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Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

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Das Unfassbare (be-)greifbar machen

Kreative Trauerarbeit – loslassen und festhalten

Das Unfassbare (be-)greifbar machen

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann bricht eine Welt zusammen. Traurigkeit, Fassungslosigkeit und Verzweiflung überkommt die Zurückgebliebenen. Es ist schwer, das zu ertragen.

Mein persönlicher Eindruck ist der, dass in unserer Gesellschaft der Tod das letzte Tabu ist. Mehr und mehr kommt uns die Fähigkeit, damit umzugehen, abhanden. Traditionen verlieren an Wert, doch neue Formen der Trauerbewältigung fehlen oft noch. Gern wird versucht, das Ganze zu abstrahieren, wegzureden und zu unterdrücken.

Ich bin jedoch fest davon überzeugt:

“Unterdrückte Trauer legt sich wie ein Schatten auf die Seele – (kreative) Trauerarbeit hilft beim Annehmen, Loslassen und dankbaren Erinnern.”

 

Grand Cairn de Barnenez, grabmal,trauerarbeit

Grand Cairn de Barnenez

Seit Menschengedenken dient kreatives Gestalten auch der Trauerarbeit, man denke nur an die kunstvollen Grabstätten der alten Hochkulturen oder die Grabmale bis in die heutige Zeit.

Deren Ausgestaltung wird zumeist Künstlern überlassen.

Doch in jedem von uns stecken kreative Kräfte, die dabei helfen können, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Dabei geht es nicht darum, Werke von künstlerischer Bedeutung zu schaffen, sondern den eigenen Gefühlen und Erinnerungen Ausdruck zu geben.

Bei meinen Veranstaltungen zur kreativen Trauerarbeit erhalten Sie zunächst einen kurzen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, Tod und Trauer kreativ zu begegnen.

Anschließend können Sie sich Ihren eigenen schöpferischen Kräften nähern.

Achtsam angeleitet dient Ihnen dabei Töpferton als Material um mit Ihren Gefühlen in Kontakt zu kommen und sie auszudrücken.

Vorkenntnisse oder künstlerische Begabung sind nicht erforderlich.

Die Veranstaltung ist mobil möglich, gern komme ich in Ihr Bestattungsinstitut, Ihre Trauergruppe oder Kirchengemeinde damit.

 

Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Ein, wenn nicht gar der Klassiker zum Thema “Loslassen”:

Karen Kingstons “Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags ”

Wer hier viel Feng Shui erwartet, könnte enttäuscht werden, denn auch wenn Karen Kingston als international bekannte Expertin auf diesem Gebiet gilt, dreht sich dieses Buch doch sehr viel mehr um das Gerümpel.

Welche Arten davon gibt es überhaupt?

Kingston unterscheidet in:

  • Dinge, die man nicht gebraucht oder liebt
  • Dinge, die unordentlich und schlecht organisiert sind
  • zu viele Dinge auf zu engem Raum
  • alles, was nicht zu Ende gebracht wurde

Wie das Gerümpel das Leben beeinflusst und warum die Leute den Krempel überhaupt aufheben, sind weitere Fragen, denen sie sich widmet. Neben dem, mittlerweile ja in allen Varianten durchgespielten Gedankengang, dass das Festhalten an Altem verhindert, dass Neues den Weg findet, setzt Kingston dabei durchaus auch auf die Hintergründe, die zu diesem Festhalten führen.

An Beispielen führt sie aus, wie nach dem Loslassen ganz andere Bedürfnisse zum Vorschein kamen. Ob es nun die Zeitschriftensammlung ist, die darauf wartet, sortiert und gelesen zu werden, und damit die eigentlich gewünschte Urlaubsreise verhindert oder eine Sammlung von alten Postkarten auf dem Dachboden das eigentliche Bedürfnis nach zwischenmenschlichen Kontakten und Beziehungen verdeckt – in ihren Beispielen steckt hinter dem Gerümpel eine ganz andere Ebene.

Sie lädt damit zum Nachdenken über das eigene Gerümpel ein – denn in den seltensten Fälle wird sich das im Buch Geschilderte direkt übertragen lassen. Sie sensibilisiert für das Erkennen von “Gerümpel” und kann so durchaus dazu motivieren, das Thema anzugehen und auszumisten.

Wie das am geschicktesten angepackt wird, erklärt sie ebenfalls ausführlich, ob es nun den Kleiderschrank (vielleicht sogar mit Farbberatung), den Schreibtisch, die Rumpelkammer oder den Keller betrifft.

