Bildsprache der ersten Jahre

5. August 2015
von Sabine Feickert
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Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen

Bildsprache der ersten Jahre

Renate Gier – Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen

Dieses Buch von Renate Gier ist in meinen Augen ein absolutes Muss für alle, die mit Kindern kreativ arbeiten möchten. Neben, bzw noch vor Werken von Bettina Egger, Helen Bachmann und Rudolf Seitz sollte es ganz oben auf der Liste der Pflichtlektüre stehen. Gerade wer nicht gar so tief in die Materie einsteigen möchte, sondern eine eher erste, grobe Orientierung sucht, ist hier bestens bedient.

„Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen“ – genau das ist Anliegen und Inhalt dieses Buches. Renate Gier nimmt den Leser mit in den Fahrstuhl der seelischen Entwicklungsstufen, um Verständnis für das zu wecken, was Kinder in ihren Bildern zum Ausdruck bringen. Beim Lesen überkommt mich immer wieder das Gefühl „JA!! Genauso ist es!!“ und beschert mir darüber hinaus so manches Aha-Erlebnis. Weiterlesen →

19. Juni 2015
von Sabine Feickert
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Buchbesprechung – Die 10 größten Lernlust-Killer

Lernlustkiller

Kein Bock auf Schule?

Die Zeugnisse rücken wieder näher und mit ihnen offenbaren sich all die Lücken und Tücken des Schulalltags. Ein (erfahrungsgemäß eher kleiner) Teil der Schüler rutscht mehr oder weniger motiviert (oder auch nicht) aber glatt und reibungslos in die Ferien und danach ins neue Schuljahr. Sie wurschteln sich so durch, haben sich arrangiert. Aber Spaß an der Schule? So richtig Lust aufs Lernen? Doch eher Fehlanzeige, oder?

Lerncoach Jutta Wimmer, Diplom-Pädagogin, Mutter und Dozentin, weiß wovon sie schreibt: Kinder, die hochmotiviert ins Abenteuer Schule stürzen und oft schon nach erschreckend kurzer Zeit frustiert, lustlos oder bestenfalls weitgehend gleichgültig den Ranzen in die Ecke pfeffern. Auf die zehn Haupt-Lernlust-Killer konzentriert sie sich in ihrem Buch, das im Untertitel verspricht „Wie unsere Kinder mehr Spaß an der Schule haben“. Einige davon sind Dauerbrenner, wie beispielsweise „Überfrachtete Lehrpläne“ oder die „Angst vor schlechten Noten“. Weiterlesen →

1. Juni 2015
von Sabine Feickert
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Kreative Kinder in der VG Lambsheim-Heßheim

bastelworkshop

Willkommen im kreativen Chaos!

Ich freue mich sehr drüber, seit 1. Mai 2015 in der offenen Kinder- und Jugendarbeit der VG Lambsheim-Heßheim mitarbeiten zu dürfen. Es gibt dadurch in den einzelnen Orten zusätzliche Öffnungszeiten und außerdem ortsübergreifende Angebote an Wochenenden und in Ferienzeiten.

In den einzelnen Jugendtreffs bleibt es (wie bisher auch) möglich, einfach nur zu spielen, zu quatschen, Freunde zu treffen, mal rauszugehen usw. Zusätzlich kann aber, wer mag, auch kreativ werden, so wie es in diesem Rahmen möglich ist. Wer Bilder oder Comics malen möchte, eine ganz besondere Kette machen oder eine Collage kleben (oder, oder, oder…) der kann dies gern tun und von mir auch Anregungen und Unterstützung bekommen. Und gemeinsam kommen wir vielleicht auch auf Ideen, die für alle interessant sind.

Die zusätzlichen Angebote sind eine Möglichkeit auch mal größere Aktionen zu starten. Aktuelle Termine dazu sind im Amtsblatt zu finden.

