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Nein, nicht erschrecken, es gab keine Katastrophe im gleichnamigen Vergnügungspark bei Köln.
Ein Feuilletonartikel von Jürgen Bräunlein im Rheinischen Merkur gab mir den Anstoß zu dieser düsteren Prophezeihung.
“Mit Wehmut erinnert man sich an Alfred Hitchcocks Duschszene in „Psycho“ – damals, im Jahr 1960, war das die Schockersensation schlechthin. Das Entsetzen beim Zuschauer entstand jedoch lediglich durch erhaschte Fragmente eines letztendlich weitgehend ausgesparten Gräuels. Qualen und Sterben des Opfers wurden nicht wirklich gezeigt, sondern vom Betrachter im Kopf erst zusammengesetzt. Hitchcock hat alles nur angedeutet. “
Das Kopfkino machte in alten Filmen und Romanen möglich, dass im Kopf des Zuschauers oder Lesers die genau richtige Dosis an Grauen entstand.
Ob es nun das zunehmende Medienangebot, ein Wettlauf um immer detailliertere Darstellungen oder noch tiefergehende Beweggründe waren, die zu den heutigen Darstellungen führten, im Ergebnis wird die eigene Phantasie des Konsumenten immer weniger einbezogen.
Wie jede Fähigkeit, die nur selten gebraucht wird, verkümmert die Phantasie, wenn sie nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kommt.
Was aber genau ist eigentlich Phantasie?
Im ursprünglichen Wortsinn ist sie nichts weniger als eine Vorstellung, im Sinne von Vorstellungskraft.
Die Vorstellungskraft ist aber eine unabdingbare Grundvoraussetzung für Kreativität und Empathie. Wer sich nicht vorstellen kann, wie es einem anderen Menschen geht, kann sich nicht in ihn einfühlen, nicht nachvollziehen, was im Gegenüber gerade vorgeht.
Doch nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, der ja noch immer gern als vernachlässigbar angesehen wird, brauchen wir Phantasie.
Auch Problemlösungen jeglicher, auch technischer, Art erfordern die Vorstellungskraft als Voraussetzung. Ein Ingenieur, der sich nicht bildhaft vorstellen kann, wie seine Konstruktion aussehen und funktionieren wird, kommt nicht über die bloße Nachahmung des Bekannten hinaus. Ein Wissenschaftler, der sich keine Vorstellung von seinem Arbeitsgebiet erschaffen kann, wird auf der Stelle treten. Und Manager, die nicht wenigstens einen Hauch empathiefähig sind, können zwar vielleicht kurzfristige Erfolge verbuchen, langfristig werden aber auch ihnen fehlende Visionen zum Verhängnis werden.
Untrennbar mit der Phantasie verbunden ist die Kreativität. Die spielt keineswegs nur für Künstler eine Rolle, sondern stellt – ganz stark vereinfacht – die Fähigkeit dar, aus Erlerntem neue Problemlösungen zu erschaffen.
Die gute Nachricht zum Schluss: Phantasie und Kreativität lassen sich trainieren, von kleinauf bis ins hohe Alter.
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 8
Schnell was machen, gleich schon beim nächsten Punkt. Schon vom Zuschauen wird Dir schwindelig, wenn jemand sich so verhält. Und wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, dann wird gern mal impulsiv reagiert. Dann war’s halt nix, dann wird das nächste angefangen. Und auch dort geht es schnell-schnell zur Sache. Arbeiten werden oft oberflächlich ausgeführt, ungenau und wenig gewissenhaft.
Ungeduld hat verschiedene Gesichter.
Sie kann hilfreich sein – bei ungeliebten Aufgaben – schnell durch und dann an die wirklich interessanten Sachen. Sie kann auch Antrieb sein, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Dem Perfektionisten kann sie helfen, rechtzeitig ein Ende zu finden. Und sie kann dazu führen, unpassende Situationen zu verändern.
Aber im Allgemeinen hat die Ungeduld doch eher ein Negativ-Image. Zu häufig verhindert sie das gründliche Einlassen auf eine Sache. Gern bringt sie Hektik mit sich und wird dann zu Unachtsamkeit, die zu Unfällen oder Gefährdungen führen kann.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Beim begleiteten Malen entscheidet der Gesamteindruck, ob ein Malender als ungeduldig angesehen werden kann. Oft wird schnell und wenig sorgfältig gearbeitet, wenn die Hauptsache eigentlich schon fertig ist und die Umgebung als wenig wichtig angesehen wird. In einem gewissen Rahmen kann das ein gesundes Verhalten sein.
