Herzlich Willkommen auf meiner Homepage!
Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

Social Bookmarks und Verzeichnisse

Blogverzeichnis
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Malen am Mittwoch – offenes Atelier!

begleitetes malen, worms, herrnsheimer schloss, urlaub für die seele

An die Pinsel, fertig, los

Ich hab es hier ja schon angekündigt, jetzt ist es spruchreif – das offene Atelier am Mittwoch.

Hier darf jeden Mittwoch nach Herzenslust und ganz ohne Leistungsdruck oder künstlerischen Anspruch gemalt, gezeichnet, gedruckt und gespachtelt werden.

Leuchtende Temperafarben – für die Erwachsenen auch Öl oder Acryl – Aquarell, Stifte oder Kreiden – jeder kann hier die verschiedensten Techniken ausprobieren. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf künstlerischen Aspekten sondern dem Entdecken der Kreativität, die in jedem schlummert. Mit Farben, Formen und unterschiedlichsten Materialien spielen, das ist hier im geschützten Raum möglich, die Bilder werden nicht gewertet oder interpretiert.

Es sind keine Vorkenntnisse oder besonderen Begabungen erforderlich!

Farben, Pinsel und Papier stelle ich zur Verfügung, Leinwände können bei mir gekauft werden.

Kinder dürfen sich von 16:00 bis 17:00 Uhr für 5 Euro im offenen Atelier ausleben, Erwachsene von 19:00 bis 21:0Uhr für 12 Euro.

Phantasialand ist abgebrannt – vom Verlust von Kreativität und Phantasie

Nein, nicht erschrecken, es gab keine Katastrophe im gleichnamigen Vergnügungspark bei Köln.
Ein Feuilletonartikel von Jürgen Bräunlein im Rheinischen Merkur gab mir den Anstoß zu dieser düsteren Prophezeihung.

“Mit Wehmut erinnert man sich an Alfred Hitchcocks Duschszene in „Psycho“ – damals, im Jahr 1960, war das die Schockersensation schlechthin. Das Entsetzen beim Zuschauer entstand jedoch lediglich durch erhaschte Fragmente eines letztendlich weitgehend ausgesparten Gräuels. Qualen und Sterben des Opfers wurden nicht wirklich gezeigt, sondern vom Betrachter im Kopf erst zusammengesetzt. Hitchcock hat alles nur angedeutet. “

Das Kopfkino machte in alten Filmen und Romanen möglich, dass im Kopf des Zuschauers oder Lesers die genau richtige Dosis an Grauen entstand.

Ob es nun das zunehmende Medienangebot, ein Wettlauf um immer detailliertere Darstellungen oder noch tiefergehende Beweggründe waren, die zu den heutigen Darstellungen führten, im Ergebnis wird die eigene Phantasie des Konsumenten immer weniger einbezogen.
Wie jede Fähigkeit, die nur selten gebraucht wird, verkümmert die Phantasie, wenn sie nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kommt.

Was aber genau ist eigentlich Phantasie?
Im ursprünglichen Wortsinn ist sie nichts weniger als eine Vorstellung, im Sinne von Vorstellungskraft.
Die Vorstellungskraft ist aber eine unabdingbare Grundvoraussetzung für Kreativität und Empathie. Wer sich nicht vorstellen kann, wie es einem anderen Menschen geht, kann sich nicht in ihn einfühlen, nicht nachvollziehen, was im Gegenüber gerade vorgeht.

Doch nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich, der ja noch immer gern als vernachlässigbar angesehen wird, brauchen wir Phantasie.

Auch Problemlösungen jeglicher, auch technischer, Art erfordern die Vorstellungskraft als Voraussetzung. Ein Ingenieur, der sich nicht bildhaft vorstellen kann, wie seine Konstruktion aussehen und funktionieren wird, kommt nicht über die bloße Nachahmung des Bekannten hinaus. Ein Wissenschaftler, der sich keine Vorstellung von seinem Arbeitsgebiet erschaffen kann, wird auf der Stelle treten. Und Manager, die nicht wenigstens einen Hauch empathiefähig sind, können zwar vielleicht kurzfristige Erfolge verbuchen, langfristig werden aber auch ihnen fehlende Visionen zum Verhängnis werden.

Untrennbar mit der Phantasie verbunden ist die Kreativität. Die spielt keineswegs nur für Künstler eine Rolle, sondern stellt – ganz stark vereinfacht – die Fähigkeit dar, aus Erlerntem neue Problemlösungen zu erschaffen.

Die gute Nachricht zum Schluss: Phantasie und Kreativität lassen sich trainieren, von kleinauf bis ins hohe Alter.