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Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.
Social Bookmarks und Verzeichnisse
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Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muß man es aber vorwärts.
(Sören Kierkegaard)
Gerade die Zeit zwischen den Jahren schreit geradezu danach, Bilanz zu ziehen und neue Ziele zu definieren.
Der Blick nach hinten – solange er nicht zum Erstarren und zur Rückwärtsgewandheit verführt – kann ein wertvoller Helfer sein.
Wie ist es dazu gekommen, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist?
Was waren Fehler? Was waren entscheidende Wendepunkte? Was hat mich weitergebracht und was zum Stillstand?
Im Nachhinein erklärt sich Vieles. Rätselhaftes wird plötzlich ganz klar und offensichtlich. Manche Veränderungen und Entwicklungen lassen sich weit zurückverfolgen, ihre Anfänge liegen Jahre und Jahrzehnte zurück.
Gibt es Muster, die sich durch mein Leben ziehen?
Ein Loch in der Straße, in das ich immer und immer wieder hineinfalle? Oder vielleicht inzwischen kenne und eine andere Straße nehmen kann?
Der Blick nach hinten gibt Raum für Trauer und Melancholie – Gefühle, die nicht unbedingt angesagt, beliebt sind. Und doch gelebt werden wollen, ja müssen, wenn sie sich nicht aufstauen und ansammeln sollen, und wie ein Kloß im Magen liegen bleiben und anfangen uns zu zerfressen. Oder sich wie eine dicke Decke über unsere Seele zu legen, die uns erstickt anstatt uns zu wärmen.
Der Blick nach hinten gibt aber auch Raum für Zufriedenheit und Stolz. Er zeigt, dass eine Entscheidung, die vielleicht sehr schwer zu fällen war, die Richtige gewesen ist. Er kann zeigen, dass sich Anstrengungen gelohnt haben. Und er kann zeigen, was gut für mich war, wovon ich in Zukunft mehr möchte.
Wie werde ich meine Ziele für die Zukunft ausrichten, was ist mir für die nächste Zeit wichtig?
Und manchmal befördert so ein Blick nach hinten auch etwas zu Tage, das zum Schmunzeln verführt. Beim Umräumen fiel mir dieser Tage ein alter Zeichenblock in die Hände. Die ältesten Zeichnungen darin sind über zwanzig Jahre alt. Und was finde ich bei denen?
 Das Thema verfolgt mich schon längere Zeit
(Bleistiftzeichnung ca. 1990)
 Speckstein 2010
(Klick aufs Bild erzählt die Geschichte dazu)
Doch zurück zur Zukunft, ich habe in diesen Rauhnächten einen ausgiebigeren Blick zurück gewagt, Bilanz gezogen, Trauer und Melancholie zugelassen und mich an meinen Erfolgen und Fortschritten gefreut.
Und bin jetzt dabei meine Ziele und Themen für 2011 zu finden – habt Ihr Eure schon?
Eigentlich ist es ein Kinderbuch, ein Bilderbuch um genauer zu sein. Und damit eigentlich fast schon off topic hier. Aber uneigentlich hat es mir erstens so gut gefallen, um genauer zu sein, ich hab mich schlapp gelacht beim Anschauen. Und zweitens hat es – total nett verpackt – einen Inhalt, der schon hierher passt.
Ein Elefant ist hingeflogen und hat den Rüssel sich verbogen.
Wie kriegt er ihn nur wieder grad? Drei Experten wissen Rat.
Mit sehr schlicht gehaltenen – aber doch mit witzigen Details versehenen – Illustrationen von Dirk Schmidt wird die Geschichte, die Barbara Schmidt sich ausgedacht und aufgeschrieben hat, trefflich illustriert.
Der unglückliche Elefant mit dem krummen Rüssel macht sich auf die Suche nach kompetenter Hilfe unter anderen Rüsselträgern. Doch weder der Ameisenbär, der Kühlen empfiehlt, noch das Schwein, das einen kräftigen Rülpser vorschlägt und vormacht, schaffen es, den Elefanten zu kurieren. Erst einer Fliege gelingt es, wenn auch nicht ganz so wie vorgesehen, das Malheur aus der Welt zu schaffen – zumindest für den Elefanten.
