Weiterlesen Dienstag ist Specksteintag und mittwochs wird gemalt – neue Termine
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Es fasziniert mich immer wieder, wie aus einem rohen Stein ganz langsam eine Skulptur entsteht. Stück für Stück enthüllt der Stein sein Wesen lässt sich formen und führt dabei doch auch den Entstehungsprozess.
Hier handelt es sich um einen recht weichen, seifigen grünen Stein. Er ist leicht im Sinne von mit wenig Kraftaufwand zu bearbeiten, bröselt aber ganz gern mal vor sich hin. Immer wieder muss dann das ursprüngliche ‘Konzept’ geändert werden, weil der Stein ganz andere Pläne hat.
Man kann schon ungefähr erkennen, wie es werden soll. Doch bis zum endgültigen Ergebnis ist es noch ein gutes Stück Arbeit. Die groben Formen werden fein ausgearbeitet. Dabei macht die Steinstruktur immer wieder Änderungen nötig. Und sogar beim Feinschliff brechen noch Stückchen aus und verlangen erneutes Nacharbeiten – Naturmaterial mit eigenem Willen.
Nach vielen Arbeitsstunden ist es schließlich vollbracht – so sieht die fertige Skulptur aus. Feingeschliffen, poliert und geölt in voller Schönheit. Schweiß, Schwielen und Ärger sind schnell vergessen, das Erlebnis belohnt für die Mühe.
Specksteinkurs für Erwachsene und JugendlicheSie wollten schon lange mal einen richtigen Speckstein bearbeiten? In einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten macht das doch gleich viel mehr Spaß. Mit meiner fachlichen Unterstützung in der gut ausgestatteten Werkstatt stimmen auch die Rahmenbedingungen. Specksteine sind leicht mit Raspeln, Feilen und Schleifschwämmen zu bearbeiten. Jeder Stein ist einzigartig in seiner Farbe, Form und Struktur. Sie können ganz der Form Ihres Steines folgen oder eine konkrete Gestaltungsidee mitbringen.
Entdecken auch Sie die Faszination dieses Materials!
Gelegenheit dazu gibt es ab:
Dienstag 9. August 2011 18:30 bis 20:00 Uhr 5 x 90 Minuten 75 Euro
Maximal 6 Teilnehmer
Anmeldung unter 06238/1027 oder per Mail an info@malen-befreit.de Specksteinkurs für Kinder ab 6 JahrenHast Du schon einmal ein Tier aus einem Stein herausgearbeitet? Nein? Und Du kannst Dir auch gar nicht vorstellen, wie das gehen soll? Würdest es aber gern einmal machen?
Dann bist Du in meinem Specksteinkurs für Kinder genau richtig!
Specksteine sind ziemlich weiche Steine. Die lassen sich mit Raspeln und Feilen so formen, wie Du es willst.
Aus einem Speckstein kannst Du ein Tier, ein Schiff oder einen Anhänger für eine Kette machen. Oder gleich einen ganzen Zoo, jede Woche ein anderesTier. Oder Deine ganz eigenen Ideen.
