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	<title>malen-befreit.de &#187; gesellschaft</title>
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		<title>Wenn die Eltern &#228;lter werden&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Feickert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Es kann schleichend kommen oder schlagartig. Es kann lang dauern oder nur eine kurze Zeit. Relativ unproblematisch vonstatten gehen oder belastend und zerm&#252;rbend werden.</p>
<p>Wenn die <p>Weiterlesen <a href="http://malen-befreit.de/2010/04/26/wenn-die-eltern-aelter-werden/">Wenn die Eltern &#228;lter werden&#8230;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann schleichend kommen oder schlagartig. Es kann lang dauern oder nur eine kurze Zeit. Relativ unproblematisch vonstatten gehen oder belastend und zerm&#252;rbend werden.</p>
<p>Wenn die eigenen Eltern oder Schwiegereltern in die <strong>Hilfsbed&#252;rftigkeit </strong>kommen, dann kehrt sich das gewohnte Verh&#228;ltnis um. Nun m&#252;ssen die (hoffentlich erwachsenen) Kinder <strong>Verantwortung </strong>und <strong>F&#252;rsorge </strong>&#252;bernehmen.</p>
<p>Losgel&#246;st von der Frage, ob man <a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2740/soll-man-mit-74-jahren-noch-mal-vater-werden">mit 74 Jahren nochmal Vater werden soll</a> und der daraus folgenden Diskussion, die mich zu diesem Artikel angeregt hat, bleiben verschiedene Grundthemen, die mit dieser Konstellation verbunden sind.</p>
<p>Der <strong>Rollenwechsel </strong>ist f&#252;r beide Seiten schwierig.</p>
<p>F&#252;r die Eltern ist der <strong>Verlust von F&#228;higkeiten und Autonomie </strong>ganz sicher nicht leicht zu verkraften.</p>
<blockquote><p>„Ich dachte, ich kann arbeiten und aktiv sein, bis ich  einmal tot umfalle. So lange nutzlos rumzuliegen, das w&#228;re mir nie in  den Sinn gekommen“, klagt ein bettl&#228;griger 79-J&#228;hriger.</p></blockquote>
<p>So zitiert der <a href="http://www.focus.de/gesundheit/arzt-klinik/reha-pflege/altwerden/mentale-vorbereitung_aid_26415.html">Focus in einer Artikelserie zu diesem Thema</a> die Seite der betroffenen Elterngeneration. Doch der Fall der Aktivit&#228;t bis zum Ende ist eher die Ausnahme. Zunehmende <strong>Pflegebed&#252;rftigkeit</strong>, sowohl die Anzahl, als auch die Dauer betreffend sind die Regel.</p>
<p>F&#252;r die Kinder bedeutet das eine zunehmende, sich oft &#252;ber Jahre oder Jahrzehnte hinziehende Belastung. Zus&#228;tzlich zu Beruf, eigener Familie (wom&#246;glich noch mit Kleinkindern), fordern die Eltern Unterst&#252;tzung und Aufmerksamkeit.</p>
<p>Im <a href="http://www.welt.de/print-welt/article704467/Wenn_Eltern_gebrechlich_werden.html">optimalen Fall</a> stehen gen&#252;gend finanzielle Mittel und vor allem eine rechtzeitige Einsicht der Elterngeneration zur Verf&#252;gung, um einen rechtzeitigen Umzug in eine &#8211; wie auch immer aussehende  &#8211; Senioreneinrichtung zu realisieren.</p>
<p>Dann bleibt der Kindergeneration <em>&#8216;nur noch&#8217;</em> die Belastung, mit Verfall der elterlichen F&#228;higkeiten, Krankheit und zuletzt dem Tod umzugehen &#8211; eigentlich hart genug.</p>
<p>In vielen F&#228;llen jedoch sind die Senioren weder vorbereitet, noch einsichtig. Aus dem eigenen Erleben und Umfeld kenne ich eher die F&#228;lle, in denen die Annahme jeglicher externer Hilfeleistung verwehrt wird, keinerlei realistische Einsicht in die eigene Situation vorhanden ist und mit rationalen Argumenten nichts erreicht werden kann. Dann werden die Eltern wie Kinder &#8211; und zwar wie zweij&#228;hrige Trotzk&#246;pfe, Windelpakete inklusive. Und dennoch k&#246;nnen sie nicht wie solche behandelt werden, weder vom moralischen Standpunkt aus, noch vom Rechtlichen.</p>
