Man glaubt ja zu wissen, wie sich Depression in Bildern äußert. Dunkel gehalten, eine bedrohliche, düstere Atmosphäre verströmend, ein Mensch in einer Sackgasse oder in einer tiefen, ausweglosen Grube. In der aktuellen Spiegel-Titelgeschichte zum Tod Robert Enkes ist ein solches, exemplarisches Bild abgedruckt.
Das kann sein – es kann so zum Ausdruck kommen. Es kann aber auch ganz anders zum Ausdruck kommen.
Entscheidend ist immer die Geschichte hinter den Bildern. Und die ist ganz individuell – nur der oder die Malende kennt die Geschichte.
So können auch Bilder, die auf den ersten Blick fast fröhlich-heiter anmuten, eine ganz andere Geschichte erzählen. Gerade vor kurzem hatte ich einen solchen Fall im Atelier, ein Kind, am Beginn der Pubertät. Es malte einen Leuchtturm. Um den Turm herum stiegen bunte Ballons in den leuchtend blauen Himmel. Ein ’schönes Bild’, ein buntes Kinderbild.
Und auf die Frage nach der Geschichte zu diesem Bild kam eine ganz leise und traurige Antwort……..”Fly, fly away…”
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