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Ich bin Sabine Feickert und helfe als Bilderhebamme auch Deinen inneren Bildern auf's Papier.
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 Noch ziemlich grün und belaubt
Ich geb’s zu, eigentlich war es die reine, kindliche Freude, die mich gestern Nachmittag nach draußen getrieben hat.
Um unsere alte Dorfkirche herum stehen sie und spenden im Sommer Schatten für alle die sich dort im Park aufhalten. Ob nach dem Kirchenbesuch oder einfach mal so, sie verbreiten eine angenehme, ruhige und etwas besinnliche Atmosphäre.
Das Licht fällt sanft durch die Laubkronen und lässt die Alltagshektik in den Hintergrund treten.
Und jetzt bereiten sie (inneren) Kindern noch eine ganz besondere Freude.
Ausgebeulte Hosentaschen und nur noch einmal bücken, aber dort liegt ja noch so eine wunderschöne…
Sie schmeicheln der Hand und fühlen sich einfach gut an:
 so schön glatt und glänzend
Und da mich gerade das Fühlen so beschäftigt, kamen natürlich gleich wieder viele Ideen in meinen Kopf.
Die Kastanien lassen sich ja nicht nur einfach so aufsammeln, bei dieser Gelegenheit lohnt es sich schon ein bisschen genauer hinzuschauen und hinzufühlen. Die dunklen, glänzenden Stellen fühlen sich so ebenmässig, glatt und ein wenig kalt an. Die helleren Stellen sind samtiger, manchmal sogar ein wenig klebrig. Und die genaue Form unterscheidet sich von Kastanie zu Kastanie, auch wenn sie auf den ersten Blick doch so gleich aussehen.
 Sie mögen Gesellschaft
Wer schafft es, sich mit geschlossenen Augen eine Kastanie zu nehmen, sie so genau zu befühlen und erkunden, dass er sie anschließend aus einer Gruppe wieder herausfindet? Entweder durch Schauen und/oder durch Fühlen.
Das Ganze lässt sich natürlich auch variieren und mit Steinen, Eicheln, Haselnüssen etc. durchführen.
Aber gerade die Kastanien haben für mich ihren ganz besonderen Reiz.
Nimm einmal einen ganz normalen Stein in die Hand, schließe Deine Augen und befühle diesen Stein ganz intensiv.
Wenn Du Dir dabei albern vorkommst, dann probiere es allein im stillen Kämmerlein aus, aber wage es wirklich mal und lass Dich darauf ein.
 Was macht das mit mir?
Spürst Du die unterschiedlichen Strukturen?
Glätte und Rauheit?
Wie sich der Stein in Deiner Hand erwärmt?
Es gibt immer noch was Neues an dem Stein zu erspüren und wenn Du achtsam bist, wirst Du feststellen, dass das ‘was mit Dir macht’.
Gerade die Arbeit mit Stein – oder auch Ton – erlaubt über das Fühlen einen ganz direkten Zugang zu den Gefühlen.
(Nicht von ungefähr ist in der deutschen Sprache das Wort Gefühl von fühlen abgeleitet)
Wenn die Fingerspitzen immer wieder über das Material streichen, werden sie gleichzeitig immer sensibler. Sie nehmen wahr, was das Auge nicht oder nur schwer erkennt.
Wieder eine Google Suchanfrage – eigentlich dachte ich, die Antwort darauf wäre ganz einfach und logisch. Nämlich JA, JA und nochmal JA.
Wer malt, der kommt immer wieder an den Punkt, an dem er feststellt, dass er eigentlich gar nicht genau weiß, wie etwas aussieht. Oder er malt es und bemerkt irgendwie noch, dass das falsch aussieht, kann aber gar nicht so genau festmachen, warum.
Wie ist das zum Beispiel mit dem Meer?
Wenn da Wellen sind, das Meer in Bewegung ist, wie sieht das dann genau im Gesamteindruck aus? Vielleicht weiß ich noch in etwa, wie die bewegten Wellen aussehen und kann es sogar noch auf Papier bringen. Aber dass zum Horizont hin das Meer ruhiger aussieht, bis es am Horizont schließlich eine ganz gerade Linie bildet, das ist in meinem Kopf nicht unbedingt drin.
 Wie sieht ein bewegtes Meer aus?