Hilfe suchen und dabei auch nach Fehlschlägen durchhalten – Hilfe annehmen, das sind die Themen, die hier ganz erfrischend aufbereitet präsentiert werden. Und nicht nur für kleine Kinder, sondern eigentlich noch sehr viel mehr für die Großen, die alles allein auf die Reihe kriegen, zeigt das Büchlein, wie sehr sich Durchhalten beim Hilfesuchen lohnt.
Gerade bei der Arbeit mit Speckstein wird es oft offensichtlich – da macht sich jemand gerade das Leben unnötig schwer.
 So geht's leichter!
Werkzeuge für jeden Zweck stehen zur Verfügung. Raspeln für die grobe Form, Feilen für die Feinarbeiten, Schleifschwämme zum Glätten und für ganz grobe Veränderungen auch eine Säge. Ich erkläre die Abläufe und Funktion der Werkzeuge – eigentlich sollte alles klar sein.
Und doch gibt es immer wieder Kinder und Erwachsene, die versuchen mit der Feile einen großen Brocken wegzukriegen, die die Raspel quer führen oder mit der Kante des Werkzeugs arbeiten. Sie schuften und schaffen und doch geht es nicht voran.
Wenn man von außen draufschaut, wird es offensichtlich – hier quält sich jemand. Und die Frage “merkt der das denn nicht???” schleicht sich ganz automatisch ins Gehirn. Beim Beobachten und Nachfragen zeigt sich dann oft, dass sich das auch durch das Alltagsleben der Betreffenden durchzieht. Am Stein wird es offensichtlich, doch in vielen anderen Bereichen läuft es ähnlich.
Bei der Arbeit mit Speckstein lässt sich ein Bewusstsein dafür schaffen, zu erkennen – eben tue ich mir unnötig schwer. Innehalten und überlegen, wie oder mit welchem Werkzeug es besser gehen könnte, kann hier ganz gezielt gefördert werden.
Denn da liegt oft die Ursache für dieses unnötige Quälen, anstatt zu überlegen, wie es besser gehen könnte, wird mit dem Bekannten, Bewährten geklotzt und geschuftet. Oder, um mit Laotse zu sprechen:
Gönne dir einen Augenblick der Ruhe
und du begreifst,
wie närrisch du herumgehastet bist.
Laotse
Und abseits der Steine – wie oft quälen wir uns da mit den falschen Werkzeugen, dem falschen Herangehen? Ob nun im Beruf die Briefe mit der Tabellenkalkulation geschrieben werden, weil es noch keine Schulung für die Textverarbeitung gab (nicht lachen, ist wirklich vorgekommen!) oder im Haushalt die Unterhosen gebügelt werden, weil man das so macht – Beispiele für unnötige, selbstauferlegte und nicht erkannte Qualen gibt es sicher jede Menge.
Wenn Euch auch so ein typisches Verhalten einfällt, dürft Ihr es gern in einem Kommentar schildern. Wann und wie (oder bei wem) ist es Euch aufgefallen?
Merkst Du es, wenn Du Dir das Leben unnötig schwer machst?
Hast Du schon das Gefühl dafür entwickelt, dass so manches vielleicht einfacher gehen könnte? Oder schon einen Anstoß von Außen dazu bekommen?
Denn zumeist ist es doch so, dass es von Außen betrachtet offensichtlich ist, wenn sich jemand schwer tut, wenn das Werkzeug in der eigenen Hand liegt, fällt es aber überhaupt nicht auf, dass es auch leichter ginge.
Lust auf einen Impuls von Außen? Den gibt es zum Beispiel in der Specksteinwerkstatt, jeden Dienstag!
 Entspannung und Malen
Entspannungstechniken sind ein anerkanntes und wirksames Mittel, um Stress – genauer gesagt den negativen Stress (Disstress) zu reduzieren. Zuviel davon beeinträchtigt die Lebensqualität und führt auf längere Sicht direkt in den Burnout.
Nun bringt die heutige Arbeitswelt ein hohes Maß an Stress auslösenden Faktoren mit sich, denen auch Sie aktiv entgegen steuern können.
