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Kreative Kreativgedanken – Kinder sind kreativ

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Kinder sind Meister darin, eigene Lösungen zu finden

Kinder sind die kreativsten Geschöpfe dieser Erde. Im Spiel lösen sie ständig neue Aufgabenstellungen, in ihrer Entwicklung finden sie andauernd neue Lösungen für Probleme. Wenn man sie denn lässt…

Dürfen Kinder ihre Malentwicklung frei durchlaufen, so kommen sie (ich behaupte mal ALLE!) irgendwann an das Dilemma, dass sie etwas malen wollen und dabei gleichzeitig auch zeigen, was da drin ist. Ein Haus zum Beispiel. Nicht einfach so ein Haus wie alle Häuser, sondern eins, das sie kennen, auch von innen. Da gibt es eine Küche und ein Kinderzimmer, ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Und natürlich ein Bad – mit KLO!! Hihi…

Aber wie zum Kuckuck kann ich das in meinem Bild zeigen? Alles, auch das Geschirr im Küchenschrank und den kleinen Bruder, der auf dem Klo sitzt? So ziemlich jedes Kind entdeckt, unabhängig von allen anderen Kindern auf dieser Erde, die Lösung für dieses Dilemma – Röntgenbilder, was auch sonst? Diese ‚aufgeschnittenen‘ Häuser (manchmal auch Menschen mit Essen im Bauch), ziehen sich durch die Kinderbilder dieser Welt wie ein roter Faden oder die Urformen. Oder die Nase an der Seite des Kopfes, damit man auch sieht, was da für ein mächtiger Zinken in diesem Gesicht prangt. Pablo Picasso hat diese Darstellungsweise aufgegriffen und wurde damit weltberühmt. Er hat es bewusst und mit sehr vielen Gedanken dazu getan. Kinder machen sich nicht ganz so viele Gedanken darum – für sie ist diese Lösung naheliegend, zwangsläufig. Und trotzdem eine kreative Leistung.

roentgenbild

Wie mach ich’s, dass man alles sieht?

Je weniger Vorgaben man Kindern macht, desto kreativer können sie ihre Anliegen umsetzen. 1999 war die Sonnenfinsternis, die auch in Deutschland so gut zu sehen war. Meine Tochter war damals knapp vier Jahre alt. Natürlich war sie daran interessiert, wie es kommt, dass die Sonne verschwindet, vom Mond verdeckt wird und selbstverständlich haben wir uns dieses Ereignis angeschaut. Monate später war sie am Malen. Sie malte eine gelbe Sonne auf ihr Papier. Schnitt dann aus einer Pappverpackung einen Mond aus. Klebte diesen auf die gemalte Sonne. Und erklärte mir auf meine interessierte Nachfrage, dass auf dem Bild Sonnenfinsternis ist. Sie hatte einen Weg gefunden, um darzustellen, wie der Mond sich vor die Sonne schiebt und diese verdeckt. Man konnte ihr förmlich ansehen, wie ihr Verstand auf Hochtouren arbeitete, um die Lösung zu finden. Und wie glücklich sie mit ihrem Ergebnis war. Ist DAS nicht kreativ?

Autor: Sabine Feickert

Kreativer Kummerkasten.

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