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Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.
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“Internationaler Tag der Pflegenden” widmet sich chronisch Kranken
so titeln die Yahoo Nachrichten. Weiter wird ausgeführt, dass
…die Zahl chronisch Kranker weltweit stark ansteigt: Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen sowie Krebs sind die häufigsten Todesursachen und zeichnen für geschätzte 35 Millionen Tote jährlich verantwortlich.
Ich grüble nun, ob ich den Sinn dieses Tages falsch verstanden habe, oder ob sich hier das Nightingale-”Syndrom” mal wieder in Perfektion zeigt?
Der Tag der Pflegenden – darunter hätte ich mir eigentlich vorgestellt, ein Tag, an dem die enormen Leistungen, die Menschen als Pflegende, ob nun beruflich oder im familiären Bereich, vollbringen, gewürdigt werden.
Statt dessen wird ein Teil der Pflegebedürftigen in den Blickpunkt gerückt. So sinnvoll und berechtigt es nun sicherlich auch ist, auf die chronisch Kranken mit Herzproblemen, Diabetes, etc hinzuweisen – wo bleibt der Blick auf die Pflegenden?
Werden die erst beachtet – oder schlimmer noch, beachteten die sich erst dann selbst – wenn sie in Folge der dauernden Überlastung selbst chronisch krank geworden sind?
Nicht von ungefähr sind die Pflegeberufe ganz weit oben auf der Liste der burnoutgefährdeten Personen.
Liebe Pflegende, an dieser Stelle möchte ich Euch meine ausdrückliche Anerkennung aussprechen.
Und bitte – passt auf Euch auf!!!
Könnt Ihr gut und genug schlafen?
Dass ausreichender Schlaf wichtig ist, um leistungsfähig und gut gelaunt in den Tag zu gehen, ist recht naheliegend und wohl auch allseits bekannt. Dass zu wenig Schlaf sogar einen frühen Tod nach sich ziehen kann, war gestern in den Yahoo Nachrichten zu lesen.
Erhöhtes Diabetes-Risiko, verstärkte Neigung zu Depressionen – wer wenig schläft, spielt mit seiner Gesundheit. Wer regelmäßig die „ideale Schlafzeit“ von sechs bis acht Stunden unterschreitet, hat eine 12 Prozent höhere Chance, innerhalb der nächsten 25 Jahre zu sterben.
…
Denn die Folgen fehlenden Schlafs sind immens: Eine deregulierte Freisetzung von Wachstumshormonen beschleunigt das Altern, verlangsamt die Wundheilung, erhöht den Blutdruck und schadet dem Immunsystem, fasst Werner Stingl in der „Ärzte Zeitung“ zusammen. „In unserer modernen Gesellschaft kann man einen generellen Rückgang der Schlafzeit beobachten. Das gilt vor allem für Vollzeitbeschäftigte, die regelmäßig Überstunden einlegen sowie Schichtarbeiter“, so Cappuccio im „Sleep Journal“.
Also weniger Überstunden schieben, rechtzeitig in die Heia und ihr werdet steinalt, ließe sich daraus jetzt folgern.
Doch für manche Menschen ist das nicht so einfach. Die ganze Palette der Schlafstörungen, ihrer möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten sind auf dieser Website sehr anschaulich dargestellt.
Allein acht verschiedene Hauptursachen für Schlafstörungen machen die Betreiber aus:
1. Primäre Schlafstörungen (ohne körperliche/psychiatrische Ursache)
2. Schlafstörungen aufgrund von anderen körperlichen Erkrankungen
3. Schlafstörungen aufgrund von psychischen/psychiatrischen Erkrankungen
4. Schlafstörungen aufgrund von Umwelteinflüssen (z.B. Lärm)
5. Schlafstörungen aufgrund von Medikamenten/Drogen/Alkohol
6. Schlafstörungen aufgrund von psychischen Belastungen
7. Schlafstörungen aufgrund von Verhaltensgewohnheiten
8. Vererbung/Genetik als Einflussfaktor bei Schlafstörungen
Darunter sind eine ganze Reihe von Ursachen, die auf jeden Fall in ärztliche Behandlung gehören und nicht auf eigene Faust behandelt werden sollten. Im Teufelskreis der Schlafstörungen wird aufgezeigt, wie sich diese verselbständigen können.
