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Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.
Social Bookmarks und Verzeichnisse
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Manchmal entwickeln die Bilder ein richtiges Eigenleben. Ein schönes Beispiel dafür ist mir im Rahmen der Ausbildung widerfahren.
Ich begann das Bild mit einer Farbspur in rot. Mit geschlossenen Augen einfach irgendwie die Farbe aufs Papier gebracht und dann geschaut, was das so sein könnte. Ah, ganz klar, eine Himbeere, riesengroß und saftig-lecker.
Beim Ausarbeiten dieser Himbeere, fing die dann aber an zu zicken und so gar nicht mehr so zu wollen wie ich. Der größte Teil war schon fertiggestellt, eigentlich musste jetzt nur noch ein Blatt unter die Beere, doch irgendwie klappte es nicht so recht.
Ich merkte, dass es mir nicht gelingen wollte, die Himbeere nur als leckere, verlockende Frucht darzustellen und noch ehe mir so wirklich klar war, was ich da mache, fing ich an, einen Wurm reinzumalen. Aber so richtig mit Genuss und Befriedigung.
Das Bild war noch nicht richtig fertig, da konnte ich meiner Malbegleiterin auch schon erklären, was es mit dem Wurm auf sich hatte – meine Eltern hatten Himbeeren im Garten, Riesenmengen an Himbeeren, die immer restlos gepflückt und verwertet werden mussten. Himbeermarmelade, Himbeerquark, Himbeerkuchen, Himbeersaft usw. Und das alles immer in so einer genussfeindlichen Haltung „das haben wir, das muss weg!“.
Der Wurm war meine späte Genugtuung dafür.
Und mir ging es nach diesem Bild so richtig guuuuuuuut!
Gerade erwachsenen Malenden fällt es oft schwer, den Anfang zu finden.
Deshalb gibt es für Erwachsene beim begleiteten Malen verschiedene Möglichkeiten, Bilder zu beginnen:
Eigene Idee / Vorstellung:
Der Malende hat schon eine Idee, was er malen möchte. Prima, fang bitte in der Mitte des Blattes an damit.
Einstieg über Assoziation zu einer Farbe:
Welche Farbe spricht Dich besonders an? Was fällt Dir zu dieser Farbe ein? Was hat diese Farbe? Kennst Du das irgendwo her?
Oder auch:
Welche Farbe spricht Dich denn gar nicht an? Was fällt Dir dazu ein? Woher kennst Du diese Farbe?
Einstieg über eine Spur:
Mit einer ausgewählten Farbe wird mit geschlossenen Augen(ev. auch mit der ungeübten Hand) eine Farbspur auf Papier gebracht. Das, was in dieser Spur erkannt wird, wird ausgearbeitet.
Beim ersten Mal sollte das Bild möglichst nicht mit einer Spur begonnen werden, denn das erfordert ein hohes Abstraktionsvermögen und überfordert in den meisten Fällen die Malenden.
Wird ein Bild mit einer Spur begonnen, so soll die erste spontane Idee ausgearbeitet werden, ganz egal wie banal oder blöd sie vielleicht ist. Es ist möglich die Ausarbeitung mit einer anderen Farbe zu machen. Die Größe und die Form der Spur soll nicht verändert werden.
Einstieg über Farbklecks:
Es wird mit einen Klecks in einer ausgesuchten Farbe begonnen, der wachsen darf, bis die Malende etwas darin erkennt / damit assoziiert.
Der Einstieg über eine Spur und über den Farbklecks sollte nur mit Malenden gemacht werden, die bereits mit dem begleiteten Malen vertraut sind. Gerade diese Methoden lassen sehr stark die “inneren Bilder” aufs Papier und können sehr wirksame Bilder hervorbringen. Bilder, die die Malenden in ihrer persönlichen Entwicklung weiterbringen. Bilder, die unter Umständen auch schmerzhaft sein können. Oder befreiend.
Was bewirkt das Malen im Malatelier bei Kindern?
Förderung der Fein- und Grobmotorik
Durch das große Papierformat werden sowohl große, ausladende Bewegungen, als auch kleine Bewegungen bei der Ausführung von Details möglich.
Vollendung der natürlichen Malentwicklung
Die normale Malentwicklung von Kindern, wird durch Anforderungen in Elternhaus, KiTa und Schule unterbrochen. Beim begleiteten Malen erhalten die Kinder Gelegenheit, diese Entwicklung fertigzustellen. Dabei entwickeln sie ihre eigene Darstellung von Räumlichkeit, die essentiell ist für die Vernetzung der beiden Hirnhälften.
Förderung von Stille und Konzentration
Im Malatelier stellt sich eine konzentrierte und ruhige Atmosphäre ein, bzw wird von der Malleiterin hergestellt. Auch unruhige Kinder werden an die Stille herangeführt und lernen diese zu ertragen und zu genießen.
Sprache und Kommunikation
Im Gespräch am Bild wird die Kommunikationsfähigkeit gefördert.
Beziehungen / soziale Kompetenzen
Durch das Arbeiten in der Gruppe mit begrenzt vorhandenem Material wird Rücksichtnahme und Absprache unverzichtbar. Es entsteht eine Beziehung zwischen den malenden Kindern untereinander und zur Malleiterin.
Hilf mir es selbst zu tun!
Eigene kreative Lösungen werden beim Malen gefunden. Vermeintliche Fehler führen zu oft überraschenden Lösungen.
