stehen kannst.

Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?

Nicht-Nein-sagen-können, das zeigt sich beim begleiteten Malen erst nach einiger Zeit. Es wird auch nicht so offensichtlich deutlich, wie andere Verhaltensmuster. Als Gesamteindruck wird es aber nach einigen Bildern erkennbar, wenn Malende beispielsweise sofort und bereitwillig auf Vorschläge eingehen, auch wenn diese eigentlich ihrer ursprünglichen Intention zuwiderlaufen.

Dadurch, dass die Malenden aber in der Regel für ihr Bild selbst verantwortlich bleiben, wird auf dem indirekten Weg das Nein-Sagen trainiert. Sie gewinnen Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und können diese dann auf Dauer auch selbstbewusst vertreten. Zudem tritt das Verhaltensmuster Nicht-Nein-Sagen-Können auch nie allein auf, es gibt immer begleitende Muster, wie beispielsweise die Schwierigkeit Grenzen zu setzen. Dieses wird im Malen sehr offensichtlich und lässt sich gut bearbeiten – das wirkt dann auch auf das Nein-Sagen zurück.

Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?

Der Terminkalender platzt aus allen Nähten, Du fängst schon an, Dich in ‘Notlügen‘ und Ausreden zu verstricken?

Allerhöchste Zeit für ein bisschen ‘Sprachtraining’!

Gerade wenn sich ein Gefühl der Überforderung breit macht, wird es sinnvoll, diesen Punkt anzugehen, je früher je besser.

Denn dieses Verhaltensmuster führt, wenn es zum Dauerbegleiter wird, auf dem sicheren Weg in den Burnout.

Wer sich immer mehr aufdrücken lässt, der implodiert irgendwann!

Soweit willst Du es nicht kommen lassen?

Dann such’ Dir schnell einen Termin aus und melde Dich an! Einfach nur ein Anmelde-Mail schreiben, der Rest geht wie von selbst.

Interview mit Rolf Höge, Autor von “Quo vadis, Alki?”

Rolf Höge, Mannheimer Autor, beschäftigt sich in seiner Autorenlesung “Meine  Schreibe…” unter anderem auch mit den Themen Sucht und Persönlichkeitsentwicklung. Höge  lebt seit vielen Jahren zufrieden abstinent und nutzte gerade am Anfang dieser Abstinenz das Schreiben und gelegentlich auch das Malen, um sich mit seiner eigenen Suchtvergangenheit auseinander zu setzen.

Mit seinem Ratgeber „Quo vadis, Alki?“, den man als e-book bei xinxii.com downloaden kann, wendet sich Rolf Höge in erster Linie an trockene Alkoholiker. Der Autor und betriebliche Suchtkrankenberater bietet aufgrund eigener Erfahrungen und selbst erlebter Betroffenheit ein Stück Hilfestellung an für einen Weg hinein in eine dauerhafte, zufriedene Abstinenz.

Was war Deine Motivation zum Schreiben?

Das Schreiben begleitet mich schon mein ganzes Leben. Auf meiner Schulbank lag das Lateinbuch und auf meinen Knien eine Ausgabe von Karl May. Selbstverständlich  wollte ich auch einmal ein großer Schriftsteller wie Karl May werden und begann mit ungefähr vierzehn Jahren kleinere Geschichten zu schreiben, die aber meist weder einen richtigen Anfang noch einen Schluss hatten. Schon damals merkte ich, dass Schreiben wohl sehr viel Arbeit ist.

Dann kam der Alkohol in mein Leben und irgendwann zeriss ich in einem Vollrausch meine Manuskripte. Danach  war zunächst einmal Ruhe mit dem Schreiben. Als ich mich von meiner Sucht befreit hatte, fasste ich wieder neuen Lebensmut und damit begann auch wieder das Schreiben.

Nach meiner Alkoholtherapie ließ man mich einige Jahre keine Schicht  mehr arbeiten, dadurch hatte ich weniger Verdienst als vor der Therapie, aber dieselben Ausgaben. Ich begann ein paar Kurzgeschichten zu schreiben und schickte sie an die Tageszeitung. Sie wurden angenommen und bedeuteten für mich eine kleine, zusätzliche Einnahmequelle. Durch die abgedruckten Kurzgeschichten wuchs auch der Glaube in meine Fähigkeiten. Ich schrieb kurze Prosa-Stücke und Gedichte, die dann in dem Band „Jenseits von Oggersheim“, einer Anthologie der Werkstatt Mannheim im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, veröffentlicht wurden. Als Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt nahm ich auch an einigen Lesungen teil, und meine Schreibe kam im Allgemeinen gut beim Publikum an.

Ich nutzte das Schreiben aber auch, um meine Suchtvergangenheit aufzuarbeiten. Es entstand „Ein stinknormaler Tag“, die Schilderung eines ganz normalen Tagesablaufes im Leben eines Alkoholikers, die ich noch heute öffentlich lese. Einen Teil meines Weges in die Sucht verarbeitete ich in meiner surrealistischen Novelle „Enzephalon lässt grüßen“, in der ein Alkoholiker an seinem dreißigsten Geburtstag plötzlich Besuch aus seinem Gehirn bekommt.