So weit muss es aber nicht unbedingt kommen. Gerade die Gedanken und Befürchtungen, die eine entscheidende Rolle für das ‘nicht schlafen können’ spielen, lassen sich beispielsweise mit dem begleiteten Malen sehr gut entschärfen.
Entweder, indem belastende Themen durch das Malen aufgearbeitet werden, oder wenn der Wunsch nach erholsamem, gutem Schlaf als konkretes Anliegen in einer Metapher gemalt wird. Dann kann schon ein Bild für dauerhaft guten Schlaf sorgen.
Zum gestrigen Thema “Wenn die Eltern älter werden” habe ich einen hochinteressanten Beitrag in der ZDF Mediathek gefunden:
So geht es nicht weiter
In verschiedenen Konstellationen wird aufgezeigt, wie sich für Familien die Situation darstellt und welche Lösungen gefunden werden. Vor allem aber wird ein kleiner Einblick in die Zeit bis zu diesen Lösungen gegeben. Wie unterschiedlich die Beteiligten reagieren.
Und ich kann versichern, die sammelwütige kleine Dame, die sich stur in ihren Sessel setzt und das Mitkommen verweigert ist kein überspitzter Einzelfall, das geht noch weitaus drastischer – bis hin zum ‘auf-den-Boden-werfen-und-mit-den-Füßen-um-sich-treten’.
Allen, die in irgendeiner Form gerade in dieser Situation stecken, wünsche ich viel Kraft und gute Nerven – passt auf Euch auf!
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – 15. und letzter Teil
Dieses Verhaltensmuster gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. “Ich würd’ ja gerne…aber ich trau mich nicht” oder “Ich würd’ ja gerne….aber dies und das hindert mich daran” und nicht zuletzt “Ich würd’ ja gerne…aber ich krieg’s nicht auf die Reihe.” sind nur ein paar davon.
Allen gemeinsam ist, dass aus den unterschiedlichsten Gründen ein Ziel nicht verwirklicht wird, ja oft gar nicht als solches wirklich ernsthaft betrachtet wird. Luftschlösser bauen kann eine sehr kreative und nette Beschäftigung sein, wenn allerdings handfeste Alltagsnotwendigkeiten in die Wolken gehoben werden, dann kann das schnell kritisch werden.
Dahinter steckt in der Regel die Annahme, nicht Herr über das eigene Leben zu sein. Viele beeinflussende Faktoren verhindern, dass eigene Wege gegangen werden.
“Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe. “
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Auch vor dem leeren Blatt zeigt sich das Verhaltensmuster in genau dieser Form – “Ich würd’ ja gern einen Mensch malen, aber das kann ich nicht!” ist eine oft gehörte Aussage. “Was hindert Dich, es zu versuchen?” eine häufige Antwort. Die Hinderungsgründe sind häufig fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten – im geschützten Malraum können solche Ängste langsam und schrittweise über einen längeren Zeitraum abgebaut werden.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Wenn Du dieses Verhaltensmuster von Dir kennst und es gern verändern würdest, dann lausche doch mal in Dich rein. Warum würdest Du es gern verändern? Schränkt es Dich ein? Machst Du Dich selbst unnötig klein und traust Dir nichts zu? Möchtest Du Deine echten Ziele herausfinden aus der Vielfalt an Möglichkeiten? Dich auf den Weg machen?
Dann such Dir einen Termin aus und melde Dich an!
Oder gibt es doch zu viele Gründe, die Dich hindern? Welche sind das? Schreib’ mir doch einen Kommentar dazu, wenn Du magst.
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 14
Nun fragst Du Dich vielleicht, was an diesem Satz denn so schlimm ist? Grundsätzlich nichts, außer wenn er im Übermaß und bei ganz bestimmten Situationen verwendet wird.
