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Sabine Feickert
Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.

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Osterferien – Extratermine für Kinder und Jugendliche

Wir wollen die Osterferien nutzen und uns mehr Zeit für die Kreativität nehmen.

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Ich male, was ich weiß

Das Alter etwa zwischen dem sechsten und dem elften Lebensjahr, die mittlere Kindheit oder auch Latenzzeit genannt, ist eine Zeitspanne, in der das Kind einerseits den Anschluss an die Erwachsenenwelt sucht, andererseits aber auch anfängt, sich ihrem Einfluss und ihrer Aufmerksamkeit zu entziehen.

Die Gleichaltrigen werden zunehmend wichtiger und zum Maßstab für das Verhalten und die Werte. Gemeinsame Spiele und Rituale gewinnen an Wert, die Gruppe gewinnt an Bedeutung. Der eigene Weg wird gesucht und die Versuche, sich die Welt zu erklären und einen Platz darin zu finden tritt in den Vordergrund.

Auch beim Malen spiegelt sich diese Entwicklung wieder. Helen Bachmann zeigt in ihrem Buch Die Spur zum Horizont: Malen als Selbstausdruck von der Latenz bis zur Adoleszenz einige Grundmotive auf, die in der Latenzzeit immer wieder auftreten.

Grundformen werden in immer neuen Varianten in Bilder umgesetzt. So kann beispielsweise der Bogen als Regenbogen, Haarreif oder auch bogenförmiges Tor auftreten.

Grundformen, die in den Bildern der größeren Kinder immer wieder auftreten


Das erinnert an die Urformen, unterscheidet sich von diesen aber dadurch, dass hier nicht mehr die Form als solche im Mittelpunkt steht, sondern in immer neuen Anlässen umgesetzt wird. Die Bildkomposition wird beispielsweise immer wieder vom Bogen beherrscht, dieser nimmt dabei aber ganz unterschiedliche Erscheinungen an.

Weitere wichtige Grundmotive in diesem Alter sind die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Sie werden als sich ausdehnende Räume gemalt. “Da kommt ein Feuer und das brennt immer doller und jetzt brennt es überall”. Es geht gern auch noch spielerisch zu dabei – “Tatütata – jetzt kommt die Feuerwehr und spritzt Wasser auf das Feuer….überall, bis das Feuer gelöscht ist”. Beim Malen kann es dann durchaus passieren, dass so eine ganze Geschichte übereinander auf ein Blatt gemalt wird – wie gut, wenn dann die Farben so gut decken, dass das Feuer wirklich ganz mit Wasser gelöscht (übermalt) werden kann.

Auch rhythmische Bewegungen finden ihren Weg in die Bilder, da wird gestrichelt und gepunktet – gern auch von den entsprechenden Bewegungen und Geräuschen begleitet. Ganze Geschichten werden erzählt, gern auch über mehrere Blätter Papier hinweg.

Eines weiteres dieser Hauptmotive ist dabei der Weg, der in der kindlichen Malerei erstmals auftritt und uns noch eine Weile begleiten wird.

Neue Workshoptermine

Für Erwachsene wird es an den folgenden Tagen ganztägige Mal-Workshops geben:

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Ich ordne meine Welt

Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt bei den größeren Schulkindern ist es, sich die Welt zu erklären und zu ordnen.

Dabei treten ganz bestimmte Konstellationen immer wieder auf, beispielsweise die Darstellung von Groß und Klein. Mit diesen Darstellungen versuchen die Kinder, sich selbst in das Gefüge von Großen (Erwachsenen) und Kleinen (Kindern) oder auch innerhalb der Kinder in Große und Kleine einzuordnen. Die malenden Kinder identifizieren sich dabei mit einem Part der Darstellung.

Der Papa ist das große Haus und ich das Kleine

Ordnungsbilder (auch Rhythmusbilder) sind eine weitere häufige Kategorie. Nach einer genau festgelegten Abfolge, werden die Bildelemente angeordnet, das malende Kind weiß ganz genau, wie diese Ordnung aussehen muss und was als Nächstes dran kommen muss. Na – wie geht es hier weiter?

Was kommt als Nächstes?