Allerdings habe ich persönlich so meine Schwierigkeiten damit, wenn es zu  “esoterisch” wird, wenn beispielsweise das Entfernen zerbrochener Spiegel aus der Wohlstandszone des Büros, für neue Aufträge aus heiterem Himmel, respektive den gelben Seiten sorgt, dann melden sich bei mir sofort Zweifel.

Nichtsdestotrotz finde ich das Buch recht brauchbar als Anregung, um ein Grundverständnis zu erlangen.

Allerdings – und darin unterscheidet sich dieser Ratgeber nicht von vielen anderen – mit dem Lesen allein ist es ja nicht getan. Ich muss gestehen, ich lese gern Ratgeberbücher, aber das Umsetzen des Gelesenen fällt mir dann noch immer schwer oder gelingt gar nicht. Aus diesem Buch habe ich aber doch einiges mitgenommen, das Loslassen fällt mir leichter und immer mal wieder ertappe ich mich schmunzelnd beim Horten.

Doch wie so oft ist es eine Mischung aus ganz vielen Faktoren, die schließlich eine Veränderung bewirken. Was das Thema Gerümpel angeht, war bei mir ganz sicher mit ein Faktor das Ausräumen von Wohnungen alter Menschen, bei dem ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie alle ihre Marotten hatten und “Nester” mit ziemlich unsinnigen Gegenständen angesammelt haben – Kronkorken, Brötchentüten (fein säuberlich glattgestrichen und gefaltet), Geschenkschleifen und Sardinendosenöffner zum Beispiel. Das würde ich meinen Nachkommen dann doch gern ersparen…

Welche Erfahrungen haben Sie mit Gerümpel und Loslassen gemacht?

Loslassen – reine Kopfsache?

Da mir das Thema “Loslassen” in den letzten Tagen mehrfach begegnet ist, hab ich gerade gezielt danach gesucht und bin über eine Darstellung gestolpert, die mich doch sehr skeptisch gemacht hat:

Loslassen können ist eine reine „Kopf-Sache“.

heißt es da.

Ganz ehrlich – mich macht sowas sehr nachdenklich. Reine Kopfsache?

baum,blätter,himmelEinfach nur mit den Gedanken beschließen, “jetzt lasse ich los” und schon klappt das? Ein paar unterstützende Methoden dazugegeben und spätestens dann aber?

Ich zweifle – habe selbst erlebt, dass das mit vielen Problemen durchaus geht, mit anderen aber ganz hartnäckig nicht.

Manche Themen konnte ich nicht mit dem Kopf und meinem Verhalten lösen.

Eine viel tiefgreifendere Veränderung war notwendig, um das Thema wirklich be-greifen zu können.

Mir ein Bild zu machen.

Blockaden zu lösen.

Ich selbst habe viele meiner Themen begleitet gemalt und plötzlich ging das, was Jahre hartnäckig überdauert hat, ganz einfach. Andere Themen habe ich auf anderen Wegen gelöst. Menschen in meinem engen Umfeld habe durch kreatives Schreiben ganz erstaunliche Erfolge erzielt. Oder durch Klopfen, oder oder oder…

“Loslassen” sollten wir vielleicht den Glauben an die eine, einzig richtige Methode. An die einfachen, universell funktionierenden Möglichkeiten. So unterschiedlich wie die Menschen sind, sind auch ihre Themen.

Aber einen Versuch ist es immer wert, auch wenn ein Thema vielleicht bisher unlösbar erschien.

Ein Sohn macht sich Gedanken über seinen alternden Vater

Verkehrte Welt

So in etwa könnte man das Thema dieses Buches beschreiben.

Wobei – so wirklich alt ist der Vater Jakob des Ich-Erzählers in Björn Kerns Buch “Das erotische Talent meines Vaters” mit Ende sechzig eigentlich noch gar nicht.

Doch in den Augen seines Filius verhält er sich ausgesprochen merkwürdig, rätselhaft und sonderbar. Nach der Trennung von seiner künstlerisch ambitionierten Frau Iris vor zwei Jahren lebt der Vater allein in der Designervilla am Bodensee, hält dort das von ihr verhängte Putzverbot strikt ein und zelebriert seine neue Freiheit.

