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Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

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Trennen wir uns oder malen wir zusammen?

Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach und verfolgt mich schon sehr lang. Wenn zwei Menschen, die in einer Beziehung zueinander stehen, gemeinsam ein Bild gestalten, dann muss doch in diesem Gestaltungsprozess so Einiges an die Oberfläche kommen, was für diese Beziehung typisch ist. Eingefahrene Verhaltensmuster werden erkennbar. Im Bildmotiv werden Ansatzpunkte deutlich, die in weiterführenden Gesprächen geklärt werden können. Am Bild wird Vieles offensichtlich, was im reinen Gespräch vielleicht missverständlich ausgedrückt oder auch nicht ausgesprochen wird.

Natürlich ist es kein einfaches Allheilmittel. Aber ich bin mir sehr sicher, dass das gemeinsame Malen ein hervorragender Einstieg in die Arbeit an einer Beziehung sein kann.

Es ist schon alles vorbereitet
Es ist schon alles vorbereitet

Diese Pflege der Beziehung erfolgt im Idealfall schon dann, wenn das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist. Im idealsten Fall ist sie kontinuierlich, beide Beteiligten leisten immer ihren Anteil, um in Kontakt zu bleiben. In der Praxis wird das wohl in den seltensten Fällen so sein.

Doch gerade wenn sich Routine einschleicht und eigentlich ja alles ganz gut läuft, ist Achtsamkeit geboten. Irgendwann kommt der Punkt, an dem – häufig bei einem Beteiligten zuerst – Vorzeichen der Unzufriedenheit aufkommen. Die sind oft gar nicht konkret benennbar sondern eher ein diffuses Gefühl und werden gern auf Nebenkriegsschauplätzen ausgetragen, beispielsweise in Diskussionen um nicht zugeschraubte Zahnpastatuben oder liegengelassene Socken. Wenn sich solche Vorfälle anfangen zu häufen, wird es Zeit für ein klärendes Bild und/oder klärende Worte.

Um das Potential, das ein Bild hier bietet, besser einschätzen zu können, haben mein Mann und ich einen Selbstversuch gestartet, auch wenn wir in gutem und lebendigem Kontakt miteinander stehen – das Gute kann ja auch immer noch besser werden.

Ausführlich darüber berichtet habe ich hier.

Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukehren – ein Bild allein ersetzt sicher nicht den Gang zum Scheidungsanwalt. Aber Bilder gemeinsam gestalten als ein Baustein, ergänzt mit Gesprächen, kann auf jeden Fall helfen, auch größere Krisen zu überwinden. Und wenn es zu zweit nicht geht, dann vielleicht mit fachlicher Unterstützung.

Daneben gibt es ja auch Beziehungen, die sich nicht so leicht auflösen lassen wie eine Ehe, zum Beispiel die Beziehung zwischen Geschwistern. Auch in solchen Fällen kann die Arbeit am gemeinsamen Bild helfen zu einer tragfähigen Basis zu finden.

Wie läuft das begleitete Malen im Atelier ab?

Normalerweise wird in Gruppen von 5-8 Personen gemalt, ich begleite die ganze Gruppe als Malleiterin . Meine Aufgabe ist es dabei, Dir genau dann Hilfe zu geben, wenn es nötig ist.

Das geschieht auf mehreren Ebenen.

Zum einen auf einer eher technischen Ebene, also alles was direkt mit den Materialien zu tun hat. Da wären zuerst zu

klären, ob Du im Hoch- oder Querformat malen möchtest, mit Pinsel oder den Fingern, mit welchen Farben. Wenn Du zum ersten Mal so malst, gebe ich Dir auch eine kurze Einweisung, was ist wo zu finden, wie geht das vor sich. Auch später findet immer wieder Kontakt auf dieser Ebene statt, ich gebe Dir, falls erforderlich, technische Hinweise, überwache den Zeitrahmen, fordere Dich gelegentlich auf, mal ein paar Schritte zurückzutreten und das Bild aus der Distanz zu betrachten.


Die nächste Ebene ist auf den Malprozess bezogen. Hier gebe ich Dir, falls nötig, Hilfe beim Finden und Klären des Themas. Ich äußere meine eigenen Wahrnehmungen zum Bild und zeige Dir meine Anwesenheit durch Blick- und ggf. Körperkontakt. Niemals werde ich aber Dein Bild werten oder interpretieren. Ich werde manchmal meine eigenen Gefühle und Eindrücke wiedergeben, z.B. „Das macht mich richtig fröhlich!“ oder „Das wirkt auf mich traurig/bedrohlich/…“, aber keinesfalls Kommentare in der Art „was malst du denn da für fürchterliche Sachen“ abgeben. Ich werde Dich auch nach Deinen Gefühlen fragen, was Du empfindest, beim Malen und Anschauen Deines Bildes.

Auf einer dritten Ebene zeigst Du mir beim Malen Deine üblichen Verhaltensmuster. Ich kann Dir durch Nachfragen und Hinweise helfen neue Verhaltensmuster auszuprobieren.