Ist das nicht ein schönes und beruhigendes Gefühl, die Welt verstanden zu haben? Das kommt auch in den Bildern mit Transparenzen zum Ausdruck – ich weiß wie es innen drinnen aussieht:

Ich hab dich durchschaut

Diese Bilder helfen den malenden Kinder, sich die Welt zu ordnen und zu erklären.

Als Eltern sollten wir ihnen ausreichend Gelegenheit geben, solche Bilder zu malen – wenn nicht zu Hause, dann vielleicht im Atelier in einer Gruppe.

Introvertierte Kinder

Auch wenn sie kaum auffallen – es gibt sie doch: die introvertierten Kinder.

verträumter junge

Stille Wasser ...

Wo andere rumtoben und schreien, wild spielen und eher gebändigt werden müssen, da sitzen sie vielleicht ganz versunken mit einem Buch oder Spielzeug still in ihrer Ecke. Sie sind zurückhaltend und ruhig, dabei aber nicht unbedingt verschüchtert. Oftmals gehen sie im Trubel unter, finden wenig Beachtung. Es ist ihr Naturell, dass sie schon sehr früh sehr viel mit sich selbst ausmachen.

Für Eltern, Lehrer und Erzieher sind diese Kinder eigentlich recht angenehm zu handhaben, auch wenn es oftmals schwer ist, zu differenzieren, ob sie nun geistig anwesend sind oder vielleicht in eine Traumwelt versunken.

Gerade bei Kindern mit diesem Grundcharakter ist es oft sehr schwer zu erkennen, wenn sie etwas bedrückt und unter Umständen fast unmöglich herauszufinden, was das nun ist.

Diese Kinder brauchen ganz besonders viel Achtsamkeit und Aufmerksamkeit – vor allem dann, wenn man als Elternteil oder andere Bezugsperson auch nur den Hauch einer Ahnung hat, dass sie Probleme mit sich herumtragen. Da gilt es ganz genau zuzuhören, auf kleinste Andeutungen zu achten und sich viel Zeit für Gespräche und Beschäftigung zu nehmen.

Ich habe solche Kinder im Malatelier und ich habe sie gern da.

Ihre Bilder sind für sie eine Möglichkeit, um Sorgen und Nöten Ausdruck geben zu können, ohne dafür Worte finden und gebrauchen zu müssen. Diese Bilder können ein Hilfeschrei sein, der oft unspektakulär daherkommt. Genaues Hinschauen ist notwendig, nicht nur auf das fertige Bild, sondern vielmehr noch auf den Malprozess.

Es kann dann sein, dass das Malen allein schon hilft, ein Problem zu klären. Es kann aber auch sein, dass sich beim Malen zeigt, dass zusätzliche Hilfe notwendig ist. Aber so gut wie immer hilft das Malen dabei, dies zu erkennen und zu ermöglichen.

Dein Kind gehört zu diesen stillen Zeitgenossen und irgendetwas erscheint Dir merkwürdig? Magst Du es vielleicht mal zum Malen vorbeibringen?

 

Bildquelle: wikicommons

Was ist denn nun der Unterschied zum Malen zu Hause?

Es sind nicht die Materialien allein

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Gedanke Einigen beim Lesen hier immer wieder durch den Kopf geht.

Einer meiner Malenden hatte ihn während des Malens ausgesprochen – und dann ein paar Unterschiede gleich selbst festgestellt:

Wer stellt sich daheim schon über zwanzig verschiedene Farbtöne bereit?

Dazu einen ganzen Haufen Pinsel und Farbschüsselchen?

Das große Papier gibt es auch nicht an jeder Ecke – Erwachsene malen auf 100×70 cm, Kinder auf dem halben Format.

Wer hat einen wirklich ungestörten Raum, in dem das Papier direkt an die Wand gehängt werden kann?

Das alles sind äußere Gründe, die sich noch irgendwie einrichten liessen.

Aber es ist noch mehr dabei:

Eine Kollegin hatte mich besucht und wir haben gemeinsam in meinem Atelier gemalt – jede für sich. Wir hatten alles – den Raum, die Farben, Papier und doch war es nicht das Gleiche. Die Atmosphäre ist völlig anders, wenn jeder so vor sich hinmalt.