Weiterlesen Entspannung und Malen – im Doppelpack gegen den Burnout
Das, was ich hier in der Überschrift so flapsig ausdrücke, ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Ganz besonders bei Jugendlichen ist die Ausprägung oft extrem.
Vollmundig wird angekündigt, ein Riesenmeisterwerk zu produzieren. Wichtigtuerisch werden die Farben und Pinsel inspiziert, große Sprüche geklopft. Wenn es dann ans Tun geht, verstummt der Akteur zusehends.
Nach langem Überlegen wird zaghaft angefangen, etwas aufs Papier zu bringen. Recht lieblos und huddelig wird das Entstehen des Werks weiter verbal begleitet. Und schnell ist das Bild fertig, der Malende damit mehr als unzufrieden.
Es wird bemängelt, dass die rechte Inspiration fehlte, die Farben ungeeignet sind, es einfach nicht so geworden sei, wie es werden sollte und ganz schnell ein neues Blatt verlangt, um darauf dann aber das wirkliche Meisterwerk zu gestalten.
Ich gehe davon aus, dass sich dieses Verhalten nicht nur beim Malen zeigt. Es gibt mir einige ganz konkrete Ansatzpunkte in der Arbeit mit solchen Menschen.
Die Frustrationstoleranz dieser Malenden ist zumeist sehr niedrig. Beim Malen kann sie schrittchenweise erhöht werden.
“Was gefällt Dir an dem Bild?”
“Welche Stelle ist gut gelungen?”
“Wo kannst Du was ändern, um doch noch zufrieden damit zu werden?”
“Was fehlt dem Bild?”
Dabei ergeben sich manchmal auch ganz ungewöhnliche Ansätze, auf die letzte Frage habe ich auch schon eine ganz überraschende Antwort erhalten. Doch mit Geduld und einer hohen Frustrationstoleranz meinerseits lassen sich Veränderungen bewerkstelligen, die sich auch wieder in den Alltag auswirken sollten.
Im Idealfall kommt dann der Tag, an dem der Malende auf die Frage “Bist Du zufrieden mit Deinem Bild?” mit einem klaren “Ja” antwortet. Und den Weg dahin durch Durchhaltevermögen, Reduzieren überzogener Ansprüche an sich selbst und konzentrierte Arbeit gefunden hat.
Dann ist ein echtes Meisterwerk gelungen!
So selten ist das gar nicht und sie tritt auch nicht nur bei Menschen auf, die sich generell mit sozialen Kontakten schwer tun: Die Angst oder Unsicherheit mit Unbekannten am Telefon zu kommunizieren.
Es gibt dafür viele mögliche Gründe und Ursachen und noch vielfältigere Auswirkungen. Was beim Einen dazu führt, alle Termine im persönlichen Kontakt wahrzunehmen, “löst” die Andere vielleicht per Mail, während ein Dritter gleich gar keine Kontakte mehr aufnimmt, zumindest nicht solche, die ein Telefonat erfordern.
Warum ich hier darüber schreibe?
Nun, zum einen ist es mir gerade gestern wieder mal begegnet. Eine Frau, eigentlich sehr offen und aufgeschlossen, erwähnte im (direkten) Gespräch, dass es für sie ein Thema ist.
Zum anderen ist das ein sehr schönes und konkretes Beispiel für ein Anliegen, das mit einem Metaphernbild ganz schnell und einfach aufgelöst werden kann.
Kennst Du diese Angst auch? Was hilft Dir dann oder wie vermeidest Du diese Situation?

Ratgeberbücher im Bereich Psychologie und Lebensberatung gibt es ja nun wie Sand am Meer. Darunter sind hilfreiche, abgehobene, brauchbare, optimistische und hoch komplizierte.
Zur ersten Kategorie möchte ich das neue Buch “Ich kann auch anders” von Roland Kopp-Wichmann zählen und hier ein wenig genauer vorstellen.
“Ich kann auch anders” widmet sich 10 häufigen Psychofallen im Berufsalltag, wie man diese erkennt und auch welche Möglichkeiten es gibt, sich daraus zu befreien.
Zu Beginn stellt der Autor seine Leitsätze für dieses Buch vor:
Der Fisch ist der Letzte, der das Wasser entdeckt. (Veränderung ist schwierig.)