Die wöchentlichen Öffnungszeiten der Kinder- und Jugendtreffs:
Beindersheim:
Montag, 16-18 Uhr, Carmen
Mittwoch, 18-20 Uhr, Sabine
Freitag, 16-18 Uhr, Sabine
Großniedesheim:
Dienstag, 16-18 Uhr, Carmen
Freitag, 17-21 Uhr, Christian
Heuchelheim:
Montag, 15-17 Uhr / 18-20 Uhr, Sabine
Mittwoch, 15-17 Uhr, Carmen
Kleinniedesheim:
Dienstag, 16-18:30 Uhr, Sabine
Lambsheim:
Montag, 16-20 Uhr / 20-22 Uhr, Turnhalle, Christian
Dienstag, 16-21 Uhr, Christian
Donnerstag, 18-22 Uhr, Sabine

18. April 2015
von Sabine Feickert
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Kreative Kreativgedanken – Schöpferische Kraft

Schöpferische Kraft bringt einen weiteren schönen (Kreativ-)Gedanken ins Spiel – ‚Kraft‘, das ist etwas, das man trainieren kann. So wie Muskeln lassen sich auch die kreativen Fähigkeiten steigern. Und zwar durch Übung, wie bei den Muskeln auch. Wer sich immer wieder spielerisch kreativen Herausforderungen stellt, der wird auch dann, wenn der ‚Ernstfall‘ es erfordert, eine neue, vielleicht tatsächlich nie zuvor dagewesene Lösung zu finden. Oder eine, die er zumindest noch nie zuvor gesehen hat.

Kinder können uns da Lehrmeister sein. Bauklötze können zu Schnitzeln, Pommes oder Salat werden, wenn in der Kinderküche welche gebraucht werden. Bei Erwachsenen geraten die schöpferischen Kräfte gerne aus der Übung – vielleicht nicht zuletzt, weil uns Werbung und Medien gerne suggerieren, dass für alle Eventualitäten Speziallösungen gebraucht werden. Oder weil der (Berufs-)Alltag so sehr mit vorgegebenen Lösungswegen gepflastert ist, dass das Bewusstsein dafür, dass es auch ganz anders gehen kann, verloren geht.

Der Weg

Wie geht dieser Weg weiter?

So wird auch im vermeintlich kreativen Bereich manchmal auf vorgegebene Lösungswege, in Form von Anleitungen oder Kursen, zurückgegriffen. Malen nach Zahlen ist hier sicherlich das extremste Beispiel, Kurse in denen ganz stark an Vorlagen orientiert gearbeitet wird stehen dem in nicht viel nach.

Bis zu einem gewissen Maß können Kurse (oder Tutorials) aber durchaus notwendig oder zumindest sinnvoll sein. Dann nämlich, wenn sie elementare Techniken vermitteln, die Grundlage für das weitere Gestalten sind. Wer beispielsweise noch nie im Leben eine Feile, eine Säge oder Schleifpapier in der Hand hatte, wird ganz allein mit Werkzeug und Speckstein vielleicht nicht ganz glücklich. Wer noch niemals eine Nähmaschine oder ein Schnittmuster aus der Nähe gesehen hat, wird allein mit schöpferischer Kraft nicht sehr weit kommen. Auch beim Zeichnen oder Malen kann es sinnvoll sein, sich Grundlagen in Kursen anzueignen. Vor allem dann, wenn diese sich auf die Vermittlung von Techniken beziehen, schwierige Themen wie beispielsweise das Konstruieren von Figuren beinhalten und/oder auch einen Rahmen bieten, der das ‚dranbleiben‘ am eigenen Werk erleichtert. Als Training für die schöpferische Kraft – nicht aber in Form eines streng vorgegebenen Trainingsparcours, der auf nur einem Weg zu einem einzigen Ziel führt. Gerade die Kreativität lebt von der Vielfalt und (auch) der Inspiration. Je vielseitiger diese genährt wird, desto stärker kann sich die individuelle Kreativität ausprägen. Wer sein Lebensziel darin sieht, so zu malen wie sein großes Vorbild, wird im besten Fall zu einem guten Imitator. Wer aber seinen eigenen Stil finden will, der braucht Wissen und Inspiration, aber auch Eigenständigkeit und eigenen Antrieb.

Für mich persönlich war schon immer ein (unbewusstes) Kriterium, ob ich mich in einem Kurs wohlgefühlt habe – ob die Dozenten mir ihren Weg aufzwingen wollten, mir zeigen, wie ‚es richtig geht‘ oder sie mich an ihrem Können teilhaben ließen, aber auch meinen Weg respektieren konnten. Einige waren mir eine Zeitlang liebgewordene Wegbegleiter beim Aufbau meiner schöpferischen Kraft; solche, die mich lehrten und motivierten, aufbauten und stärkten. Dafür an dieser Stelle einfach mal ein dickes, fettes

Danke!!!

 

pierre franckh

31. März 2015
von Sabine Feickert
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Pierre Franckh / Der 6 Minuten Coach – Erfinde dich neu!