Spontan habe ich ein weinendes Kind vor Augen, das mit einer Verletzung – ganz gleich ob an Körper oder Seele zu einer Bezugsperson läuft und dann genau das zu hören bekommt: “Ist nicht so schlimm…” oder noch schlimmer “Stell Dich nicht so an…”
Wer oder was gibt dieser erwachsenen Person das Recht, zu urteilen, wie schlimm das nun für das betroffene Kind ist? Verletzungen werden bagatellisiert – auch dieses nicht-ernst-genommen-werden schmerzt.
Wer das als Kind zu oft gehört hat, neigt als Erwachsener dazu, seine eigenen Verletzungen selbst zu bagatellisieren, sich nicht ernst zu nehmen. Auch das ist eine Form der Selbstentwertung.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
“Das ist jetzt nicht so geworden, wie ich mir es vorgestellt habe, aber das ist nicht so schlimm.”
Eine solche Aussage lässt mich aufmerksam werden. Doch nur zusammen mit anderen Faktoren ergibt sie als Gesamteindruck einen Hinweis darauf, dass hier vielleicht jemand an der Malwand steht, der sich selbst nicht schätzt. Ich muss im Gesamteindruck unterscheiden, ob sich hier gerade jemand von Perfektionismus befreit und Fünfe gerade sein lässt, oder wirklich eine Herabwertung dahintersteckt.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Das Bagatellisieren von Verletzungen oder Schmerzen kann zu einer massiven Selbstüberforderung führen. Wichtige Warnsignale von Körper und Seele werden missachtet und durch eine ständige Überschreitung von Grenzen können sich entsprechende Auswirkungen zeigen.
Wenn Du zu den Menschen gehörst, die auch krank am Arbeitsplatz erscheinen, weil es ‘nicht so schlimm’ ist oder Schmerz Dein Dauerbegleiter ist, dann ist es allerhöchste Zeit, dieses Verhaltensmuster aktiv anzupacken.
Aber auch wenn es Dich kränkt, dass andere Menschen respektlos mit Dir umgehen und eine innere Stimme Dir immer wieder flüstert ‘das ist nicht bös gemeint’, solltest Du vielleicht über diesen Aspekt nachdenken.
Wenn Dir der gesunde Menschenverstand schon einflüstert, dass es vielleicht besser wäre, Dich mal richtig auszukurieren oder Dir nicht alles gefallen zu lassen, dann zögere nicht länger und vereinbare einen Termin im Atelier.
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 13
Manche Lösungen haben sich bewährt. Manche haben sich aber nur etabliert und werden beibehalten, ohne den Sinn und die Zweckmäßigkeit zu hinterfragen. Und manche, um nicht zu sagen sehr viele Menschen, verlassen sich auf alte Lösungen – ob nun aus reiner Gewohnheit oder Angst vor Veränderungen.
Auch hier macht die Dosis das Gift – wer alles immer anzweifelt und verändern will, tut sich wahrscheinlich genauso wenig Gutes damit, wie jemand, der starr nach alten Mustern funktioniert.
Gerade in großen Firmen können bestimmt viele Mitarbeiter davon ein Liedchen singen, wenn Verbesserungsvorschläge abgebügelt werden und die alten Lösungen stur und starr beibehalten werden.
Wie sehr aber auch jeder Einzelne sich auf alte, eingeschliffene Strategien im Beruf verlässt, das werde ich morgen noch ausführlicher beleuchten, in meiner Besprechung des Buches “Ich kann auch anders” von Roland Kopp-Wichmann.
Doch heute soll das Augenmerk auf die “keine Experimente”- Haltung in ihrer allgemeinen Auswirkung bleiben.
Seit 20 Jahren immer an den gleichen Urlaubsort?
Die Kleidung im Schrank wirkt uniform und angezogen bekleidet sie eine graue Maus?
Routine macht sich breit und breiter?
Die Tage verlaufen gleichförmig und wie automatisiert?