Die Landkarte ist nicht die Landschaft. (Weil wir die Wirklichkeit nicht direkt erkennen können, machen wir uns Landkarten von ihr.)
Das Symptom ist die Lösung. (Unser Verhalten ist nie dumm oder schlecht, sondern immer die beste Wahl aus unseren Möglichkeiten.)
Ich kann auch anders. (Wer ein Problem ändern will, muss erst herausfinden, wie er es erzeugt.)
Sehr anschaulich und verständlich stellt Kopp-Wichmann in den nächsten Abschnitten anhand der Leitsätze seine Landkarte vor:
Veränderung ist möglich, aber arbeitsintensiv. Wir verhalten uns so wie wir es tun, weil wir es in unserer Kindheit als wirksames Verhalten erlernt haben und unser “Autopilot” uns reagieren lässt. Dadurch verhalten wir uns manchmal unangemessen und übertragen unbewusste Konflikte in den Berufsalltag.
“Was hinter Ihren beruflichen Problemen steckt” und “Wie Sie sich daran hindern, Probleme zu lösen” sind die beiden Kapitel, in denen der Leser die ersten anschaulichen Hintergrundinformationen über die Landkarte erhält.
“Wie sie sich aus einer Psychofalle befreien können” legt die Reiseroute dar. Mit den vier Werkzeugen der inneren Achtsamkeit, hilfreicher Sätze, Experimente und dem Logbuch wird ein grundsätzlicher Weg aufgezeigt.
Zur inneren Achtsamkeit gibt es auf dem Persönlichkeitsblog einen ausführlichen Artikel mit Podcast Anleitung, um diesen Zustand zu erreichen.
Für jede Psychofalle gibt es dann im Buch zunächst eine Erläuterung des Themas, die den Umfang und die Ausprägung weiter verdeutlichen und Praxisbeispiele zeigen. Die Fragen zum Thema helfen zu erkennen, wie sehr dieses Thema Dich überhaupt betrifft.
Der Abschnitt “Wie sich diese Psychofalle entwickeln kann” leuchtet aus, welche Hintergründe zu diesem Thema geführt haben. Wer mag kann sich noch tiefer mit den Hintergründen auseinander setzen, dafür ist ein Abschnitt “Wenn sie tiefer gehen wollen” da.
Wenn die Hintergründe erläutert sind, folgen die hilfreichen Sätze für das jeweilige Thema, die in der inneren Achtsamkeit ausgesprochen und auf ihre Wirkung beobachtet werden. So kann der Leser genauer eingrenzen, welcher Aspekt eines Themas bei ihm für Schwierigkeiten sorgt.
Wie diese hilfreichen Sätze denn aussehen?
“Mein Leben gehört mir.”
“Ich muss nicht dauernd funktionieren.”
“Meine Grenzen machen mich spürbar.”
“Es ist völlig in Ordnung, ab und zu Nein zu sagen.”
Es sind ein paar willkürlich ausgewählte Beispiele zu unterschiedlichen Themen.
Natürlich musste ich unbedingt ausprobieren, ob das funktionieren kann. Und obwohl ich sicher noch nicht sehr geübt darin bin, in den Zustand der inneren Achtsamkeit zu gelangen, konnte ich doch feststellen, dass einige Sätze eine ganz andere Wirkung erzielen als andere. Während manche Sätze zu einem Thema fast keine Wirkung zeigten, führten bei mir andere zu einem Gefühl der Beklemmung rund um den Solarplexus. Bei anderen wurden meine Füße eiskalt. Und manche ließen mich ganz leicht und entspannt werden.
Ob sich eine solche Wirkung nur mit Hilfe des Buches auch bei Personen erzielen lässt, die noch gar keine Erfahrung mit Prozessen der Persönlichkeitsentwicklung haben, kann ich nicht einschätzen, vielleicht traut sich ja der eine oder die andere Leser/in dran und berichtet dann hier in den Kommentaren davon.
Zur Bewusstmachung von Themen ist das Buch aus meiner Sicht auf jeden Fall hilfreich.
Im nächsten Schritt bietet Kopp-Wichmann zu jedem Thema eine Reihe von Experimenten an, mit denen neues Verhalten ausprobiert und eingeübt werden kann.