Und – jede Wette – wenn Du das nächste Mal das Meer siehst (oder ein Foto davon), dann wirst Du sehr genau darauf achten, wie das nun eigentlich genau aussieht mit den Wellen und dem Horizont.
Da Dir solche Situationen beim Malen häufig unterkommen, wird auf Dauer die visuelle Wahrnehmung gefördert, Du lernst in der Natur genau hinzuschauen, nicht nur am Meer.
Beim begleiteten Malen wird ohne Vorlage gemalt. (In Ausnahmefällen kann in Büchern nachgeschaut werden.) So wird als Nebeneffekt ganz automatisch die Wahrnehmung geschult.
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Es heißt ja so schön, “nur wer entflammt war, kann ausbrennen“.
Was sollen wir daraus lernen?
Nicht mehr zu entflammen, uns nicht mehr hoffnungslos für etwas begeistern? Einen lauwarmen 0815-Job machen und uns auf den Feierabend freuen?
Ganz sicher nicht.
Burnout wird zunehmend zum Thema und ganz sicher tragen die äußeren Umstände nicht gerade dazu bei, das zu verändern. Die Finanzkrise wird weidlich genutzt, um den Druck auf Unternehmen und Arbeitnehmer noch weiter zu verstärken. Die Angst um den Arbeitsplatz lässt Kranke ins Büro oder die Werkstatt gehen und den Stress immer weiter steigen. Die Einsparungen - gerade auch im sozialen Bereich - führen dazu, dass immer weniger Mitarbeiter immer mehr Arbeit leisten müssen. Die Aufgaben in der Familie werden auch nicht weniger und der Spagat zwischen Beruf und Familie ist kräftezehrend.
Eine ausweglose Situation?
Jein – die äußeren Bedingungen kannst Du eher nicht verändern. Also bleibt nur der Weg, Dich selbst und Deine Einstellung zu verändern. Du kannst lernen, besser mit Stress umzugehen und auf Dich selbst zu achten. Das fängt bei der Wahrnehmung an.
Eine ganze Reihe weitere schöne Übungen habe ich im Web gefunden, auf dem Blog von Dr. med Ilse Prinz gibt es einen Ressourcenkalender zur Burn-Out-Prophylaxe, den ich an dieser Stelle gern empfehlen möchte. Er begann zwar schon am 1. Januar, aber ich denke, die Übungen lassen sich jederzeit machen.
Und natürlich kannst Du durch bewusste Auszeiten für Dich selbst, zum Beispiel beim begleiteten Malen neue Kraft schöpfen.
Laut einer Statistik von Forsa, sind das die häufigsten Vorsätze für das neue Jahr:
1. Stress vermeiden oder abbauen (59 Prozent)
2. Mehr Zeit für Familie und Freunde nehmen (51 Prozent)
3. Mehr Bewegung und Sport (50 Prozent)
4. Mehr Zeit für sich selbst (47 Prozent)
5. Gesünder ernähren (45 Prozent)
6. Abnehmen (34 Prozent)
7. Sparsamer sein (32 Prozent)
8. Weniger fernsehen (19 Prozent)
9. Weniger Alkohol trinken (13 Prozent)
10. Rauchen aufgeben (12 Prozent)
Ich muss zugeben, ich bin über die Reihenfolge doch (teils angenehm) überrascht. Gleichzeitit wird aber auch hier deutlich, wie bedeutsam Stress für die Menschen geworden ist. Stress als ein negativer Faktor, der die Lebensqualität mindert.
Auf dem zweiten Platz steht die Zeit für Familie und Freunde – hm. Macht das nun deutlich, dass diesen bisher zu wenig Zeit eingeräumt wurde, sie nicht wichtig genug genommen wurden? Oder soll es signalisieren, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit gestiegen ist? Wie auch immer diese Statistik nun zu werten ist, konzentrieren wir uns doch auf die wichtigsten Vorsätze und darauf, wie sie erfolgreich umgesetzt werden können.
Stress vermeiden oder abbauen – diesem Thema werde ich in der nächsten Zeit hier einigen Raum einräumen. Die Zeit für die Familie soll ihren Platz finden im Hinblick auf die familiären Beziehungen und ihre Qualität.