Das Fernsehprogramm wird immer schlechter und Sex gibt’s samstags nach der Sportschau?
Die echte Lebensfreude fehlt, weil Langeweile und das Gefühl gelebt zu werden sich breit machen?
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Es ist nicht ganz so einfach, beim begleiteten Malen zu unterscheiden, ob jemand in alten Mustern verharrt oder ein bestimmtes Thema immer wieder bearbeiten muss, bis es gelöst ist. Kleine Details weisen dann aber doch darauf hin, dass hier Experimente abgelehnt werden, Scheu vor Neuem vorhanden ist.
Gerade beim Malen nach einer Farbspur passiert es häufig, dass ähnliche Spuren immer wieder auftauchen und der Malende auch immer wieder ähnliche Bildgegenstände darin erkennt. Solange dieses Erkennen nachvollziehbar ist, weist es auf ein wichtiges, noch nicht völlig bearbeitetes Thema hin. Wird aber ein Bildgegenstand in wirklich jede Spur ‘hineingesehen’, dann kann es gut sein, dass auf etablierte Lösungen gesetzt wird, ohne deren Sinn zu hinterfragen. Da entsteht dann die zehnte Landschaft, auch wenn die Spur eigentlich ein Portrait nahelegt, aber gern kommt dann eine kleine “Kann-Nixe” zum Vorschein und mault “Ich kann keine Menschen malen”.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Spätestens dann, wenn sich dieses fiese Gefühl gelebt zu werden breitmacht, wäre es eigentlich an der Zeit, ein paar Experimente zu wagen und neuen Lösungen eine Chance zu geben. Denn ansonsten kann sich das Gefühl der Überforderung einnisten und im extremsten Fall in den Burnout führen. Auch Zwänge können eine Chance erhalten, wenn nicht ein gesundes Maß an Experimentierfreude entgegen gestellt wird.
Raus aus dem Alltagsgrau, rein in ein buntes, vielfältiges Leben!
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Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 12
Natürlich hat jeder Mensch vieles, was er nicht kann. Sei es nun, dass er es noch nie probiert hat oder dass irgendwas wirklich nicht geht. Ich kann beispielsweise keinen neuen Weltrekord im 100 m Lauf aufstellen – das ist die schlichte Selbsterkenntnis einer über Vierzigjährigen. Aber ich kann versuchen, eine für mich gute Zeit über diese Strecke zu laufen, wenn ich das will.
Das ist die gesunde Ausprägung dieses Verhaltensmusters.
Die ungesunde Variante der “Kann-Nixe” wäre aber, sich bei allem und jedem abzuwerten und selbst nieder zu machen. Zu verzagen und auf gar keinen Fall zu probieren. “Malen? Das kann ich ja sowieso nicht!” – ich weiß gar nicht, wie oft ich genau diese Aussage schon gehört habe. Auch meine Frage, ob er/sie es denn überhaupt schon mal ernsthaft versucht hätte, wird dann zumeist abgebügelt – “das weiß ich auch so”.
Die “Kann-Nixe” kann noch nicht mal die Aussicht ertragen, etwas vielleicht lernen zu können, so tief ist die Selbstentwertung verwurzelt.
Gelingt einer “Kann-Nixe” dann mal wider ihr eigenes Erwarten doch etwas, dann findet sie 1000 Unzulänglichkeiten in ihrem Werk. Oder verlangt nach massiver Bestätigung von außen, durch ‘fishing for compliments’.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Beim Malen (falls sich eine “Kann-Nixe” tatsächlich mal ins Atelier verschwimmt) zeigt sich das Muster normalerweise recht schnell und deutlich. “Eigentlich sehe ich in der Spur einen Mensch, aber Menschen kann ich nicht malen”. “Kann-Nixen” können sich als harte Brocken entpuppen, denen es erst über einen längeren Zeitraum hinweg gelingt, ihr eigenes Werk und sich selbst anzunehmen.