Ob er sich das gewünscht hat? Pierre Franckhs „Der 6 Minuten Coach – Erfinde dich neu!“ hat es auf die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft. Der Schauspieler, Regisseur und Moderator schreibt seit einigen Jahren Bücher rund ums große Thema ‚Wünschen‘. Dass es mit einem lapidaren „Ich wünsch mir das“ allein nicht getan ist, dämmert wahrscheinlich jedem von uns irgendwo. Die Selbstmotivation, das positive Denken, Mentaltraining, letzten Endes auch die ‚Arbeit‘ an der eigenen Persönlichkeit und vor allem das TUN gehören genauso dazu. Büchlein kaufen, durchschmökern und ins Regal stellen, wird hier genauso wenig funktionieren wie bei den zahlreichen anderen Ratgebern aus diesem Bereich. Im Gegensatz zu so einigen anderen Werken dieses Genres wird Franckh erfreulich konkret. Im Vergleich zu beispielsweise „The Secret“ („Bestellungen beim Universum“ kann ich nicht aus eigener Anschauung beurteilen) bietet Franckh sehr viel mehr praktisch umsetzbare und für mich nachvollziehbare Anweisungen. Und vor allem sind diese nicht mit esoterischem Gedankengut durchzogen, sondern rational nachvollziehbar. Weiterlesen →

27. März 2015
von Sabine Feickert
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Kleine kreative Spielerei

Ein bisschen Naturmaterial, ein paar kleine Handgriffe…blume aus samenkapseln

ornament

schnecke…manchmal braucht es gar nicht viel.

Sowas mit Kindern zu machen ist total schön, lasst euch von ihren Ideen überraschen! Vielleicht findet sich im Garten oder irgendwo im Haus auch ein Eckchen für immer neue Arrangements aus Fundstücken.

nein aus liebe

11. März 2015
von Sabine Feickert
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Jesper Juul – Nein aus Liebe (Buchbesprechung)


Muss man den dänischen Familientherapeut Jesper Juul noch vorstellen? Seit Beginn der 2000er Jahre hat er zahlreiche Bücher, Artikel und Filme veröffentlicht. In den letzten Jahren sind mir etliche seiner Ansichten immer wieder als Zitate begegnet, unter anderem auf der Facebookseite des deutschen Ablegers des ‚family lab‘. Die meisten verführten mich zu einem ‚gefällt mir‘. Seine Kernaussagen sind, dass Kinder kompetent sind und wertschätzende Beziehung an die Stelle althergebrachter Erziehung tritt. Eines seiner frühen Werke, „Nein aus Liebe – Klare Eltern – starke Kinder“ (erstmals 2006 erschienen, 2014 gab es die 15. Auflage), möchte ich hier vorstellen.

„Je besser es Ihnen gelingt, Ihre Worte mit Ihrer Persönlichkeit in Einklang zu bringen, desto mehr werden Ihr Selbstvertrauen sowie der Respekt und das Verständnis Ihrer Umgebung wachsen, […]“

(Jesper Juul in  „Nein aus Liebe“, erschienen beim Kösel Verlag)

Das „Nein aus Liebe“ erfordert von den meisten von uns Arbeit an der eigenen Persönlichkeit. Nein-Sagen ist ja auch ganz schön schwer – nicht nur Kindern (und Katzen) gegenüber. Vieles aus diesem Buch lässt sich eigentlich auf alle Mitmenschen übertragen, zu denen wir in Beziehungen stehen. Der größte Teil beschäftigt sich allerdings, zumindest vordergründig, mit der Situation in der Familie. Weiterlesen →

9. März 2015
von Sabine Feickert
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Loslassen schafft Platz für Neues

Warum fällt loslassen eigentlich schwer?

Es klingt wie eine Binsenweisheit und trotzdem haben viele Menschen (da nehme ich mich gar nicht aus) Schwierigkeiten mit dem Loslassen. Ob nun bestimmte Gegenstände wie Bücher, CDs, Kleidung oder Geschirr, ungesunde Beziehungen, ein ungeliebter Job oder erwachsen werdende Kinder. Manche hängen an fast allem, andere haben nur wenige ‚Schätze‘.

Loslassen

 

Oft zieht sich das Festhalten durch viele Lebensbereiche durch.

Überquellende Bücherregale verbünden sich mit vollgestopften Kleiderschränken, Geschirrschränken, Kühlschränken, Schuhschränken, Kellern und Dachböden. Auch im imateriellen Bereich wird festgehalten. Weiterlesen →