 Ausschnitt aus einem Bewegungsbild
Wird ein Teil des Bildes schnell und flüchtig bearbeitet, während dieser Malende üblicherweise konzentriert und gewissenhaft malt, dann kann diese Ungeduld ein Hinweis sein, dass da gerade ein unangenehmes Thema ansteht. In so einem Fall werde ich nachfragen und versuchen, das Thema zu klären.
Wird am gesamten Bild schnell und nachlässig gemalt, dann ist es meine Aufgabe, den Malenden zu Ruhe und Konzentration zu führen, ihn auf sein Verhalten aufmerksam zu machen und es gegebenenfalls zu hinterfragen. Wenn ich den Eindruck habe, dass zuerst Stress und Hektik abgebaut werden muss, dann biete ich vielleicht auch an, ein Bewegungsbild zu malen, um danach für das eigentliche Bild wieder konzentriert sein zu können.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Gerade bei Kindern wird dieses Verhaltensmuster oft beklagt, ‘keine Geduld, keine Konzentration’ erzählen mir die Eltern. Häufig zeigt sich bei der Arbeit im Atelier, dass diese Kinder unter den passenden Rahmenbedingungen durchaus im Stande sind, ruhig, ausdauernd und konzentriert an ihren Bildern zu arbeiten. Es ist dann zu überlegen, ob diese Rahmenbedingungen wenigstens zum Teil auch in das Alltagsleben übertragen werden können.
Darüber hinaus ist es aber auch Übungssache, sich einer Aufgabe geduldig und aufmerksam zu widmen. Zum Üben bietet sich das Malen im Atelier gerade für Kinder an.
Doch die Ungeduld ist kein reines Kinderthema, sie betrifft auch die Erwachsenen. Vielfach fehlt die Gelegenheit, sich einer einzigen Sache aufmerksam zuzuwenden, ständige Ablenkungen sind im Berufsalltag an der Tagesordnung. Das Telefon klingelt, Mails trudeln ein, hier ruft ein Kollege und vor dem Fenster hat es gerade ziemlich laut gekracht. Der Termindruck wird immer größer, alles muss schnell-schnell gehen.
Gib Dir und Deinem Kind/Deinen Kindern Gelegenheit zur Ruhe zu finden und schicke mir ein Anmeldemail!
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 7
Kennt Ihr das? Von Anderen oder auch von Euch selbst? Wenn was schief läuft, dann zieht es tausend negative Ereignisse nach sich. Ein blöder Vorfall am Vormittag im Büro und schon ist in der Mittagspause das heißgeliebte Fleischkäsbrötchen ausverkauft, auf dem Rückweg fängt es aus heiterem Himmel an zu regnen, die Frisur ist ruiniert – ausgerechnet jetzt, wo noch ein wichtiger Kundentermin ansteht, der dann natürlich auch entsprechend unbefriedigend abläuft. Auf dem Nachhauseweg sind dann alle Ampeln rot und die Parkplätze voll. Der Kühlschrank weist gähnende Leere auf und die letzte Packung Käse, die sich noch in der Ecke versteckt hält, ist vor 6 Wochen abgelaufen und würde locker als Blauschimmel durchgehen, wenn es nicht eigentlich Emmentaler sein sollte….
Solche Tage gibt es hin und wieder. Aber manche Menschen haben diese “Pechtage” in ungesunder Häufung.
Was ist da los?
Hat sich die ganze Welt verschworen und unternimmt massive Anstrengungen, um demjenigen das Leben zur Hölle zu machen?
Oder ist nicht vielmehr der Blick dermaßen auf die negativen Vorfälle gerichtet, dass die vielen schönen und gelingenden Minuten gar nicht mehr wahrgenommen werden?
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Beim Malen wird sehr schnell deutlich, wohin der Fokus des Malenden ausgerichtet ist. Wer an seinem Bild nur die Stellen wahrnimmt, die nach seiner Auffassung nichts sind, der lebt das häufig auch außerhalb des Ateliers so. Je nach den anderen beteiligten Verhaltensmustern wird dann kritisiert, dass die Farbe ungeeignet weil zu dick, dünn, hell oder dunkel war oder auch, dass der Malende selbst dies, das und jenes ‘verhunzt‘ habe (der Perfektionist lässt grüßen). Doch ganz egal, ob die Ursache nun in äußeren Einflüssen oder im (vermeintlichen) eigenen Unvermögen gesehen wird – die Wahrnehmung wird zielsicher auf die weniger gelungenen Teile gerichtet.