Meine Hauptaufgabe ist dann oft, sie nach den kleinen Fleckchen suchen zu lassen, die sie selbst als gelungen akzeptieren können.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
“Kann-Nixen” lassen sich gern und bereitwillig ausnutzen, ob nun im Privatleben oder im Beruf.
Wer im tiefsten Inneren davon überzeugt ist, nicht wertvoll zu sein und demzufolge auch seiner Arbeit keine Wertschätzung entgegen bringt, wird keinen Widerstand aufbringen, wenn Überstunden angeordnet werden oder familiäre Leistungen gefordert werden.
Wer eins und eins zusammenzählen kann, wird die möglichen Folgen schon auflodern und ausbrennen sehen.
Deine “Kann-Nixe” ist noch ein “Kann-Nixchen” und Du möchtest sie gern in ihre Schranken weisen?
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Sei Dir das wert!
Hast Du selbst schon Erfahrungen gemacht mit solchen “Kann-Nixen” Gedanken? Hast Du vielleicht auch schon mal welche überwunden? Wie ist Dir das gelungen? Magst Du es in einem Kommentar erzählen?
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 11
Auch in der Form von “das ist noch gut genug” äußert sich dieses Verhaltensmuster gern. Es ist stark ausgeprägt bei Menschen, die für sich selbst nur die allerniedrigsten Ansprüche stellen. Sie begnügen sich mit vollkommen unzulänglichen Lösungen, obwohl das gar nicht nötig wäre – zumindest für den außenstehenden Betrachter.
Ob das nun die alte Omi ist, die ihre zigfach geflickte Unterwäsche verteidigt oder die junge Mutti in ausgeleierten Shirts und ausgewaschenen Jeans.
Dieses Verhaltensmuster kann auf mangelnden Respekt vor sich selbst hindeuten.
Ich bin nichts wert, deshalb ist eine schlechte Lösung für mich gerade passend.
Ganz fatal kann das Muster werden, wenn es im Hinblick auf die Gesundheit angewendet wird – eigentlich gehören Kranke ins Bett oder aufs Sofa. Aber “es geht schon wieder” sagt der Kollege, der mit sichtlich erhöhter Temperatur, laufender Nase und bellendem Husten hinterm Schreibtisch sitzt. “Es geht schon” sagt die Dreifachmutter, die mit beiden Händen ihren Rücken hält, mit schmerzverzerrtem Gesicht, während sie sich vornüber zum Korb mit nasser Wäsche bückt.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Auch beim Malen fallen diese Aussagen immer wieder. Dabei wird aber offensichtlich, dass es eben nicht ‘geht’.
Anstatt die Hilfe der Malleiterin anzunehmen – das ist schließlich ihre Aufgabe – wird auf eigene Faust gewurschtelt, das Bild wird immer schwieriger und unbefriedigender.
Als Malleiterin werde ich niemals in den Bildern meiner Malenden selbst reinmalen, aber durch klärende Worte kann ich den Malenden helfen, Problemstellen zu erkennen, den weiteren Weg zu finden und Darstellungsmöglichkeiten aufzeigen.
Meine Hilfestellung wird bei solchen Malenden zunächst so aussehen, dass sie gar nicht als Angebot erkennbar ist. Auf Dauer wird die Erkenntnis, dass es manchmal mit Hilfe besser geht, so am Bild und im Verhalten sichtbar.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Wenn dieses Muster dominiert, ist es in der Regel schwierig, eine Veränderung anzustoßen, denn bis die Betroffenen selbst Hilfe in Anspruch nehmen, muss der Leidensdruck schon gigantisch geworden sein, bzw. der totale Zusammenbruch erfolgt sein.
Eigentlich sollten spätestens dann, wenn es allererste gesundheitliche Folgen gibt, eine Wendung eingeleitet werden.
Wer sich selbst aber so hintenanstellt, dass alles gut genug ist, kommt selten auf den Gedanken, dass ihm Hilfe zustehen könnte. Zumeist erkennt das Umfeld jedoch schon früher, dass es nötig ist, dass der/die Betroffene hilfebedürftig ist. Manchmal lässt sich dann das Annehmen von Hilfe erwirken, wenn sie gut ‘getarnt’ wird und nicht offensichtlich als solche erkennbar ist. Zum Beispiel als Anliegen vorgetragen – “ich würde gern mal zum Begleiteten Malen gehen, aber allein mag ich nicht, gehst Du mit mir?”