Sollte Dir demnächst in der Fußgängerzone jemand mit erhobenen Armen entgegen kommen, so muss derjenige nicht unbedingt von einem unsichtbaren Verfolger mit Waffe begleitet werden, sondern kann auch ein experimentierfreudiger “Ich kann auch anders”-Leser sein. Auch der notorisch unpünktliche Kollege, der plötzlich zu jedem Meeting auf die Sekunde pünktlich erscheint, könnte dieses Buch auf seinem Nachttisch liegen haben. Falls ich Dich mit diesen Beispielen jetzt verschreckt haben sollte – keine Angst, der überwiegende Teil der Experimente ist auch durchführbar, ohne offensichtlich befremdliches Verhalten an den Tag zu legen. Das wären dann beispielsweise “Hören Sie einen Tag auf zu jammern”, “Riskieren Sie pro Tag einen Konflikt” oder auch “Tun Sie mehr Dinge, die Sie gerne tun”.
Wer Geschmack daran gefunden hat, erhält in den Abschnitten “Was Sie noch tun können” eine ganze Reihe weiterer Anregungen zu seinem Thema.
Welche Themen das überhaupt sind?
Auf dem Blog zum Buch ist eine Auflistung und Erläuterung der 10 häufigsten Psychofallen, die in diesem Buch behandelt werden.
Im Abschlusskapitel wird nochmals aufgezeigt, wie die Möglichkeiten, die “Ich kann auch anders” anbietet, in die Praxis umgesetzt werden können. Dazu empfiehlt es sich, das bereits in den Werkzeugen erwähnte Logbuch, ein leeres Notizbuch, anzuschaffen und begleitend zu verwenden.
Denn wirklich wertvoll ist Kopp-Wichmanns Buch nur dann, wenn es als Arbeitsbuch begriffen und verwendet wird und tatsächlich zu eigener Aktivität führt.
Lesen allein genügt nicht.
“Ich kann auch anders” liefert die Landkarte und die Reiseroute – auf den spannenden Weg zu Deiner Persönlichkeit und mehr Zufriedenheit und Erfolg im Beruf musst Du Dich selbst machen!
Das willst Du ausprobieren? “Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen” kannst Du hier gleich bei Amazon.de bestellen.
Keine Lust allein zu reisen?
Roland Kopp-Wichmann bietet auch Persönlichkeits-Seminare und Coaching an.
Und auch bei mir im Atelier ist das Reiseziel das Gleiche, auch wenn die Landkarte und die Reiseroute sich ein wenig unterscheiden.
Warum ich dann hier darüber schreibe?
Nun – ich bin der Auffassung, dass unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Situationen ihres Lebens auch unterschiedliche Wege zur Auswahl brauchen.
Hast Du einen ganz anderen Weg für Dich gefunden? Wie sieht der aus? Berichte doch in einem Kommentar darüber.
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 13
Manche Lösungen haben sich bewährt. Manche haben sich aber nur etabliert und werden beibehalten, ohne den Sinn und die Zweckmäßigkeit zu hinterfragen. Und manche, um nicht zu sagen sehr viele Menschen, verlassen sich auf alte Lösungen – ob nun aus reiner Gewohnheit oder Angst vor Veränderungen.
Auch hier macht die Dosis das Gift – wer alles immer anzweifelt und verändern will, tut sich wahrscheinlich genauso wenig Gutes damit, wie jemand, der starr nach alten Mustern funktioniert.
Gerade in großen Firmen können bestimmt viele Mitarbeiter davon ein Liedchen singen, wenn Verbesserungsvorschläge abgebügelt werden und die alten Lösungen stur und starr beibehalten werden.
Wie sehr aber auch jeder Einzelne sich auf alte, eingeschliffene Strategien im Beruf verlässt, das werde ich morgen noch ausführlicher beleuchten, in meiner Besprechung des Buches “Ich kann auch anders” von Roland Kopp-Wichmann.
Doch heute soll das Augenmerk auf die “keine Experimente”- Haltung in ihrer allgemeinen Auswirkung bleiben.
Seit 20 Jahren immer an den gleichen Urlaubsort?