<p>Den h&#228;ufig erteilten Ratschlag, <a href="http://www.neue-oz.de/_bazillus/psychologie/_contents/rollenwechsel.html">sich in die alten Menschen hinein zu versetzen</a> empfinde ich nicht unbedingt als hilfreich. Nat&#252;rlich kann ich mich in den <strong>Verlust der Eigenst&#228;ndigkeit </strong>hinein f&#252;hlen und kann auch nachvollziehen, dass es schwer f&#228;llt, den eigenen Haushalt aufzul&#246;sen. Aber sp&#228;testens dann, wenn die <strong>mangelnde Einsichtsf&#228;higkeit </strong>aufgrund einer Erkrankung wie <strong>Demenz </strong>dazu f&#252;hrt, dass andere gef&#228;hrdet werden, ist f&#252;r mich das Ende der Empathie erreicht und die Notwendigkeit auch unpopul&#228;res Handeln, wenn n&#246;tig auch gegen den Willen des Betroffenen zu etablieren.</p>
<p>Wenn der Vater noch Auto f&#228;hrt, obwohl er von den Reaktionen her dazu nicht mehr f&#228;hig ist, dann finde ich es grob fahrl&#228;ssig, ihn weiterhin fahren zu lassen. Und wenn die Mutter noch selbst kochen will, dann ist f&#252;r mich sp&#228;testens dann Ende der Fahnenstange, wenn sie sich bei aufgedrehtem Gashahn, laufendem Wasserhahn und offenstehendem K&#252;hlschrank aus der Wohnung aussperrt.</p>
<p>Sp&#228;testens dann muss das <strong>Verantwortungsgef&#252;hl </strong>siegen und eine L&#246;sung gefunden werden. Notfalls auch gegen den erkl&#228;rten Willen der Betroffenen.</p>
<p><a href="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2010/04/wohin-mit-vater.jpg"><!-- --><img class="alignleft size-full wp-image-1832" title="wohin mit vater" src="http://malen-befreit.de/wp-content/uploads/2010/04/wohin-mit-vater.jpg" alt="" width="106" height="160" /></a>Ganz anschaulich und eindrucksvoll wird diese Situation in der gelungenen Verfilmung des Buches <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596175305?ie=UTF8&amp;tag=daskreativeha-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3596175305">Wohin mit Vater?: Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem</a><!-- --><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=daskreativeha-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3596175305" border="0" alt="" width="1" height="1" /> aufgezeigt. Die &#228;u&#223;eren Schwierigkeiten und die teilweise noch immer fehlenden legalen M&#246;glichkeiten treiben den Sohn zur osteurop&#228;ischen, illegal besch&#228;ftigten Pflegekraft. Das kann ganz sicher nicht das Patentrezept sein, ist in der Realit&#228;t jedoch eine verbreitete (Not-)L&#246;sung.</p>
<p>Politik und Gesellschaft sind gefragt. Aber auch jeder Einzelne. Die Elterngeneration sollte sich fr&#252;hzeitig Gedanken f&#252;r den &#8220;worst-case&#8221; machen. Und die Kindergeneration soll und muss sich jede nur denkbare Unterst&#252;tzung einholen.</p>
<p>Sei es nun Pflegedienst, NachbarschaftshelferInnen, Beratungs- und Koordinierungsstellen oder Krankenpflegeverein.</p>
<p>Und &#252;ber dem Ganzen nicht vergessen, auch <strong>auf sich selbst zu achten</strong>, die <strong>eigenen Grenzen und Freir&#228;ume achten </strong>und sich daf&#252;r gegebenenfalls <strong>Unterst&#252;tzung </strong>zu suchen.</p>
<p>Welche Erfahrungen habt Ihr in dieser Situation gemacht? Was oder wer hat geholfen?</p>
<p><em>Schreibt doch Eure Ansicht in einem Kommentar!</em></p>
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