Als Malleiterin frage ich in solchen Fällen nach, ob es denn auch Stellen gibt, die gut gelungen sind. Auf längere Sicht gelingt es den Malenden so, ihren Fokus gleichmäßiger auszurichten und auch Positives (wieder) wahrzunehmen.
Mit verschiedenen anderen Intervention lernen die Malenden, die Verantwortung für ihr Bild (Handeln) zu übernehmen und erkennen auf Dauer ihre eigenen Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten.
Und können im Idealfall nach einiger Zeit auch mal herzhaft über eigene Missgeschicke lachen.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Immer dann, wenn eine Beeinträchtigung des Lebensgefühls auftritt, sollte an diesem Verhaltensmuster gearbeitet werden. Verstärkt es sich immer weiter, dann kann es zu anhaltend schlechter Stimmung, im Extremfall sogar zu Depressionen und/oder Burnout führen. Gerade dann, wenn eigene Gestaltungsmöglichkeiten nicht erkannt werden, Menschen sich ausgeliefert und hilflos/machtlos fühlen, ist es höchste Zeit, die eigenen Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.
Nimm’ Dein Leben in die Hand!
Such Dir einen Termin aus und melde Dich an!
 Urlaubsbild mal anders
Ein gemeinsam gestaltetes Bild liefert einen sehr ergiebigen Ansatz, um (wieder) miteinander ins Gespräch zu kommen. Ob damit nun ein besonderes Ereignis, wie ein Urlaub, eine Hochzeit oder eine Schwangerschaft ‘aufbereitet’ wird oder ein ewiger Knatschpunkt aufs Papier (oder Tapet) gebracht wird – das gemeinsame Gestalten eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
Auch um auszudrücken, “was bedeutet für uns denn unsere Partnerschaft” liefern Papier oder Leinwand den geeigneten Hintergrund.
Gerade für Menschen, die sich mit Worten schwertun, bietet sich die nonverbale Ausdrucksmöglichkeit geradezu an.
Paare können bei mir als gemeinsame Aktivität miteinander in diesen ganz anderen Dialog zu treten.
Die Paarbilder können gemalt oder als Collagen oder Materialbilder gestaltet werden.
Für die Materialbilder eignen sich handliche, leichte Gegenstände, wie zum Beispiel Muscheln, Schleifen, Stoffstücke aber auch kleine Steine, Figuren und ähnliches. Eigenes Material sollte in das Bild einfließen, verschiedenes steht hier auch zur Verfügung.
Wer sich jetzt bis zum Valentinstag (14.2.2010) anmeldet, kommt in den Genuss einer Sonderaktion:
2 Stunden Valentinsbild malen für 2 Personen für nur 100 Euro.
Eine Leinwand in der Größe 50×70 cm ist im Preis enthalten.
Die Termine dafür müssen wir individuell vereinbaren, damit das Atelier und ich dann nur für Euch da sind. Ruf gleich an 06238/1027 oder schicke mir eine Mail.
Ich freue mich auf Euch!
…und ermöglicht alle Veränderungen.
Manche davon brauchen viele Anläufe und noch mehr Zeit. Oftmals stecken dann tiefere Themen dahinter, die zuerst aufgelöst werden müssen.
Manche Themen ändern sich auch nur durch eine andere Sicht darauf. Mein Problem ist nicht gelöst, aber ich sehe es jetzt mit anderen Augen und kann damit leben und umgehen.
Oder, um mit den Worten der Gestalttherapie zu sprechen:
“Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.” Arnold R. Beisser
Soll das jetzt der Freibrief sein, um nichts verändern zu müssen?
Ganz sicher nicht!
Aber gerade bei ganz veränderungsresistenten Themen kann die Erkenntnis, dass manche Dinge ihre Zeit brauchen, Druck aus der Angelegenheit nehmen.
Wenn Dir Dein tiefstes Inneres ganz ehrlich und aufrichtig sagt “Ich brauche noch Zeit“, dann (und nur dann) gib ihm die.