Die Kleidung im Schrank wirkt uniform und angezogen bekleidet sie eine graue Maus?
Routine macht sich breit und breiter?
Die Tage verlaufen gleichförmig und wie automatisiert?
Das Fernsehprogramm wird immer schlechter und Sex gibt’s samstags nach der Sportschau?
Die echte Lebensfreude fehlt, weil Langeweile und das Gefühl gelebt zu werden sich breit machen?
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Es ist nicht ganz so einfach, beim begleiteten Malen zu unterscheiden, ob jemand in alten Mustern verharrt oder ein bestimmtes Thema immer wieder bearbeiten muss, bis es gelöst ist. Kleine Details weisen dann aber doch darauf hin, dass hier Experimente abgelehnt werden, Scheu vor Neuem vorhanden ist.
Gerade beim Malen nach einer Farbspur passiert es häufig, dass ähnliche Spuren immer wieder auftauchen und der Malende auch immer wieder ähnliche Bildgegenstände darin erkennt. Solange dieses Erkennen nachvollziehbar ist, weist es auf ein wichtiges, noch nicht völlig bearbeitetes Thema hin. Wird aber ein Bildgegenstand in wirklich jede Spur ‘hineingesehen’, dann kann es gut sein, dass auf etablierte Lösungen gesetzt wird, ohne deren Sinn zu hinterfragen. Da entsteht dann die zehnte Landschaft, auch wenn die Spur eigentlich ein Portrait nahelegt, aber gern kommt dann eine kleine “Kann-Nixe” zum Vorschein und mault “Ich kann keine Menschen malen”.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Spätestens dann, wenn sich dieses fiese Gefühl gelebt zu werden breitmacht, wäre es eigentlich an der Zeit, ein paar Experimente zu wagen und neuen Lösungen eine Chance zu geben. Denn ansonsten kann sich das Gefühl der Überforderung einnisten und im extremsten Fall in den Burnout führen. Auch Zwänge können eine Chance erhalten, wenn nicht ein gesundes Maß an Experimentierfreude entgegen gestellt wird.
Raus aus dem Alltagsgrau, rein in ein buntes, vielfältiges Leben!
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Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 11
Auch in der Form von “das ist noch gut genug” äußert sich dieses Verhaltensmuster gern. Es ist stark ausgeprägt bei Menschen, die für sich selbst nur die allerniedrigsten Ansprüche stellen. Sie begnügen sich mit vollkommen unzulänglichen Lösungen, obwohl das gar nicht nötig wäre – zumindest für den außenstehenden Betrachter.
Ob das nun die alte Omi ist, die ihre zigfach geflickte Unterwäsche verteidigt oder die junge Mutti in ausgeleierten Shirts und ausgewaschenen Jeans.
Dieses Verhaltensmuster kann auf mangelnden Respekt vor sich selbst hindeuten.
Ich bin nichts wert, deshalb ist eine schlechte Lösung für mich gerade passend.
Ganz fatal kann das Muster werden, wenn es im Hinblick auf die Gesundheit angewendet wird – eigentlich gehören Kranke ins Bett oder aufs Sofa. Aber “es geht schon wieder” sagt der Kollege, der mit sichtlich erhöhter Temperatur, laufender Nase und bellendem Husten hinterm Schreibtisch sitzt. “Es geht schon” sagt die Dreifachmutter, die mit beiden Händen ihren Rücken hält, mit schmerzverzerrtem Gesicht, während sie sich vornüber zum Korb mit nasser Wäsche bückt.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Auch beim Malen fallen diese Aussagen immer wieder. Dabei wird aber offensichtlich, dass es eben nicht ‘geht’.
Anstatt die Hilfe der Malleiterin anzunehmen – das ist schließlich ihre Aufgabe – wird auf eigene Faust gewurschtelt, das Bild wird immer schwieriger und unbefriedigender.
Als Malleiterin werde ich niemals in den Bildern meiner Malenden selbst reinmalen, aber durch klärende Worte kann ich den Malenden helfen, Problemstellen zu erkennen, den weiteren Weg zu finden und Darstellungsmöglichkeiten aufzeigen.
