Gute Frage, die da jemand an Google gestellt hat und auf die hier bisher noch keine vernünftige Antwort zu finden ist. Das wird jetzt aber sofort nachgeholt, denn diese Frage hat wirklich ihre Berechtigung.
Beim begleiteten Malen malen Kinder mit weichen Haarpinseln und den schon mehrfach erwähnten Flüssigfarben (von Lascaux).
Das schult zum Einen die Feinmotorik, denn es ist gar nicht so einfach, den Pinsel in der richtigen Distanz zum Papier zu bewegen.
Der andere Grund ist, dass Kinder beim Malen mit den Händen ganz automatisch ins ‘Matschen’ verfallen. Die Farbe auf den Fingern verführt so dazu, dass dabei nach Herzenslust geschmiert und vermatscht wird. Dabei bleibt dann aber ein ganz wesentlicher Aspekt des begleiteten Malens, nämlich das Gestalten, auf der Strecke.
Urformen, Körper-Ego und alle weiteren Aspekte der kindlichen Malentwicklung werden aber nur beim Gestalten der Bilder gefördert, deshalb malen die Kinder im Malraum mit Pinseln.
Wenn ich aber merke, dass ein Kind Frust, Wut, Unruhe oder Aggressionen in sich trägt, dann darf es durchaus auch mal ein Bild mit den Händen malen. Damit es besser rutscht, darf dann das Papier eingekleistert werden. Dabei kommen oft auch die Fingernägel zum Einsatz und dürfen bleibende Spuren auf den Farbschichten hinterlassen.
Ungefähr so sehen diese Bilder dann aus:
Sie haben durchaus ihren Reiz und auch ihre Berechtigung (lassen sich auch prima zu Hause malen), sind aber nicht der eigentliche Sinn des begleiteten Malens!




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