Damit will ich die Veränderungsserie für’s Erste abschließen und mich in der nächsten Zeit wieder ein bisschen mehr dem Malen zuwenden.
Obwohl beides für mich und meine Arbeit untrennbar miteinander verbunden ist. Jedes Bild, das in meinem Atelier gemalt wird, ist ein kleiner oder großer Baustein zu einer umfassenden und ganzheitlichen Veränderung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit.
 Mobiles Malen
Manchmal ist es wünschenswert oder erforderlich, das Malen außerhalb des eigentlichen Malraums anzubieten.
Ob nun in Einrichtungen für Senioren oder in Schulen, am Krankenbett oder im Jugendraum. Auch wenn dann ein paar kleine Einschränkungen auftreten, ist das Malen grundsätzlich auch mobil möglich. Wichtig ist, dass sich die Malenden in aufrechter Haltung zu ihrem Bild befinden können.
Mobil wird das mit Staffeleien ermöglicht, denn nicht überall lassen sich Malwände einrichten, auf denen das Papier direkt befestigt werden kann.
Je nach Anzahl der Malenden wird ein ausreichend großer Raum benötigt, pro Malendem etwa 1m²
 Platz für die Farben
Grundfläche. Dazu ein Tisch oder Regal für die Farben.
Die Staffeleien sollten kreisförmig, u-förmig oder in zwei gegenüberliegenden Reihen aufgestellt werden können, um mir einen freien Blick auf alle Bilder zu ermöglichen.
Der Boden wird abgedeckt und so vor Farbklecksen geschützt.
Alternativ kann auch mit Ölkreiden gemalt werden, die klecksen gar nicht.
Die Bilder stammen von einem “Mal Dich frei” Workshop im hiesigen Jugendraum, bei dem 8 Kinder zum Malen da waren. Und trotz der improvisierten Umgebung, stellte sich die gleiche konzentrierte Atmosphäre wie im echten Malraum ein. Die Kinder malten 2 Stunden lang hochkonzentriert und begeistert und waren richtig enttäuscht, als die Zeit um war. Die Jugendpflegerin war begeistert über die Ruhe, die in dieser Zeit herrschte.
Sehr schön kann ich mir das auch für einen besonderen Kindergeburtstag vorstellen. Vielleicht ja schon bald bei Euch?
Wie sehr die Kinder von den leuchtenden Farben fasziniert sind, habe ich hier ja schon mehrfach geschrieben. Und auch auf Erwachsene üben sie einen ganz besonderen Reiz aus. Anscheinend fasziniert das aber nicht nur Menschen, denn bei jeder sich bietenden Gelegenheit, schlüpft noch ein Gast ins Atelier:
 Na, magst Du auch mal malen?
In guter Gesellschaft würde sie sich damit schon befinden, es gibt noch mehr Tiere mit einem Hang zu Farben.
Wenn jemand eine Weile regelmässig begleitet gemalt hat, findet ein “Bildergespräch” statt. Dazu werden alle bereits gemalten Bilder im Atelier aufgehängt.
In einem Einzeltermin werden dann die Bilder gemeinsam von der Malenden und der Malleiterin betrachtet und besprochen.
Der Eintritt ins Atelier ist wirklich beeindruckend, alle Wände hängen voll mit meinen Bildern. Wie alte Bekannte oder auch fast Fremde hängen sie da. Manche wecken beim Betrachten eine Flut an Emotionen, andere sind noch immer rätselhaft. Und einige sind dabei, an die ich mich gar nicht mehr richtig erinnern kann.
Im Gespräch wird nach Verbindungen gesucht, manchmal haben Bilder, die zeitlich voneinander entfernt, entstanden sind, einen gemeinsamen Hintergrund. Manchmal gibt es ganze Bilderserien, die fortlaufend ein Thema behandeln.
Andere verschliessen sich auch jetzt noch und wollen ihre Bedeutung (noch) nicht preisgeben.
Spannend ist das!
Aufschlussreich!
Hilfreich!
Und beeindruckend bunt!
Bei mir im Atelier werden die Bilder gewürdigt, aber nicht gelobt.
Das hört sich erstmal ganz schön sonderbar an, hat aber durchaus seinen Sinn.
Wird ein Bild besonders gelobt, zumeist ja für ein positives Motiv, versucht das Kind immer mehr dieser “schönen Bilder” zu produzieren. Die Themenwahl wird dadurch eingeschränkt. Es traut sich nicht (mehr) auch Bilder zu malen, die keinen schönen Inhalt haben.