Und was die Zeit für sich selbst angeht, da möchte ich Euch auch die Wahrnehmungsübungen ans Herz legen, von denen sicherlich auch im Neuen Jahr die Eine oder Andere neu dazukommen wird.
Zu den Plätzen 6 bis 10 möchte ich den Kreativworkshop empfehlen und/oder die Veränderungsbremsen.
Ein weiteres Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt und dem ich gern Raum geben möchte – Sucht und Suchtprävention.
Gern nehme ich auch Eure Anregungen an – gibt es Themen zu denen Ihr hier mehr lesen möchtet?
Als meine Kinder noch im Krabbelalter waren, habe ich ihnen das auf die Schnelle gebastelt. Damals hatte ich noch keine Idee, dass auch sowas die Wahrnehmung schult, es machte ihnen einfach nur Spaß. Darf ja auch sein
In leere Filmdöschen, Hüllen von Überraschungseiern oder andere gut verschliesbare, undurchsichtige kleine Behälter wurden verschiedene Kleinteile eingefüllt, die unterschiedliche Geräusche machen, wenn die Behälter geschüttelt werden. Möglich sind Reis, trockene Bohnen, Linsen, Büroklammern, Münzen, Salz und so weiter….schaut einfach mal in der Küche rum, was sich eignen könnte. Immer in zwei dieser Behälter kam die gleiche Füllung.
Bei Kindern, die feinmotorisch sehr geschickt sind und darüberhinaus sehr viel Kraft in den Fingern haben, empfiehlt es sich, die Döschen zusätzlich zu verkleben, damit keine Kleinteile verschluckt werden.
Beide Kinder fanden es spannend, die Behälter zu schütteln, nicht nur die Geräusche sind unterschiedlich, es fühlt sich auch ganz verschieden an.
Wie faszinierend, dass Dinge, die gleich aussehen, ganz unterschiedliche Geräusche machen. Und ganz unterschiedlich schwer sein können.
Die von mir beabsichtigte Memory-Variante “Finde die Gleichen” wurde erst später interessant, aber schon sehr früh waren diese Döschen immer wieder ein interessantes Untersuchungsobjekt.
Gerade mit solchen Kleinigkeiten, lässt sich die Wahrnehmung wunderbar trainieren – es werden gleich mehrere Sinne angesprochen.
Diese Übung wird im Idealfall zu zweit gemacht, aber auch allein ist sie durchführbar.
Es wird zunächst aufgezählt, was wir alles meinen zu müssen.
- Ich muss zum Friseur,
- ich muss tanken,
- ich muss das Buch lesen,
- ich muss ….
Nach einigen Minuten des „müssens“ war mir ganz erdrückt zumute, alles fühlte sich schwer und zwanghaft an.
Im zweiten Teil der Übung wurden die gleichen Punkte umformuliert in „Ich entscheide mich für, weil…“.
- Ich entscheide mich dafür, zum Friseur zu gehen, damit meine Haare wieder schön aussehen.
- Ich entscheide mich dafür zu tanken, weil ich sonst auf der Heimfahrt mit leerem Tank liegen bleiben könnte.
- Ich entscheide mich dafür, das Buch zu lesen, weil es interessante Inhalte hat, die mich persönlich weiterbringen können.
Und obwohl sich in der Sache zunächst nichts geändert hat, wirkt das doch gleich ganz anders, weil die Entscheidungsfreiheit sehr viel deutlicher ausgedrückt wird.
Die Macht der Worte – es erstaunt mich doch immer wieder, wie sich Worte auf das Denken und Fühlen auswirken.
Eine ganze Reihe sehr schöner Wahrnehmungsübungen für Kinder habe ich hier bei der Mütterberatung des Luippold Verlags gefunden.
Etwas kritisch betrachte ich allerdings diese Aufforderung:
“Wer sehen kann, kann auch zeichnen
Malen oder Zeichnen zu können, hat eine Menge damit zu tun, wie man das, was man zu Papier bringen möchte, sieht oder wahrgenommen hat. Deshalb sollten gerade Kinder in ihrer Fähigkeit zu malen, gefördert werden. Dabei trainiert sich das richtige Sehen bei jedem Mal ein klein wenig mehr – insbesondere dann, wenn das, was das Kind malen soll, vorgegeben wird. Das heißt, in diesen Fällen sollten Gegenstände abgemalt werden. Das kann eine Pflanze im Blumentopf sein, eine bestimmte Obstsorte aus der Obstschale, die Uhr an der Wand oder was Ihnen sonst noch einfällt.”
