Loslassen schafft Platz für Neues

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Warum fällt loslassen eigentlich schwer?

Es klingt wie eine Binsenweisheit und trotzdem haben viele Menschen (da nehme ich mich gar nicht aus) Schwierigkeiten mit dem Loslassen. Ob nun bestimmte Gegenstände wie Bücher, CDs, Kleidung oder Geschirr, ungesunde Beziehungen, ein ungeliebter Job oder erwachsen werdende Kinder. Manche hängen an fast allem, andere haben nur wenige ‚Schätze‘.

Loslassen

 

Oft zieht sich das Festhalten durch viele Lebensbereiche durch.

Überquellende Bücherregale verbünden sich mit vollgestopften Kleiderschränken, Geschirrschränken, Kühlschränken, Schuhschränken, Kellern und Dachböden. Auch im imateriellen Bereich wird festgehalten. An ungesunden Beziehungen, unpassenden oder ungeliebten Jobs, eingefahrenen Gewohnheiten. Sicherheitsdenken spielt da vielleicht eine Rolle. Ein gewisses Maß an Ernüchterung möglicherweise auch. Denn nicht immer ist das Neuere auch wirklich besser. Nicht immer ist der richtige Zeitpunkt für Veränderungen, denn sie sollten ja auch nicht zum Selbstzweck werden.

Die Balance zwischen Beständigkeit und Neuerung zu finden ist gar nicht so einfach.

Doch manchmal muss es einfach sein. Sei es nun, dass die Regale und Schränke übervoll sind, eine Renovierung oder ein Umzug nicht mehr länger aufgeschoben werden soll bzw. kann. Wenn ein äußerer Anlass in irgendeiner Form dazu zwingt, ist das Loslassen unabwendbar.

Manchmal ist aber auch ganz einfach das Bedürfnis nach Veränderung groß. Möglicherweise sogar erstmal nur in Form einer inneren Unruhe. So ging es mir in der letzten Zeit – speziell mit den Büchern. Noch ohne zu wissen warum, überfiel mich das starke Bedürfnis, das Bücheregal an der Treppe auszumisten. Überquellend war das noch gar nicht, aber dort mal wieder so richtig sauber zu machen war schon lange fällig. Unglaublich wie viel Staub sich auf einem schmalen Buchrücken einnisten kann *hust*. Ein Sonntagnachmittag hat gereicht, um das komplette Regal auszusortieren, zu säubern, die Bücher neu einzuordnen, einen Teil zum Verkaufen einzustellen, einen Teil zum Verschenken zusammenzupacken und den Rest in die Altpapiertonne zu befördern. Und es ward Platz…

…Platz, der schon bald sinnvoll gefüllt werden wird. In Zukunft werde ich mehr Buchbesprechungen hier auf dem Blog schreiben. Über Themen, die hierher passen, im engen oder auch weiteren Sinn. Themen, die mich (und hoffentlich auch euch) stärker berühren und interessieren als das, was sich in den letzten Jahren in jenem Regal angesammelt hatte.

Autor: Sabine Feickert

Kreativer Kummerkasten.

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