Als meine Kinder noch im Krabbelalter waren, habe ich ihnen das auf die Schnelle gebastelt. Damals hatte ich noch keine Idee, dass auch sowas die Wahrnehmung schult, es machte ihnen einfach nur Spaß. Darf ja auch sein
In leere Filmdöschen, Hüllen von Überraschungseiern oder andere gut verschliesbare, undurchsichtige kleine Behälter wurden verschiedene Kleinteile eingefüllt, die unterschiedliche Geräusche machen, wenn die Behälter geschüttelt werden. Möglich sind Reis, trockene Bohnen, Linsen, Büroklammern, Münzen, Salz und so weiter….schaut einfach mal in der Küche rum, was sich eignen könnte. Immer in zwei dieser Behälter kam die gleiche Füllung.
Bei Kindern, die feinmotorisch sehr geschickt sind und darüberhinaus sehr viel Kraft in den Fingern haben, empfiehlt es sich, die Döschen zusätzlich zu verkleben, damit keine Kleinteile verschluckt werden.
Beide Kinder fanden es spannend, die Behälter zu schütteln, nicht nur die Geräusche sind unterschiedlich, es fühlt sich auch ganz verschieden an.
Wie faszinierend, dass Dinge, die gleich aussehen, ganz unterschiedliche Geräusche machen. Und ganz unterschiedlich schwer sein können.
Die von mir beabsichtigte Memory-Variante “Finde die Gleichen” wurde erst später interessant, aber schon sehr früh waren diese Döschen immer wieder ein interessantes Untersuchungsobjekt.
Gerade mit solchen Kleinigkeiten, lässt sich die Wahrnehmung wunderbar trainieren – es werden gleich mehrere Sinne angesprochen.
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