Das möchte ich in dieser Form auf größere Kinder (ab etwa 13 Jahre) einschränken, kleinere Kinder, bei denen die Malentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, sind damit noch reichlich überfordert, zumindest wenn der Anspruch der realisitischen Darstellung ins Spiel gebracht wird.
Nimm Dir ein Blatt Papier und ein paar Stifte – dicke Buntstifte oder Ölkreiden sind gut geeignet.
Lege eine alte Zeitung unter Deinen Papierbogen.
Such Dir eine Farbe aus, die Dir gerade besonders gut gefällt. Nimm nun diesen Stift in die Hand, mit der Du normalerweise nicht malst. Setze den Stift auf das Papier und lasse ihn sich bewegen. Ganz so, wie es Dir gerade gefällt. Achte dabei auf Deine Gefühle, wie fühlt sich das an?
Welche Bewegung tut Dir besonders gut?
Welche nicht?
Schliesse Deine Augen und bewege den Stift dabei weiter auf dem Papier. Wenn Du genug davon hast, höre mit den Bewegungen auf und spüre nach – wie fühlst Du Dich?
Öffne nun Deine Augen und schau Dir das Papier an – erkennst Du etwas?
Was ist das?
Was hat es mit Dir zu tun?
Wie geht es Dir mit dem Erkannten?
Besonders schön ist diese Übung, wenn sie zu zweit oder in einer kleinen Gruppe gemacht wird und über die Gefühle gesprochen werden kann. Jeder erzählt von sich und seinen Gefühlen, die anderen dürfen nicht werten und kritisieren.
Die Übung eignet sich auch für Kinder ab etwa drei bis vier Jahren und gerade die Kleinen erzählen normalerweise sehr unbefangen über ihre Bilder und die Gefühle dabei.
Wie schon an den letzten Montagen, gibt es auch heute wieder eine kleine Wahrnehmungsübung. Diesmal ist es eine Phantasiereise: Ein Baum im Wechsel der Jahreszeiten.
Leg Dich bequem hin und schließe Deine Augen.
Stell Dir vor, Du bist ein Baum. Spüre Deine Wurzeln, wie sie sich immer feiner verästeln. Dein Stamm – ist er stark und fest oder eher biegsam und geschmeidig? Deine Äste verzweigen sich – zeigen sie nach oben oder sind sie elastisch-hängend wie bei einer Birke oder Weide?
Es ist Frühling, erste Blattknospen wachsen. Wie fühlt sich das an? Die Knospen brechen auf und die Blätter entfalten sich. Dein Laub wird immer dichter und grüner.
Es wird Sommer – dein dichtes Laub spendet Schatten und wird von der heißen Sonne beschienen. Achte auf Deine Wahrnehmung, verändert sich etwas? Wie fühlt es sich an?
Der Sommer neigt sich dem Ende zu, Dein Laub fängt schon ganz langsam an, sich zu verfärben. Es wird heller, um dann im Herbst in voller Farbenpracht zu erstrahlen. Wie fühlt sich das jetzt an?
Die Blätter fallen ab, eins nach dem Anderen, ganz langsam oder auch sehr schnell. Es wird von Tag zu Tag kälter, die Sonne verliert ihre Kraft. Deine Blätter liegen auf dem Boden. Dort werden sie von der Erde aufgenommen, geben der Erde neue Kraft. Achte auch jetzt darauf, wie es sich anfühlt.
Es wird kälter, ganz kahl stehst Du da, als der erste Schnee fällt und Deine Äste und Zweige bedeckt. Der Winter ist da.
Wie geht es Dir?
Langsam werden die Tage wieder länger, ganz langsam erwachst Du und fängst an neue Blattknospen zu bilden. Es wird Frühling…
Achte auf Deine Empfindungen, auf Deine Gefühle in den einzelnen Jahreszeiten. Lass die Stimmungen noch ein bisschen nachwirken…..und dann öffne ganz langsam Deine Augen und kehre zurück ins Hier und Jetzt.
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Helft Nicky! Bitte mitmachen und weitersagen!
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