Gerade für solche Bilder soll aber das Atelier den Raum geben, auch die unschönen Seiten des Kinderlebens dürfen hier aufs Papier.
Darüber hinaus wird eine Erwartungshaltung aufgebaut, das Kind lauert regelrecht auf mein nächstes Lob. Bleibt das aus, so erfolgt der Umkehrschluß “mein Bild ist nicht gut”.
Anstatt mit einem Lob in der Form: “Das ist aber schön geworden!”, wird mit einer Aussage wie “das war ganz schön viel Arbeit!” oder “da hast du dich aber sehr angestrengt!” das Tun des Kindes anerkannt.
Auch hilfreich sind Aussagen darüber, wie das Bild auf mich wirkt: “Das macht mich richtig fröhlich!” oder auch “das macht mir Angst!”. Das besschreibt nur meine Gefühle, die des Kindes dürfen und können völlig anders sein. Hat es beispielsweise ein beeindruckendes Monster gemalt, darf ich sagen “das macht mir richtig Angst” – für das Kind kann dieses Monster dabei dann doch ein hilfreiches Wesen sein – “Gell, der sieht gefährlich aus, der passt in der Nacht auf mich auf, dass mir niemand was tut! Ich habe einen Beschützer, der sogar Dir Angst macht”.
Gerade in Gruppen ist darauf zu achten, dass die Kinder ihre Bilder auch nicht gegenseitig in der oben beschriebenen Form loben oder kritisieren.
“Jeder malt so, wie er es kann und will!” gibt jedem Bild den verdienten Rahmen und verhindert Konkurrenzkämpfe zwischen den Kindern.
Die Bilder bleiben im MalAtelier und werden den abholenden Eltern nicht gezeigt. Erst zum Abschluss eines Kurses, trifft das Kind, das die Bilder gemalt hat, die Auswahl, welche davon es mit nach Hause nehmen möchte.
So können die Kinder im geschützten Rahmen auch Themen bearbeiten, die sie beschäftigen, die aber nicht als schön im landläufigen Sinn gelten. Ob nun Eifersucht auf ein Geschwister, Trennungsängste, Trauer, Mobbing oder Einsamkeit, die Palette der kindlichen Themen ist breit und sollte ihren geschützten Raum erhalten.
Normalerweise wird in Gruppen von 5-8 Personen gemalt, ich begleite die ganze Gruppe als Malleiterin . Meine Aufgabe ist es dabei, Dir genau dann Hilfe zu geben, wenn es nötig ist.
Das geschieht auf mehreren Ebenen.
Zum einen auf einer eher technischen Ebene, also alles was direkt mit den Materialien zu tun hat. Da wären zuerst zu
klären, ob Du im Hoch- oder Querformat malen möchtest, mit Pinsel oder den Fingern, mit welchen Farben. Wenn Du zum ersten Mal so malst, gebe ich Dir auch eine kurze Einweisung, was ist wo zu finden, wie geht das vor sich. Auch später findet immer wieder Kontakt auf dieser Ebene statt, ich gebe Dir, falls erforderlich, technische Hinweise, überwache den Zeitrahmen, fordere Dich gelegentlich auf, mal ein paar Schritte zurückzutreten und das Bild aus der Distanz zu betrachten.
Die nächste Ebene ist auf den Malprozess bezogen. Hier gebe ich Dir, falls nötig, Hilfe beim Finden und Klären des Themas. Ich äußere meine eigenen Wahrnehmungen zum Bild und zeige Dir meine Anwesenheit durch Blick- und ggf. Körperkontakt. Niemals werde ich aber Dein Bild werten oder interpretieren. Ich werde manchmal meine eigenen Gefühle und Eindrücke wiedergeben, z.B. „Das macht mich richtig fröhlich!“ oder „Das wirkt auf mich traurig/bedrohlich/…“, aber keinesfalls Kommentare in der Art „was malst du denn da für fürchterliche Sachen“ abgeben. Ich werde Dich auch nach Deinen Gefühlen fragen, was Du empfindest, beim Malen und Anschauen Deines Bildes.
Auf einer dritten Ebene zeigst Du mir beim Malen Deine üblichen Verhaltensmuster. Ich kann Dir durch Nachfragen und Hinweise helfen neue Verhaltensmuster auszuprobieren.
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