Es fehlt die Sicherheit, dass – wenn immer es nötig ist – da jemand für mich da ist. Dass meine “Bilderhebamme” zur richtigen Zeit eingreifen wird und mich die ganze Zeit wohlwollend und aufmerksam begleitet – auch wenn sie vielleicht nur da steht und oberflächlich betrachtet nichts tut.

So wie die Hebamme bei der echten Geburt nur im richtigen Moment da sein muss, um das Richtige zu tun, so ist es auch bei der “Bildgeburt”.

Eigentlich kann man es gar nicht richtig erklären – probier’s doch einfach mal aus!

Kinderwerkstatt Malen – ein tolles Buch

Ein wunderschön gemachtes Buch aus der Praxis.

Christina Studer erzählt in vielen anschaulichen Episoden aus ihrem reichen Erfahrungsschatz im begleiteten Malen mit Kindern. So ganz nebenbei wird damit auch ein Verständnis dafür geweckt, was diese Art zu malen für die teilnehmenden Kinder bedeutet.

Die unterschiedlichsten Aspekte kommen da ans Tageslicht. Manche Bilder müssen gemalt werden, um zur Stille zu finden. Andere zeigen einen inneren Plan auf.

Bilder können als Medizin wirken, ein asthmakranker Junge findet über einen Asthmakiller hin zu seinem wirklichen Sinnbild, einem Wal. Auf zwölf aneinander gefügten Blättern entsteht ein großer Wal, der eine kräftige Fontäne aussprudelt und so seinem kleinen Maler den Weg zeigt, mit dem Asthma besser umzugehen.

Andere Kinder arbeiten ihre Situation in der Familie auf, sei es nun ein Geschwisterkind und damit verbundene Gefühle von Eifersucht und Neid oder auch eine Trennung der Eltern und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Trauer findet ihren Raum, aber auch Freude.

Die großen und kleinen Erlebnisse eines Kinderlebens finden ihren Weg auf Papier.

Christina Studer versteht es sehr gut, ihre Erklärungen mit den Praxisbeispielen zu kombinieren und so einen anschaulichen und gut lesbaren, fundierten Einblick in die Arbeit mit Kindern im Malraum zu geben.

Mehr Informationen zur Autorin und dem Buch gibt es auch auf ihrer Homepage.

Bilder auf dieser Website

Gelegentlich finden sich hier Bilder, die aus dem begleiteten Malen stammen. Dabei handelt es sich in der Regel um Bilder, die ich gemalt und für die Veröffentlichung ausgewählt habe. Klientenbilder stelle ich nicht ein, es sei denn, ich erhalte eine ausdrückliche Freigabe dafür.

Natürlich wäre es im ein oder anderen Fall interessant mehr zu schreiben und auch die zugehörigen Bilder zu zeigen. Da aber das, was im Atelier passiert, auch im Atelier bleiben muss, bitte ich um Verständnis für mein Vorgehen.

Einzelne Fallschilderungen werden von mir soweit reduziert und anonymisiert, dass kein Rückschluß auf die betroffenen Personen möglich ist.

Das alles gilt auch und ganz besonders für die Bilder, die Kinder bei mir malen. Denn gerade Kinder sehe ich als ganz besonders schützenswerte Wesen an. Im Normalfall wählen die Kinder nach einer gewissen Anzahl von Maleinheiten die Bilder aus, die sie mit nach Hause nehmen und ihren Eltern zeigen möchten.

Sollte mir jedoch beim Malen etwas wirklich Gravierendes auffallen, seien es nun Hinweise auf Entwicklungsverzögerungen, starke Ängste oder andere Themen, so suche ich das Gespräch mit den Eltern. Einer Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen oder anderen Therapeuten (beispielsweise Ergotherapeuten, Logopäden…)  stehe ich aufgeschlossen gegenüber, das Malen stellt keinen Ersatz für andere Therapien dar, sondern eine sinnvolle Ergänzung.