Du hast jemanden in Deinem Umfeld, der Dir am Herzen liegt und sich genau so verhält?
Vielleicht magst Du ihm/ihr einen Malgutschein schenken und einen gemeinsamen Termin vereinbaren?
Welche Erfahrungen hast Du gemacht – mit Hilfe annehmen oder Menschen, die das genau nicht können?
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 9
“Was man angefangen hat, das muss man auch fertig machen!”
“Laß nicht nach, so kommst du hoch.“
“Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst.“
Wer hat nicht irgendwo im Hinterkopf diese Stimme, die solche Sätze aus tiefster Überzeugung predigt?
Natürlich sind solche Sprüche auch nicht ganz grundlos, denn es gibt ja nicht wenige Schwierigkeiten durch Sprunghaftigkeit und Ausweichen.
Doch auch das Durchhalten kann Probleme verursachen, wenn es zum Durchhalten um jeden Preis wird.
Wer sich ein Ziel gesetzt hat und dieses nun stur verfolgt, läuft Gefahr, dabei einen Irrweg einzuschlagen. Wir Menschen verändern uns, durch innere oder äußere Einflüsse.
Wer diese Veränderungen nicht berücksichtigt, kommt an einen Punkt, an dem das gesetzte Ziel schon lange nicht mehr passt. Ob das nun ein Studiengang ist, der mit vielleicht ganz falschen Vorstellungen angetreten wurde oder eine Ehe, die für beide Seiten eine einzige Quälerei geworden ist, manchmal passen die gesetzten Ziele aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Auch Bilder können ein Eigenleben entwickeln, sich durch innere und äußere Einflüsse verändern. Wer diese Veränderungen nicht zulässt oder nicht erkennt, der wird mit seinem Ergebnis oft nicht wirklich glücklich. Es wird nicht so, wie der Plan im Kopf, weist eine Menge Unstimmigkeiten auf, aber allein ist es schwer zu erkennen, worin diese liegen.
Bilder, die bis zum bitteren Ende gemalt werden, sind oft ein einziger Krampf für die Malenden.
Sie entstehen häufig aus dem Bildbeginn mit einer Farbspur, der das an die Oberfläche lässt, was uns im Unterbewussten gerade beschäftigt.
Als Malleiterin kann ich durch einen unvoreingenommenen Blick Unstimmigkeiten viel eher lokalisieren und die Malenden ermutigen, vom ursprünglichen Plan abzuweichen und sich dem Malprozess zu überlassen. Dabei kommen Impulse aus dem Unterbewusstsein auf das Papier und werden sichtbar.
Sehr oft zeigen diese Bilder, wenn sie sich entwickeln dürfen, den Malenden ihren Weg auf.
Für Außenstehende und auch für mich als Begleiterin ist dieser individuelle Lösungsansatz oft gar nicht oder nur sehr bedingt nachvollziehbar. Will sagen – ich erkenne, dass es einen Veränderungsprozess am Bild gibt und begleite diesen. Ob dieses Bild nun aber mit einer Beziehung, einem Jobproblem oder einem familiären Problem zu tun hat, muss ich gar nicht wissen, um es begleiten zu können.
Als Malender behältst Du die Kontrolle darüber, wieviel Du preisgeben möchtest.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Bis zum bitteren Ende sollte niemand gehen müssen.
Wenn ein Weg nicht mehr stimmt, muss es eine Möglichkeit geben, ihn zu reflektieren und zu korrigieren.
Wenn Dir zu einer Situation dämmert, dass sie für Dich nicht mehr passt, oder Du auch einfach ein diffuses Gefühl der Unstimmigkeit verspürst, dann kannst Du mehr Klarheit gewinnen, indem Du Dir einen Termin aussuchst – gern auch an einem Workshoptag und Dein Thema malst, bzw. ihm auf die Spur kommst.