Meine Hilfestellung wird bei solchen Malenden zunächst so aussehen, dass sie gar nicht als Angebot erkennbar ist. Auf Dauer wird die Erkenntnis, dass es manchmal mit Hilfe besser geht, so am Bild und im Verhalten sichtbar.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Wenn dieses Muster dominiert, ist es in der Regel schwierig, eine Veränderung anzustoßen, denn bis die Betroffenen selbst Hilfe in Anspruch nehmen, muss der Leidensdruck schon gigantisch geworden sein, bzw. der totale Zusammenbruch erfolgt sein.
Eigentlich sollten spätestens dann, wenn es allererste gesundheitliche Folgen gibt, eine Wendung eingeleitet werden.
Wer sich selbst aber so hintenanstellt, dass alles gut genug ist, kommt selten auf den Gedanken, dass ihm Hilfe zustehen könnte. Zumeist erkennt das Umfeld jedoch schon früher, dass es nötig ist, dass der/die Betroffene hilfebedürftig ist. Manchmal lässt sich dann das Annehmen von Hilfe erwirken, wenn sie gut ‘getarnt’ wird und nicht offensichtlich als solche erkennbar ist. Zum Beispiel als Anliegen vorgetragen – “ich würde gern mal zum Begleiteten Malen gehen, aber allein mag ich nicht, gehst Du mit mir?”
Du hast jemanden in Deinem Umfeld, der Dir am Herzen liegt und sich genau so verhält?
Vielleicht magst Du ihm/ihr einen Malgutschein schenken und einen gemeinsamen Termin vereinbaren?
Welche Erfahrungen hast Du gemacht – mit Hilfe annehmen oder Menschen, die das genau nicht können?
Frühjahrsputz für die Seele – ungesunde Verhaltensmuster entrümpeln – Teil 10
In einem gesunden Maß ist dieses Verhaltensmuster überlebensnotwendig und sicher trägt so ziemlich jeder von uns etwas davon in sich. Sogar die tapferen Gallier rund um Asterix, die vor nichts und niemandem Angst hatten, hatten die Befürchtung, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte.
Das gesunde Maß bewahrt uns davor, Hals über Kopf in gefährliche Situationen zu geraten.
Doch wieder macht die Dosis das Gift, wenn dieses Verhaltensmuster Überhand nimmt und die Kontrolle bekommt, dann wittern wir überall mögliche Katastrophen und trauen uns am Schluss gar nichts mehr zu.
Wie zeigt sich das beim begleiteten Malen?
Beim begleiteten Malen wird dieses Verhaltensmuster nach mehreren Bildern erkennbar. Wenn jede Farb-Spur in etwas Hochdramatisches gedeutet wird, wenn es nicht möglich ist, Banales aufs Papier zu bringen, dann könnte eine Katastrophen-Lilli im Malenden stecken und sein Verhalten bestimmen. Gerade das begleitete Malen mit seiner realistischen Darstellung bietet sich an, um die Katastrophenfantasien in einen Bezug zur Realität zu bringen, Malende wieder auf den Boden zu holen und neues Zutrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten gewinnen zu lassen.
Wann und warum sollte dieses Verhaltensmuster verändert werden?
Spätestens dann, wenn die Katastrophenfantasien anfangen, das Verhalten zu verändern und das alltägliche Leben einzuschränken, sollte diese Lilli auf ein gesundes Maß reduziert werden.
Ein Spaziergang? Um Himmels willen, es könnte ja anfangen zu gewittern – auch wenn am strahlend blauen Himmel kein Wölkchen zu sehen ist.
Das Kind ist jetzt schon zwei Minuten zu spät? Rettungswagen, Kinderschänder oder gar der Bestatter treten vor Deinem geistigen Auge auf? Oder holst Du Dein 12jähriges Kind noch immer von der Freundin eine Straße weiter ab?
Nimm’ Deinen Mut zusammen, verbann’ die Katastrophen-Lilli in die hinterste Ecke und lass’ Dich mit Bildern erden.
Die Termine findest Du hier – melde Dich einfach an.
Hast Du auch schon Erfahrungen mit einer solchen Katastrophen-Lilli gemacht? Wann war sie hilfreich, wann hat sie Dich eingeschränkt?
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Helft Nicky! Bitte mitmachen und weitersagen!
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