Mit den Jahren der Abstinenz wandelte sich allerdings meine Schreibe von der Suchtbewältigung über sozialkritische Texte bis hin zu humorvollen Texten mit einem Schuss Ironie. Einen Querschnitt daraus bildet meine Lesung „Meine Schreibe…“

Im Rahmen meiner NLP- und Coaching-Ausbildung kam mir dann, wie sicherlich vielen, die ähnliche Ausbildungen durchlaufen haben, die Idee einen Ratgeber zu schreiben, er sollte  Wege in eine zufriedene Abstinenz aufzeigen. So entstand „Quo vadis, Alki – Wohin gehst du, Alki?“

Während sich motivierende und aufklärende Schriften zum Thema Alkoholis­mus an Menschen richten, die noch in ihrer Sucht gefangen sind, wende ich mich mit diesem kleinen Ratgeber an Alkoholiker, die mit dem Trinken aufgehört und beschlossen haben, ohne Alkohol leben zu wollen. Dabei gebe ich keine Wege vor. Den Schwerpunkt lege ich vielmehr darauf, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man das Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben kann, um ohne Alkohol zu einer positiven Lebenseinstellung zu kommen. Es geht also um die Einstellung, die jemand für seinen Weg in die Abstinenz mitbringt, ob er Abstinenz als Verzicht oder Bereicherung erlebt.

Dieser kleine Ratgeber „Quo vadis, Alki?“ lag einige Jahre in meiner Schreibtischschublade, bis ich mich vor kurzem entschlossen habe, ihn als e-book anzubieten.

Wie würdest Du persönlich Sucht definieren?

Rein wissenschaftlich betrachtet, existiert der Begriff „Sucht“ eigentlich nicht mehr. Man spricht heute von Abhängigkeit. Jeder körperlichen Abhängigkeit geht für mich eine psychische Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten voraus. Die Unfähigkeit von dieser Substanz oder von einem bestimmten Verhalten zu lassen, diese nicht mehr vorhandene Freiheit, andere Verhaltensweisen wählen zu können, ist ein wesentliches Element der Abhängigkeit. Hinzu kommt, die Aufnahme der Substanz, wie beispielsweise Alkohol, nicht mehr steuern zu können. Man spricht dann von einem Kontrollverlust.

Ich selbst trank nicht täglich, dafür aber exzessiv. Die Abstände zwischen den alkoholbedingten Abstürzen wurden kürzer. Wesentlich aber war mit fortschreitendem Konsum, dass ich immer dann, wenn ich anfing zu trinken, keine Möglichkeit mehr hatte, mein Trinkverhalten zu steuern. Ich soff bis zum Umfallen und mir wurde erst spät klar, dass ich ein Alkoholproblem hatte. Gerade weil ich ja abstinente Phasen hatte, und weil der Übergang vom Konsum zur Abhängigkeit schleichend ohne sichtbare Grenze vor sich geht, gelangte ich nur schwer zu einer Krankheitseinsicht. Auch gesellschaftlich werden diese Saufeskapaden oft als „Ausrutscher“ toleriert.

Man sagt, wenn sich alle Alkoholiker in Deutschland  die Hand geben würden, könnten sie eine Menschenschlange von 3500 km bilden. Das entspricht ungefähr viermal der Strecke vom Bodensee bis zur Ostsee. Angesicht dieser Tatsache ist es schon erschreckend, wie wenig die Gesellschaft tatsächlich über diese Krankheit weiß und wie hartnäckig sich das Bild vom willensschwachen Alkoholiker hält.

Man überlege sich nur, wie viel Durchhaltevermögen ein Alkoholiker aufbringt, um seine Abhängigkeit aufrecht zu halten. Wie viel Energie und Kraft er aufbringt, um sich immer wieder entgegen aller schlechten Er­fahrungen mit Alko­hol zu versorgen. Wie lange er die herablassenden Blicke anderer aushält. Wie kann das willensschwach sein? Nein, Durchhaltevermögen, Energie und Kraft ist genau das Potential auf dem jeder aufbauen kann, der für sich entschieden hat, ohne Alkohol leben zu wollen.

Ich unterstütze Bestrebungen, die zu mehr Problembewusstsein in der Gesellschaft führen. Texte wie „Ein stinknormaler Tag“, in dem ich einen von vielen Tagesabläufen  eines Alkoholikers schildere, haben deshalb auch in meiner Autorenlesung „Meine Schreibe…“ noch heute ihren festen Platz.

Du verwendest den Ausdruck “das Lösungsmittel Alkohol” – hast Du es damals so empfunden, dass Alkohol Probleme löst?

Am Anfang meines Abhängigkeitsweges habe ich Alkohol getrunken und machte damit zunächst eine scheinbar positive Erfahrung. Es stellte sich ein entspannter, gelöster Wohlfühlzustand ein und ich konnte auf andere Menschen zugehen, lernte das andere Geschlecht besser kennen, weil ich viel gelöster nach außen hin auftre­ten konnte. Es funktionierte anfänglich alles sehr gut und bald suchte ich diesen vor­teilhaften Zustand immer öfter und erhöhte die Dosis, um dorthin zu gelangen, ständig. Alkohol wurde von mir also bewusst eingesetzt.

Mit Alkohol konnte ich Konflikten aus dem Weg gehen, anstatt sie zu lösen. Durch den Alkohol kam ich mit anderen Menschen in Kontakt, fühlte mich dazugehörig. Mit Alkohol konnte ich lachen, lustig sein. Andere Möglichkeiten, solche Gefühle ohne Alkohol zu erleben, kannte ich kaum. Insofern ist Alkohol ein Lösungsmittel, auch wenn mir erst spät deutlich wurde, welche Probleme ich damit zu lösen suchte.

Mehr über Rolfs Weg in die zufriedene Abstinenz, Lebensfreude und Wohlgefühl gibt es hier zu lesen.

Der sichere Weg durch die Pubertät

Ich bin mir sicher, dieses Ratgeberbuch wird ein absoluter Knaller und Verkaufsschlager.

Weiterlesen Der sichere Weg durch die Pubertät