Schick mir einfach ein kurzes Anmeldemail!
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 8
Schnell was machen, gleich schon beim nächsten Punkt. Schon vom Zuschauen wird Dir schwindelig, wenn jemand sich so verhält. Und wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, dann wird gern mal impulsiv reagiert. Dann war’s halt nix, dann wird das nächste angefangen. Und auch dort geht es schnell-schnell zur Sache. Arbeiten werden oft oberflächlich ausgeführt, ungenau und wenig gewissenhaft.
Ungeduld hat verschiedene Gesichter.
Sie kann hilfreich sein – bei ungeliebten Aufgaben – schnell durch und dann an die wirklich interessanten Sachen. Sie kann auch Antrieb sein, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Dem Perfektionisten kann sie helfen, rechtzeitig ein Ende zu finden. Und sie kann dazu führen, unpassende Situationen zu verändern.
Aber im Allgemeinen hat die Ungeduld doch eher ein Negativ-Image. Zu häufig verhindert sie das gründliche Einlassen auf eine Sache. Gern bringt sie Hektik mit sich und wird dann zu Unachtsamkeit, die zu Unfällen oder Gefährdungen führen kann.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Beim begleiteten Malen entscheidet der Gesamteindruck, ob ein Malender als ungeduldig angesehen werden kann. Oft wird schnell und wenig sorgfältig gearbeitet, wenn die Hauptsache eigentlich schon fertig ist und die Umgebung als wenig wichtig angesehen wird. In einem gewissen Rahmen kann das ein gesundes Verhalten sein.
 Ausschnitt aus einem Bewegungsbild
Wird ein Teil des Bildes schnell und flüchtig bearbeitet, während dieser Malende üblicherweise konzentriert und gewissenhaft malt, dann kann diese Ungeduld ein Hinweis sein, dass da gerade ein unangenehmes Thema ansteht. In so einem Fall werde ich nachfragen und versuchen, das Thema zu klären.
Wird am gesamten Bild schnell und nachlässig gemalt, dann ist es meine Aufgabe, den Malenden zu Ruhe und Konzentration zu führen, ihn auf sein Verhalten aufmerksam zu machen und es gegebenenfalls zu hinterfragen. Wenn ich den Eindruck habe, dass zuerst Stress und Hektik abgebaut werden muss, dann biete ich vielleicht auch an, ein Bewegungsbild zu malen, um danach für das eigentliche Bild wieder konzentriert sein zu können.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Gerade bei Kindern wird dieses Verhaltensmuster oft beklagt, ‘keine Geduld, keine Konzentration’ erzählen mir die Eltern. Häufig zeigt sich bei der Arbeit im Atelier, dass diese Kinder unter den passenden Rahmenbedingungen durchaus im Stande sind, ruhig, ausdauernd und konzentriert an ihren Bildern zu arbeiten. Es ist dann zu überlegen, ob diese Rahmenbedingungen wenigstens zum Teil auch in das Alltagsleben übertragen werden können.
Darüber hinaus ist es aber auch Übungssache, sich einer Aufgabe geduldig und aufmerksam zu widmen. Zum Üben bietet sich das Malen im Atelier gerade für Kinder an.
Doch die Ungeduld ist kein reines Kinderthema, sie betrifft auch die Erwachsenen. Vielfach fehlt die Gelegenheit, sich einer einzigen Sache aufmerksam zuzuwenden, ständige Ablenkungen sind im Berufsalltag an der Tagesordnung. Das Telefon klingelt, Mails trudeln ein, hier ruft ein Kollege und vor dem Fenster hat es gerade ziemlich laut gekracht. Der Termindruck wird immer größer, alles muss schnell-schnell gehen.
Gib Dir und Deinem Kind/Deinen Kindern Gelegenheit zur Ruhe zu finden und schicke mir ein Anmeldemail!
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Helft Nicky! Bitte mitmachen und weitersagen!
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