Der nächste Specksteinkurs für Kinder beginnt am:
Dienstag 9. August 2011 16:30 bis 17:30 Uhr 5 x 60 Minuten 50 Euro
Maximal 6 Teilnehmer
Weitere Termine sind nach Absprache möglich. Specksteinworkshop als Kindergeburtstag? Na klar, Anruf genügt! Anmeldung unter 06238/1027 oder per Mail an info@malen-befreit.de Mit angewidertem Blick schaut das Mädchen auf den Specksteinstaub, der sich auf dem nassen Tuch zu Matsch verwandelt. Die meisten Kinder matschen gern und tun sich damit instinktiv etwas Gutes. Matsch fördert die Wahrnehmung, bietet er doch Sinnesreize in Hülle und Fülle. Und doch gibt es Kinder, die nicht gern matschen, schon im Kleinstkindalter angewidert das Gesicht verziehen. Schön ist es, wenn es – vielleicht auch mit Hilfe anderer Kinder – gelingt, die Begeisterung doch noch zu wecken. Schade ist es, wenn dieses ‘Igitt’ Folge einer übertriebenen Reinlichkeitsvorstellung der Eltern ist. “Mach Dich nicht schmutzig, wie siehst Du jetzt aus, das schöne Kleid….” Matschen ist eine überaus sinnliche Erfahrung, schön und entwicklungsfördernd. Matschen schult die Sensorik. Es verhilft zu ‘Fingerspitzengefühl’ im wahrsten Sinne des Wortes. Oft braucht es gar nicht lange und auch die Kinder, die nicht gern matschen, finden doch Freude daran… Erwachsene brauchen dazu meist etwas oder sehr viel länger. Dabei wäre diese sinnliche Erfahrung gerade für viele Erwachsene überaus hilfreich und angebracht. Fühlen steht in engem Zusammenhang mit den Gefühlen – nicht nur sprachlich. Und das Mädchen? War so fasziniert von der Schönheit ihrer Specksteine, dass das “Igitt” ganz schnell gar kein Thema mehr war und sie eine Stunde lang mit Begeisterung bei der Sache war. Trotz Matsch…. Zumindest das, von dem mir gerade eine meiner Specksteinwerkstatt-Teilnehmerinnen berichtet hat. Es enthält wohl ein Buch, ein paar Schlüsselfeilen, einen Schleifschwamm und ein Specksteinöl, das auf den Steinen nicht hält. Nun weiß ich zwar nicht, welches Set das im Detail ist, aber das spielt auch weiter keine Rolle. Was ist unbedingt nötig, um Speckstein zu bearbeiten?Selbst bei kleinen Steinen kommt man ohne Raspel nicht weit. Damit wird die grobe Form gestaltet. Es gibt sehr empfehlenswerte Speckstein Raspelfeilen, zur Not tut’s aber auch eine ausrangierte(!) aus dem Werkzeugkasten. Werkzeug, das mit Speckstein in Berührung gekommen ist, ist für sonstige Arbeiten verloren. Wenn Innenwölbungen gestaltet werden sollen (und das ist eigentlich fast immer der Fall), dann sind die unterschiedlich geformten gebogenen Specksteinraspeln ein Muss. Feilen glätten den Stein vor und beseitigen die Riefen, die beim Raspeln entstanden sind. Schleifschwämme oder -papiere unterschiedlicher Körnung sorgen dann für den letzten Schliff und holen die Maserung des Steines überhaupt erst richtig raus. Für die Endbehandlung tut’s auch Salatöl, das allereinfachste. Oder farblose Schuhcreme. Mal ganz grob übern Daumen gepeilt kostet eine sinnvolle Werkzeuggrundausstattung etwa 30 Euro. Es gibt im Künstlerbedarf Startersets, die sich in dieser Größenordnung bewegen, sogar ein paar Steine dabei haben, und zumindest aus der Ferne einen halbwegs vernünftigen Eindruck machen. Alles was drunter liegt, ist in meinen Augen für die Katz und Garant für Frust. Erinnert Ihr Euch noch an die hier? Jetzt möchte ich doch mal zeigen, wie sie fertig bearbeitet und poliert in voller Schönheit aussieht: Der ganz besondere Reiz bei dieser Arbeit war die Verbindung der beiden Steine. Die Kugel, die auf dem grünen Stein aufliegt, ist komplett freihand gestaltet und wie so manche Teilnehmerin der Werkstatt feststellen durfte, ist das gar nicht so einfach wie es aussieht. Die Finger und Hände sind dabei wesentlich hilfreicher als das Auge, sie ertasten unrunde Stellen, die so gar nicht sichtbar sind. Das räumliche Vorstellungsvermögen wird gefordert und zu Höchstleistungen angespornt. Auch der grüne Stein, der die Basis für die Kugel bildet, verlangt dem Bearbeiter einiges ab – zickig wie eine Diva bricht und bröselt er gern an den Stellen, an denen das gerade gar nicht passen will. Immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen ist hier das Gebot der Stunde(n) – ganz wie im echten Leben. Und wenn wir schon bei zickigen Diven sind, auch die rosa Steine können das ganz gut. Schon fertig bearbeitet war diese Schönheit, als sie beim Hochheben meinte, sich entblättern zu müssen und ein ganzes Stück Stein fallen lies. Doch nach dem Nachbearbeiten wurde sie noch schöner: Wer jetzt Lust bekommen hat, das auch mal auszuprobieren, der ist herzlich in die offene Specksteinwerkstatt eingeladen. Wann sehen wir uns dort? |
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