Besucht, oder auch bedrängt wird er dabei von zwei Frauen – Alma, die Geld dafür erhält, dass sie nichts tut und die aufdringliche alte Freundin der Familie Karen. Jakob fühlt sich von der Damenwelt verfolgt und versucht – erfolglos – diese auszusperren. Immer wieder gesellt sich auch der Dottore Saporito, genannt Dotto, dazu und bekocht die Anwesenden mit “kleinen Schweinereien” und anderen kulinarischen Genüssen.

Die abendlichen Kochorgien mit reichlich Öl verführen den eher biederen und bürgerlichen Sohn zur nächtlichen Missachtung des Putzverbotes und zu allerlei Überlegungen über das Leben seines unkonventionellen Vaters.

Amüsant und augenzwinkernd schildert Kern, wie sich das Verhältnis von Fürsorge und Verantwortung umkehrt und der Sohn sich um seinen unkonventionellen Vater sorgt. Er zielt auf die 68er Generation, die sich auch im beginnenden Alter nicht so verhält, wie “es sich gehört” und ganz andere Wertvorstellungen hat als ihre bürgerlichen Kinder.

Das Buch regt zum Nachdenken an – über die eigenen Wertvorstellungen, über den Rollentausch zwischen Kindern und Eltern und darüber, wie sehr uns die Herkunftsfamilie doch ein Leben lang beschäftigt und prägt.

Das erotische Talent meines Vaters bei Amazon bestellen.

Was die Aschewolke mit Weihnachten und Pubertät zu tun hat?

Die Aschewolke ging ja in den letzten Tagen ständig durch alle Nachrichten, die wirtschaftlichen Folgen und die damit verbundenen politischen Fragen sind anderswo ausgiebig diskutiert.

Wo also ist der Zusammenhang mit Weihnachten und der Pubertät?

Zunächst zu letzterem Thema – wir hatten Besuch von italienischen, genauer sizilianischen Austauschschülern. Sie landeten letzten Dienstag ziemlich planmäßig auf Frankfurt/Hahn, kamen dann von dort mit dem Bus zur Schule unserer Kinder. Noch vor der Aschewolke.

Die Woche Aufenthalt hier verging wie im Flug – doch jener, nämlich der nach Hause, war gecancelt worden.

Natürlich waren sie hier gut untergebracht, hätten bei Bedarf auch noch länger bleiben können. Und trotzdem, wenn ich versuche mich in die Eltern in Italien hineinzuversetzen, dann wird mir mulmig. Ist es unter normalen Umständen für mich kein Problem, wenn meine Kinder in einer Gruppe verreisen, so wäre mir schon ziemlich unwohl, wenn dann so ein unvorhersehbarer Fall eintritt.

Die Rückreise unserer Gäste wurde umorganisiert, sie konnten am vorgesehenen Reisetag mit einem Bus starten, der sie zur Fähre nach Genua brachte. Dort ging es dann mit dem Schiff weiter und nach 30 Stunden waren sie wohlbehalten in der Heimat angekommen.

Alles gut gegangen – und doch wurde mir dabei wieder bewusst, was die Pubertät der Kinder so mit sich bringt. Das Loslassen, auch unter erschwerten Bedingungen und ungewöhnlichen Umständen.

Und damit wäre jetzt auch der Bogen zu Weihnachten geschlagen, denn zu diesem Anlass hatte Roland Kopp-Wichmann in seinem Blog einen Artikel verfasst, der sich mit genau diesem Thema beschäftigt, wenn auch aus der anderen Perspektive. Wie sich noch Erwachsene damit schwer tun, sich von ihren Eltern zu lösen. Und wie notwendig diese Ablösung und das Loslassen doch ist – für beide Seiten.

Die meisten von uns stecken in der einen oder anderen oder gar beiden Rollen zugleich in dieser Situation. Die Kinder werden groß und die Herkunftsfamilie beschäftigt und fordert doch immer noch.

Das Ablösen und das Loslassen sind Prozesse der Persönlichkeitsentwicklung.

Sie sind ganz sicher nicht einfach und manchmal ist Unterstützung dabei hilfreich. Gespräche, Schreiben oder natürlich das Begleitete Malen können hier wertvolle Unterstützung sein.

Probier’s doch mal aus und vereinbare gleich jetzt einen Termin zum Schnuppermalen.

Wie geht es Dir mit der Pubertät Deiner Kinder? Fällt Dir die Ablösung von den eigenen Eltern in manchen Punkten schwer? Berichte doch in einem Kommentar von Deinen Erfahrungen!