Für meinen Job tu ich alles – Mobbing am Arbeitsplatz

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Auch am Arbeitsplatz wird gemobbt

Ganz beliebt und im Rahmen der Wirtschaftskrise stark im Aufwärtstrend – Mobbing im Job!

Was sind die Motive für Mobbing am Arbeitsplatz?

Das Phänomen ist nicht neu, doch es tritt in neuer Qualität auf. Strategisches Mobbing erspart langwierige und teure Kündigungsverfahren, gerade bei schwer kündbaren Arbeitnehmern wie Schwangeren, Schwerbehinderten und Betriebsräten.

Oftmals nehmen dabei die Kollegen die Angelegenheit „in die Hand“, doch auch die Vorgesetzten verstehen es zunehmend, mit „Bossing“  zu taktieren. Wird Stellenabbau angekündigt, so wird immer häufiger gleich „intern“ geklärt, wer zu gehen hat.

Doch nicht jedes Mal ist ein fälliger Stellenabbau die Motivation für Mobbing am Arbeitsplatz. Andere Gründe können sein, dass der Gemobbte zu kompetent ist und damit eine Gefährdung für die Kollegen darstellt. Gerade eingespielte Teams, um nicht zu sagen alte Seilschaften, reagieren auf frischen Wind oft sehr unwillig. „Der passt nicht zu uns“ ist dann der Tenor.

Wie wird am Arbeitsplatz gemobbt?

Angefangen beim Vorenthalten wichtiger Informationen, dem Zuteilen von zu viel oder zu wenig Arbeit, öffentliches Bloßstellen, als harmlose Neckerei getarnte Hänseleien bis hin zu gezieltem Rufmord, die Kreativität der Mobber kennt keine Grenzen. 45 Mobbinghandlungen hat Prof. Leymann aufgelistet, auf über 100 mögliche Handlungen kamen Wolmerarth und Esser.

Und wie die Kollegen dann so agieren? Der Spiegel hat darüber einen ausführlichen Bericht mit einigen Beispielen online.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wer sind die Mobber?

Die IG Metall hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass in etwa 40% der Fälle das Mobbing von Kollegen ausgeht, entweder von Einzelpersonen oder einer Gruppe. Die Vorgesetzten sind mit 37% dichtauf. Nur in 10% der Fälle schließen sich Kollegen und Vorgesetzte zum gemeinsamen Mobben zusammen und noch seltener, nämlich in 9% der Mobbingsituationen gehen diese von Untergebenen aus.

Was sind die Folgen?

Mobbing macht krank. Die Fehlzeiten durch mobbingbedingte Erkrankungen sind hoch – die Welt schätzt schon 2009 die Kosten von Mobbing und Burnout auf 6,5 Milliarden Euro jährlich. Wie viel die Arbeitszeit, die für Mobbinghandlungen verschwendet wird, kostet, mag ich mir gar nicht vorstellen…

(Nur mal so zur Orientierung, der Bundesbildungsetat liegt bei etwas über 10 Milliarden!)

Die Folgen für den einzelnen Betroffenen können bis hin zur Frührente und damit nicht selten zum Verlust der wirtschaftlichen Existenz gehen.

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