Kreative Lösungsansätze zur Verarbeitung schwieriger Lebenssituationen
In der Arbeit an den eigenen Bildern können schwierige und belastende Situationen auf dem Papier thematisiert und gelöst werden.
Möglichkeit neue Verhaltensmuster auszuprobieren
Wir gehen davon aus, dass sich jemand beim Malen so verhält, wie auch im sonstigen Leben. Auf dem Papier können neue Verhaltensmuster spielerisch ausprobiert und eingeübt werden.
Unterstützung des Selbstwertgefühls
Durch die Würdigung der Leistungen und das direkte Erleben der eigenen produktiven Kreativität wird das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt.
Eigene Aktivität statt passivem Konsum
Gerade im Medienzeitalter werden schon Kinder überflutet mit vorgegebenen Bildern, ob nun in Büchern, TV oder Computer/Spielkonsole. Beim Malen werden eigene Bilder dagegen gesetzt und zum Ausdruck gebracht.
Ich bin Sabine, Deine Malbegleiterin.
 Sabine Feickert
Ich hoffe, ein freundliches und respektvolles „Du“ ist in Ordnung, so arbeitet es sich leichter und unverkrampfter. Als Bilderhebamme möchte ich auch Deinen inneren Bildern aufs Papier verhelfen.
Diese Bilder helfen Dir, schwierige Situationen zu klären, seien es nun körperliche, familiäre oder berufliche Veränderungen oder auch das Gefühl, da muss es doch noch mehr geben.
Sie unterstützen Dich dabei, Deinen Weg zu finden und einzuhalten. Und sie entspannen und machen Spaß.
Es grüßt Dich herzlich,
Sabine Feickert
Das Begleitete Malen ist eine Form der Kunsttherapie. Es wurde von der Schweizerin Bettina Egger begründet, als eine Weiterentwicklung des Ausdrucksmalens nach Arno Stern.
Wie geht das vor sich?
Gemalt wird in einem Atelier als eine Art Schutzraum. Der Raum ist fensterlos, damit es möglichst keine Ablenkung von außen gibt. Das Papier wird an den Wänden aufgehängt, in der Mitte des Raums stehen Palettentische.
Es wird mit Gouache- oder Temperafarben gemalt, entweder mit Pinseln oder mit den Fingern. Das Bild wird in der Mitte begonnen und flächig nach außen gemalt, es werden keine Konturen oder Begrenzungen vorgegeben, das Motiv entwickelt sich beim Malen.
Das Motiv?
Es werden Metaphern (dazu später mehr) gemalt in realistischer, gegenständlicher Darstellung.
Das Malen findet in einer Gruppe statt, begleitet von der Malleiterin (Therapeutin).
Im Mittelpunkt steht die Arbeit am Bild. Das Bild wird nicht tiefenpsychologisch interpretiert, sondern bleibt stehen, wie es ist.
Und was ist daran jetzt Therapie?
Entscheidend ist nicht das Bild als Ergebnis, sondern der Weg auf dem es zu diesem Bild kommt. Es geht nicht darum, etwas Schönes oder Künstlerisches zu malen, sondern um den Malprozeß als solchen. In diesem Malprozeß finden innere Bilder ihren Weg aufs Papier, oftmals erzählen diese Bilder dem Malenden eigene Geschichten (auch dazu später mehr). Durch das Begleiten gibt es auch die Möglichkeit, ganz anders, als gewohnt vorzugehen, im Schutzraum des Ateliers. So kann z.B. ein eher zögerlicher Mensch ermutigt werden, beherzter draufloszumalen. Neue Verhaltensweisen lassen sich erproben und dann ins Alltagsleben übertragen.
Vor einigen Jahren habe ich eine AG für Grundschüler geleitet, “Zeitreise durch die Kunstgeschichte”, in der ich mit den Kindern Bilder betrachtet und gemalt habe. Bei den Teilnehmern dieser AG waren auch zwei Jungen, deren Ergebnisse eigentlich immer ganz stark an Kuhfladen erinnert haben. Die beiden haben mit großer Leidenschaft die Temperafarben auf dem Blatt so ineinander verrührt, dass das Ergebnis jedesmal ein großer brauner Flecken in der Bildmitte geworden ist. Das aktuelle Thema war ihnen auch völlig gleichgültig, das Ergebnis war immer gleich.
Aber beim Farbenauftragen ist in den beiden ganz deutlich etwas vorgegangen – anscheinend für sie etwas sehr positives, denn sie waren jedesmal da und mit Begeisterung bei der Sache.
Eines Tages hatte ich Bilder zum Thema “Traumwesen” dabei (Hieronymus Bosch, Dali u.ä.). Da war die Reaktion besonders stark, beide äußerten sich noch kurz, dass sie häufig Albträume hätten und malten dann sofort los wie die Wilden. Das Ergebnis waren besonders viele Kuhfladen *g* und 2 ganz gelöste, entspannte Jungs.
Es war spürbar, dass in ihnen etwas ganz Intensives vorgegangen sein muss beim Malen. Und ich muss ehrlich gestehen, ich hatte ein wenig Angst davor, dass etwas bei ihnen „ausbricht“, das ich nicht mehr ohne weiteres abfangen kann.
Dieses Erlebnis hat mich eigentlich zu der Therapeutenausbildung motiviert, ich wollte auf jeden Fall genug Rüstzeug erwerben, um mit starken, unter Umständen negativen Gefühlen der Malenden umgehen zu können.
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Helft Nicky! Bitte mitmachen und weitersagen!
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