Top oder Flop?

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Das Angebot rund um das Malen und Basteln für Kinder ist enorm groß und vielfältig. Ich versuche jetzt eine subjektive Einschätzung, basierend auf meiner eigenen Erfahrung als Mutter und meinem beruflichen Hintergrund, was wirklich empfehlenswert ist und was man sich getrost schenken kann.

Die Flops:

Malbuch – interessiert meiner Erfahrung nach vor allem die Kleinen, die darin lustig rummalen, ohne sich an den vorgezeichneten Linien zu stören. Reines Ausmalen wird von Kindern als stupide empfunden, ich kann es ihnen gar nicht verübeln. Eine Ausnahme gibt es – Mandalas.

Malen nach Zahlen – nach meiner Erfahrung bleiben die Bilder zumeist angefangen liegen, weil reines Ausmalen, noch dazu mit vorgegebenen Farben, als langweilig empfunden wird.

Zeichnen lernen Schritt für Schritt – so und ähnlich heißen die Bücher, die versprechen, dass man mit ihrer Hilfe ganz schnell zeichnen lernt. Aus geometrischen Grundformen werden Figuren aufgebaut. Brave und geduldige Kinder zeichnen vielleicht noch ein paar der abgebildeten Figuren nach, aber zeichnen lernen sie dabei nicht. Das Erkennen der geometrischen Grundformen in Körpern erfordert eine hohe Abstraktionsfähigkeit, über die Kinder – bis weit über das Grundschulalter hinaus – noch nicht verfügen.

Top:

freies Malen – ohne Themenvorgabe einfach nur das Malen, was gerade wichtig ist.

Mandalas – das mögen einige Kinder sehr gern, die meditative Komponente beruhigt und fördert die Konzentration. Viele Mandalas können im Web zum privaten Gebrauch kostenlos runtergeladen werden, zum Beispiel hier. Ich würde dabei darauf achten, dass wirklich die charakteristische Mandalaanordnung eingehalten wird und nicht einfach willkürliche Motive in einem Kreis angeordnet sind.

Punkt zu Punkt – meine Kinder mochten es sehr, allerdings war nur das Verbinden der Punkte interessant, anschliessendes Anmalen nicht. Besonders interessant waren die Bilder, die nicht gleich offenbarten, was sich hinter den Punkten versteckt. So ganz nebenbei haben sie dabei auch noch Zählen gelernt.

Zaubertafel – die war eine ganze Weile interessant, das Malen und wieder Auslöschen hat fasziniert und gerade für unterwegs war es wirklich praktisch und beliebt.

Stempel – heißgeliebt, je mehr, je lieber. Optimal sind die selbstfärbenden Stempel, die kein Stempelkissen brauchen. Und auch sehr begehrt waren bei uns die Stempelstifte. Beides gibt es mit allen erdenklichen Motiven.

„Kreative-Events“ – zu besonderen Gelegenheiten haben wir ein gemeinsames Kreativ-Event gestartet, bei dem dann auch mit besonderen Materialien gearbeitet wurde. Beispiele dafür gibt es in den nächsten Tagen.

Und hier wieder eine kleine Auswahl der empfehlenswerten Materialien:

Autor: Sabine Feickert

Kreativer Kummerkasten.

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