Häufig kommen Kinder zum Malen, die aus den unterschiedlichsten Gründen bereits therapeutisch behandelt wurden. Vorinformationen dazu sind für mich wertvolle Hinweise, die mir helfen können, noch besser auf die einzelnen Kinder einzugehen. Ganz egal ob ADS/ADHS, Sprachprobleme, Entwicklungsverzögerungen, Mobbing, Trauererlebnisse – all das sind wichtige Faktoren im Gesamtbild.

Sonderaktion in der Vorweihnachtszeit – Mein Mittwoch

Gerade in der Vorweihnachtszeit bleibt die Besinnlichkeit oft auf der Strecke. Hier muss noch was vorbereitet werden, dort noch gebacken, da ein Geschenk gebastelt, dazwischen drängen sich an den Wochenenden die Weihnachtsfeiern und das Haus will auch noch auf Hochglanz gebracht werden. Gerade unter solchen Umständen ist es wichtig, kleine Inseln der Ruhe in den stressigen Alltag einzubauen.

Warum nicht beim Malen?

Mein Mittwoch

- Innehalten -

- Kraft tanken -

- zu mir finden -

Gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit fehlt uns oft die Gelegenheit zur Ruhe zu kom­men. Mit Farbe und Papier besinnen wir uns auf unsere inneren Bilder und finden unsere Balan­ce wieder.

Für Erwachsene

Mittwoch 9:00 bis 11:00 Uhr
oder
Mittwoch 18:00 bis 20:00 Uhr
am 25.11., 2.12., 9.12., 16.12, 23.12.2009
Sonderpreis: nur 15 Euro pro Termin

Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Ver­fügung steht, ist vorherige Anmeldung unbe­dingt erforderlich.

Es grüßt Dich herzlich

Sabine Feickert

Sabine Feickert
Karolinenstr. 6
67259 Heuchelheim
Tel. 06238 / 1027
mail: info@malen-befreit.de
www.malen-befreit.de

“Das hat Spaß gemacht!”

…erklärte mir der Junge, der am Dienstag zum ersten Mal zum Malen da war, mit leuchtenden Augen und strahlendem Gesicht.

Der zwölfjährige war als Extremfrühchen geboren und hat noch immer mit Entwicklungsverzögerungen als Spätfolge zu tun. Dazu kommen soziale Probleme. Er ist ein eher stiller, braver Junge, der in einer lebhaften Klasse untergeht und oft durch die Unruhe der anderen mitgestraft wird. Anschluß findet er nur schwer, wird auch häufiger ausgelacht oder gehänselt. Intellektuell und kognitiv ist er seinem Alter voraus, körperlich gehört er zu den Kleinsten der Klasse.

Vor kurzem starb auch noch der Opa, der ihm eine sehr wichtige Bezugsperson war.

Er musste sich ziemlich überwinden, das Malen auszuprobieren, denn durch den schulischen Kunstunterricht gab es schon frustrierende Erlebnisse, er bemüht sich und kann nicht so, wie es erwartet wird. Nur weil der beste Freund schon seit längerer Zeit bei mir malt, wollte er es dann doch auch ausprobieren.

Schon gleich zu Beginn, nachdem ich ihm die Atelierregeln erklärt hatte, eröffnete er mir “Das find ich total gut, dass nix über die Bilder der anderen gesagt werden darf – in der Schule lachen sie mich aus”.

Nach einer halben Stunde (die Kirchturmuhr schlug), stellte er fest, dass die Zeit soooo schnell rumgeht und bedauerte es, dass die Maleinheit ‘nur’ eine Stunde geht.

Beim Malen zeigten sich schon Unterschiede in den Bildern der beiden fast gleichaltrigen Jungs. Wenn ich aber an das erste Bild des anderen Jungen zurückdenke, liegt das auch in der Übung begründet.  Zwischen den beiden war das aber überhaupt kein Thema, jeder konnte sich am Bild des anderen genauso freuen, wie am eigenen. Beide haben in der Stunde ein Bild fertigbekommen, zum Schluß erzählten sie die Geschichte zu ihrem Bild. Sie waren sehr zufrieden mit ihren Bildern und es ging ihnen richtig gut damit.

Mir zeigten sich erste Ansatzpunkte im Bild, die ich im Auge behalten werde.

Und nächste Woche kommt er wieder…