Loslassen – reine Kopfsache?

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Da mir das Thema „Loslassen“ in den letzten Tagen mehrfach begegnet ist, hab ich gerade gezielt danach gesucht und bin über eine Darstellung gestolpert, die mich doch sehr skeptisch gemacht hat:

Loslassen können ist eine reine „Kopf-Sache“.

heißt es da.

Ganz ehrlich – mich macht sowas sehr nachdenklich. Reine Kopfsache?

baum,blätter,himmelEinfach nur mit den Gedanken beschließen, „jetzt lasse ich los“ und schon klappt das? Ein paar unterstützende Methoden dazugegeben und spätestens dann aber?

Ich zweifle – habe selbst erlebt, dass das mit vielen Problemen durchaus geht, mit anderen aber ganz hartnäckig nicht.

Manche Themen konnte ich nicht mit dem Kopf und meinem Verhalten lösen.

Eine viel tiefgreifendere Veränderung war notwendig, um das Thema wirklich be-greifen zu können.

Mir ein Bild zu machen.

Blockaden zu lösen.

Ich selbst habe viele meiner Themen begleitet gemalt und plötzlich ging das, was Jahre hartnäckig überdauert hat, ganz einfach. Andere Themen habe ich auf anderen Wegen gelöst. Menschen in meinem engen Umfeld habe durch kreatives Schreiben ganz erstaunliche Erfolge erzielt. Oder durch Klopfen, oder oder oder…

„Loslassen“ sollten wir vielleicht den Glauben an die eine, einzig richtige Methode. An die einfachen, universell funktionierenden Möglichkeiten. So unterschiedlich wie die Menschen sind, sind auch ihre Themen.

Aber einen Versuch ist es immer wert, auch wenn ein Thema vielleicht bisher unlösbar erschien.

Autor: Sabine Feickert

Kreativer Kummerkasten.

3 Kommentare

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  2. Mein Lieblingswitz zum Thema Loslassen:

    Ein Mann, seit vielen Jahren Insassen in einer Nervenheilanstalt, geht zum Stationsarzt und erklärt ihm seine Heilung.

    „Und Sie sind sich jetzt ganz sicher, dass Sie keine Maus sind?“ fragt ihn der Stationsarzt.

    „Ganz sicher,“ antwortet der Mann – und wird, nach so vielen Jahren entlassen.

    Etwa eine halbe Stunde später kommt er wieder zurück.

    „Was ist los,“ fragt der Arzt, „ich denke, Sie sind sich sicher, keine Maus mehr zu sein?“

    „Ja,“ antwortet der Mann, „ich weiß, dass ich keine Maus bin … die Frage ist nur, ob die Katzen das auch wissen!“ 🙂

    Etwas loslassen zu wollen, impliziert die Tatsache, dass man es festhält, sonst müsste man es ja nicht loslassen … 🙂

  3. Da kann ich Dir nur zustimmen, Loslassen ist erstens ein sehr individueller Prozess und zweitens bestimmt in den seltensten Fällen nur mit „Köpfchen“ zu durchlaufen. Denn/ und zu „Loslassen“ gehört für mich immer auch „Hingabe“ …
    Sonntagsgruß Konstanze

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